Datenleck bei SchülerVZ, Jugendliche wegen Filesharing vor Gericht, ungewollte Aboverträge – die Liste der Gefahren im Internet ist lang, gerade für junge Menschen. Vor allem Politiker und Journalisten malen den Teufel gerne an die Wand. Aber wie gehen Kinder und Jugendliche wirklich mit dem Internet um? Welche Rolle spielt das Medium im Alltag und welche Gefahren sehen sie selbst? Sind junge Menschen im Internet tatsächlich so ahnungs- und sorglos, wie oft behauptet wird?
Wir haben uns mit jemandem unterhalten, der es wissen muss. Sophie* ist ein waschechter „Digital Native” und in jeder freien Minute im www unterwegs. Im Interview erzählt uns die 14jährige Gymnasiastin, wie sie sich in Social Networks und Foren verhält und wie sie rechtliche Fragen im Internet beurteilt. Artikel vollständig lesen
Sie sind überall. Das Girlie mit dem iPod in der U-Bahn, das mit dem Handy eine SMS nach der anderen verschickt. Der Ferienpraktikant im Büro, der gekonnt Abhilfe schafft, wenn das Mailprogramm mal wieder spinnt. Die Achtjährige, die Erwachsene bei jedem erdenklichen Computerspiel besiegt und obendrein um Längen schneller tippen kann. Oder auch das Neugeborene der weit entfernt wohnenden Nichte, das Sie noch nie gesehen haben, aber trotzdem schon gut kennen, weil jede Woche eine neue Ladung digitaler Babyfotos bei Ihnen ankommt.
Sie – damit sind die „Digital Natives“ gemeint: Eine Generation, die ein Leben ohne Internet und Computer nicht mehr kennt. Eine Generation, die sich in den digitalen Lebensräumen nicht weniger zu Hause fühlt, als in der analogen, realen Welt zum Anfassen.
„Generation Internet“ heißt der Titel eines Buches, das sich mit den jungen Menschen auf jenen Flecken dieser Erde beschäftigt, die dem Internet angeschlossen sind: „Wie sie leben, was sie denken, wie sie arbeiten“. Wie prägt das Internet die unter 25jährigen? Artikel vollständig lesen
Der BGH hat am Freitag entschieden, dass der Zeitungsvertrieb durch „stumme Verkäufer” grundsätzlich zulässig ist. Dies hatte der BGH im Jahr 1996 noch anders beurteilt (BGH GRUR 1996, 778 – Stumme Verkäufer).
Die Zeitungsverlage der „Berliner Zeitung”, des „Berliner Kurier” und des „Tagesspiegel” hatten gegen die Axel Springer AG geklagt, die die Zeitung „WELT KOMPAKT” herausgibt. Axel Springer verfügt in Berlin über einen Marktanteil von 50 %. Grund der Klage: Die Zeitung „WELT KOMPAKT” sollte zu einem Kaufpreis von 70 Cent auch über sog. „stumme Verkäufer” abgesetzt werden. Dabei handelt es sich um mechanische, ungesicherte Verkaufshilfen, also eine Art Verkaufsautomat. Die Kläger betrachteten das als wettbewerbswidrig: Die Zeitung „WELT KOMPAKT” sei quasi gratis erhältlich; Verbraucher würden durch die Möglichkeit, die Zeitung umsonst zu bekommen, übermäßig angelockt. Artikel vollständig lesen
Was kommt, was bleibt, wenn CDU/CSU und FDP mit dem Regieren loslegen? Wie schaut es aus mit den Bürgerrechten: Bleiben uns Netzsperren, Vorratsdatenspeicherung und Online-Durchsuchung erhalten? Jens Berger vom Spiegelfechter-Blog hat sich die Koalitionsvereinbarungen der künftigen Regierungsparteien gewohnt gründlich angeschaut und kritisch bewertet.
Die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP markieren zumindest in einem Punkt eine positive Zäsur. Seit den Anschlägen auf das World Trade Center kannte die Innenpolitik nur eine Richtung – es soll mehr überwacht und mehr gespeichert werden, und der Zugriff auf die Daten, die vom Staat und privaten Unternehmen erhoben werden, soll schrittweise ausgeweitet werden. Auch wenn die nun beschlossene gemeinsame Koalitionsrichtlinie viele wichtige Punkte offen lässt und sicherlich keine bürgerrechtliche Charta ist, so ist sie dennoch das erste Regierungsdokument seit acht Jahren, in dem Bürgerrechte gestärkt und der Überwachungsstaat zurückgefahren wird.
„Etappensieg für die Bürgerrechte” beim Spiegelfechter. Artikel vollständig lesen
+++ Big Brother Awards verliehen: Schäuble endlich „geehrt”
+++ BVerfG: Eingeschränkte Medienpräsenz im Ulmer Mordprozess zulässig
+++ Betrüger tarnen sich als GEZ
+++ EGMR: Schweiz verletzte Pressefreiheit
+++ Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen startet bald
+++ LG Kiel: „Gewerbliches Ausmaß” bei Filesharing
+++ Öffentlich-rechtliches Analog-Fernsehen wird 2012 abgeschaltet
+++ Denic kündigt neue Domainrichtlinien an Artikel vollständig lesen
Übersetzer literarischer Werke haben grundsätzlich einen Anspruch auf angemessene Vergütung in Form einer prozentualen Beteiligung am Erlös der verkauften Bücher. Dieses Urteil hat der Bundesgerichtshof gestern verkündet. Die Karlsruher Richter gaben konkrete Anhaltspunkte, ab wann eine Übersetzer-Vergütung angemessen im Sinne des § 32 Abs. 1 Satz 3 UrhG sei. „Es ging darum, eine Art Tarifvertrag festzulegen.”, umschreibt der Vorsitzende Richter Joachim Bornham seine „ungewöhnliche Rolle” in diesem Verfahren. Artikel vollständig lesen
Das Telefon klingelt zum zwanzigsten Mal an diesem Tag und wieder meldet sich niemand am anderen Ende der Leitung. Solche nervtötenden Phantomanrufe erhielten in letzter Zeit viele Verbraucher. Dahinter steckt kein Telefonstreich von Schulkindern, die sich einen Spaß erlauben wollen – sondern sog. „Predictive Dialer”, die neuerdings von Call-Centern zur automatischen Telefonanwahl eingesetzt werden. Die Bundesnetzagentur ist nun gegen die Massenanrufe vorgegangen und hat die Abschaltung von sieben Rufnummern verschiedener Unternehmen angeordnet.
Der BGH hat seine Verhandlungs- und Verkündungstermine für die nächsten Monate veröffentlicht. Darunter sind gleich eine ganze Reihe von Verfahren, die medienrechtlich interessant sind. Es folgt ein Überblick über die Verfahren mit Bezug zum Medien- und Internetrecht mit kurzen Hintergrundinformationen. Artikel vollständig lesen
Verliebt in einen unbekannten Profi-Chatter, der per SMS Liebesnachrichten schickt? Was schwer vorstellbar ist, geschieht tausendfach tatsächlich und lässt bei Betrügern die Kassen klingeln. Mit Kurzmitteilungen wie „Ich hab Dich in der U-Bahn gesehen, Du gefällst mir, ruf mich an!” werden Ahnungslose zum Rückruf animiert – und der ist teuer. Da kann die Handyrechnung in den drei- bis vierstelligen Bereich schießen.
Zu dem bösen Spiel mit dem Verliebtheitsgefühl hat die ZDF-Sendung Mona Lisa folgenden Beitrag erstellt. Das Video gibt es nach dem Klick. Artikel vollständig lesen
Schriften – wie sind sie eigentlich rechtlich geschützt? Diese Frage spielt in der Praxis eine wichtige Rolle. Denn eine Schrift herzustellen ist zeitintensiv und teuer, der Schutzbedarf damit groß. Früher war die Herstellung einer Schrift selbstverständlich aufwändiger als heute: Die Schrift musste erst sehr detailliert vorgezeichnet werden. Dann wurden Matrizen erstellt, mithilfe derer Bleilettern gegossen wurden. Diese konnten dann zum Drucken verwendet werden. Das Verfahren hat sich auf die Schreibtische von Designern und Programmierern verlegt. Schriften werden heute am Computer erstellt.
Damals wie heute kostet die Schriftherstellung aber Zeit und Kreativität. Jedes einzelne Zeichen muss individuell gestaltet werden. Und es gibt eine Menge Zeichen: Das deutsche Alphabet zählt allein 26 Buchstaben, hinzukommen Umlaute und Sonderzeichen wie das „ß”. Auch Satzzeichen und Ziffern gehören zu einer vollständigen Schriftart dazu. Jeder Buchstabe muss in Groß- und Kleinschreibung, in verschiedenen Schriftgrößen und Formen (fett, kursiv, etc.) designt werden. Auch die Zwischenräume zwischen den einzelnen Zeichen müssen genau angepasst werden. Man kann also leicht nachvollziehen, warum Schriftenhersteller versuchen, ihre Schriften vor Zugriffen anderer zu schützen. Artikel vollständig lesen