Zwei Schritte vorwärts: Die Zukunft des Internetrechts

Am 29. und 30. August 2015 in Berlin

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Über die Sommerkonferenz

Mit dem Thema „Zwei Schritte vorwärts: Die Zukunft des Internetrechts“ wollen wir uns ganz gezielt von der „normalen” rechtspolitischen Diskussion lösen, die das Internetrecht derzeit ohnehin prägt, und stattdessen „kreativ und genial” werden. Selbstfahrende Autos, Virtual Reality, Roboterrecht: all dies beschäftigt mittlerweile nicht mehr nur Schriftsteller, sondern auch Rechtsanwälte, Rechtspolitiker – und bald auch Richter. Wir denken, dass es in dieser Situation Sinn macht, nicht nur einen, sondern zwei Schritte voraus zu denken.

Partner

Das Internet & Gesellschaft Collaboratory ist die unabhängige Plattform in Deutschland für Fragestellungen des digitalen Wandels.

Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Unser Gastgeber ist wie vergangenes Jahr die gemeinnützige Hertie-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft, Erziehung, Volks- und Berufsbildung.

Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft erforscht die dynamische Beziehung von Internet und Gesellschaft aus verschiedenen disziplinären und interdisziplinären Perspektiven.

Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Die Humboldt Law Clinic Internetrecht (HLCI) ermöglicht Studierenden, schon während ihres Universitätsstudiums aktiv an der Betreuung echter Fälle und Projekte im Bereich des Internetrechts mitzuwirken.

Sponsoren

Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI)
<p>BridgehouseLaw ist eine internationale Sozietät von Rechtsanwälten und Steuerberatern und bietet als one-stop-shop ein weltweit handelndes Beratungsteam, mit Ansprechpartnern vor Ort mit besonderem Fokus auf <span style="line-height: 1.42857143;">unternehmerische Kreativität, </span><span style="line-height: 1.42857143;">effiziente Lösungen und </span><span style="line-height: 1.42857143;">individuelle wie hochqualifizierte Beratung.</span></p>
<p>Kanzlei HÄRTING</p>
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Die Themen

Der Roboter als softwaregesteuerte, bewegliche und zum Teil autonome Maschine

Dr. Thomas Söbbing

Das Thema Robotik ist in Deutschland kein Thema, welches in der rechtlichen Literatur große Präsenz genießt. Dies erscheint doch sehr unverständlich, da heute keine Fabrikation ohne Robtortechnik mehr vorstellbar und Robotik viel alltäglicher geworden ist, als noch vor einigen Jahren.
Wenn es um die rechtliche Betrachtung der Robotik geht, finden sich in der Literatur sehr viele Hinweise auf moralische oder philosophische Fragen. Dabei beschäftigen sich diese Betrachtungen häufig mit (rechtlichen) Fragen, die sich vielleicht in einer fernen Zukunft ergeben könnten, aber wenig mit den heutigen alltäglichen rechtlichen Fragen der Robotik zu tun haben.
Doch betrachtet man Roboter als das, was sie sind, nämlich  softwaregesteuerte Maschinen, tauchen viele bekannte IT/IP-rechtliche Fragen auf, die sicherlich nichts mit dem Bereich alter Legenden oder Science Fiction zu tun haben. Ausgehend von der These, dass Roboter heute lediglich softwaregesteuerte Maschinen (ggf. mit dem Bestreben im begrenzten Bereich autonom zu handeln) sind, lassen sich daher trotz mangelnder rechtlicher Literatur zum Thema Robotik, einige rechtliche Antworten geben.

Persönlicher Concierge – Smarte Assistenzsysteme als Entscheidungsersatz

Daniel Schätzle

Bereits heute gibt es das Smartphone, das Smart Car und das Smart Home. Cities werden Smart genauso wie Zähler. Die vielen kleinen intelligenten Hilfen im Alltag sollen uns das Leben bequemer machen und neue Freiräume schaffen. Die aktuelle Entwicklung geht scheinbar hin zu einer nahezu vollständigen „Versmartung“. Lösungen für Entscheidungshilfen machen Opt-In oder Opt-out im Internet entbehrlich. Datenschutzerklärungen müssen nicht akzeptiert und AGB nicht verstanden werden. Die Entscheidung über die Werbeeinwilligung übernimmt mein persönlicher Concierge am Arm, auf der Nase oder in der Hosentasche.

Das Recht steht vor einer überwältigenden Herausforderung, derartigen Entwicklungen gerecht zu werden. Intelligente und persönliche Assistenzsysteme benötigen eine Tatsachengrundlage. Diese muss nicht mit der des Assistierten übereinstimmen. Der Missbrauch ist reizvoll. Die Haftung bei Fehlentscheidungen ist offen genauso wie eine rechtliche Wirksamkeit. Die freie Entfaltung der Persönlichkeit sieht anders aus.

Regulierung durch Standards - Einblick in den Maschinenraum

Rigo Wenning

Ninja Marnau

Das Internet und das Web sind sehr komplexe Systeme. Zu ihrer technischen Komplexität kommt ihre globale Natur. Dies macht die Regulierung durch nur einen Hoheitsträger mit begrenztem geopolitischen Einfluss schwierig. Dennoch kommen Web und Internet nicht ohne Regeln aus. Wer schafft diese Regeln und warum? Wer hat Einfluss auf die Entstehung der Regeln, wie werden sie verfasst, angepasst und durchgesetzt? Woran kann erfolgreiche Selbstregulierung scheitern?

Im Vortrag geht es um die Entstehung der Regeln für Web und Internet. Dabei werden die verschiedenen Spielarten des Multistakeholder-Prozesses beleuchtet, seine Fairness sowie Vor- und Nachteile. Anhand von Spezifikationen wie Do-Not-Track, ODRL wird dann beschrieben, wie teilweise effektive Selbstregulierung erreicht werden kann und wie Gesetzgeber und Regulierer mit den Spezifikationen und der Standardisierung arbeiten kann, anstatt gegen sie.

Rough Consensus and Running Code

Hans Peter Dittler

Kirsten Gollatz

Bei der IETF (Internet Engineering Task Force) erfolgt die Entscheidungsfindung nach dem Prinzip von „Rough Consensus“ und „Running Code“. Vorschläge werden so lange in unterschiedlichen Varianten diskutiert, bis sich eine deutliche Mehrheit für eine Variante abzeichnet. „Rough Consensus“ bedeutet weder Einstimmigkeit noch Abstimmung nach einer festen Mehrheit – es muss lediglich so lange an den Inhalten gearbeitet werden, bis ein für die meisten akzeptables Ergebnis erzielt wird. Die Schwierigkeit liegt oft in der Entscheidung ob dies erreicht worden ist. IETF-Arbeitsgruppen verwenden gerne als Test ein Summen im Saal, das den Teilnehmern eine gewichtete Meinungsabgabe erlaubt. Um die Qualität des Konsenses zu prüfen wird bei der IETF ein öffentlicher „Last Call“ eingesetzt, bei dem jeder aufgefordert wird, etwaige Vorbehalte gegen einen Vorschlag vorzubringen. Als weitere Hürde ist im Verlauf der Standardisierung das Vorhandensein von funktionierenden Beispielimplementierungen (Running Code) vorgesehen.

Regulierung durch Standards: Härter, als es scheint!

Prof. Dr. Leonhard Dobusch

Regulierung mittels Standards wird häufig als „soft law“ bezeichnet und kommt besonders in Bereichen zum Einsatz, wo (inter-)nationale Regulierung fehlt oder schwach ausgeprägt ist. Tatsächlich sind die Anwendungsgebiete privater Regulierung via Standards so breit und vielfältig, dass Brunsson und Jacobsson bereits im Jahr 2000 ihr Buch mit „A World of Standards“ betitelten.

Sowohl im rechtswissenschaftlichen als auch im sozialwissenschaftlichen Mainstream wird die regulatorische Wirkung und Bedeutung dennoch immer noch unterschätzt. Dies ist in vielerlei Hinsicht bedauerlich: Erstens kann die Bindungswirkung auch von formal „freiwilligen“ Standards substantiell sein. Zweitens können Standards auch in Bereichen zum Einsatz kommen, wo kein Mangel an Regulierung besteht. Drittens können Standards sozialen Bewegungen neue Formen konstruktiv-performativer Mobilisierung für kritische Praxis eröffnen. An Hand von Beispielen im Bereich des Immaterialgüterreichts sollen diese drei Aspekte näher beleuchtet werden.

Internetrecht der Dinge

Dr. Simon Assion

Sven-Erik Heun

Mit der Verbreitung des „Internet der Dinge" werden nicht nur unsere Telefone „smart", sondern auch unsere Fernseher, unsere Autos, unsere Uhren, Brillen und Schuhe, unsere Strom- und Wasserzähler und sicherlich auch das ein oder andere Küchengerät. Wem „gehören" aber all diese Dinge? Eine Frage, die rechtlich nicht einfach zu beantworten ist. Einerseits sind die genannten Sachen physische Gegenstände; sie haben Eigentümer (§§ 902 ff. BGB) und Besitzer (§§ 854 BGB). Andererseits enthalten die Geräte personenbezogene Daten i.S.d. BDSG und immaterialgüterrechtlich geschützte Inhalte, z.B. nach dem UrhG oder dem PatG. Der Datenaustausch mit der Außenwelt unterfällt dem TKG. Die auf den Geräten installierte Software wird außerdem – was vertraglich mehr oder weniger genau geregelt ist – extern gesteuert; die Kontrolle hat und behält der Gerätehersteller bzw. die Anbieter der installierten Apps. Was aber, wenn es zum Interessenkonflikt kommt: Wessen Recht setzt sich durch, wer hat das Letztentscheidungsrecht darüber, was das Gerät eigentlich tun darf? Die Logik des Internetrechts trifft hier auf eines der ältesten Rechtsgebiete überhaupt: das Recht der körperlichen Gegenstände, das Sachenrecht.

Das Berliner Gedankenexperiment zur Neuordnung des Urheberrechts

Dr. Till Kreutzer

Das Urheberrecht hat in der Digitalen Welt einendramatischen Bedeutungswandel erfahren. Aus einem Recht für einen sehr kleinen, hoch spezialisierten Adressatenkreis ist ein Verhaltensrecht für die ganze Gesellschaft geworden. Der Umstand, dass das Recht bis heute weit davon entfernt ist, an diese neue Situation angepasst zu werden, führt zu massiven Problemen.

Zum einen hat sich das Nutzerverhalten mit Einzug von Digitaltechnologie und Internets in die Haushalte radikal verändert. Anders als früher ist es heute nahezu jedem Menschen möglich, urheberrechtlich geschütztes Material wie Musik, Filme oder Bilder nicht nur passiv zu konsumieren, sondern auch zu verändern und v. a. auch zu veröffentlichen und zu teilen. Massenhaft verstoßen Privatpersonen gegen Urheberrecht, werden verklagt und abgemahnt. Ähnlichen Problemen sehen sich auch institutionelle Nutzer wie z. B. Museen, Universitäten oder Bibliotheken ausgesetzt. Auch sie verstoßen ständig, häufig ohne es zu wissen, gegen Urheberrechte und setzen sich damit rechtlicher Verfolgung aus

Ähnlich drastische Veränderungen erfahren Urheber, Verwertungsindustrien und Märkte. Alte Vermarktungs- und Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr, werden durch neue ersetzt oder sterben gänzlich aus. Die Verwertungsrealität bei kreativen Gütern unterliegt dem vermutlich elementarsten Wandel seit Erfindung des Buchdrucks. Auch hierauf hat das Urheberrecht bislang kaum reagiert.

Kurzum: Das geltende Urheberrecht erfüllt seine Funktion nicht mehr, zu Lasten aller beteiligten Akteure. Um dem Abhilfe zu schaffen, reichen – dies scheint mittlerweile offensichtlich – Detailkorrekturen nicht aus. Es gilt vielmehr, Regelungsprinzipien, systematische Ansätze und Grundgedanken auf ihre Tauglichkeit für die Digitale Welt zu überprüfen, wenn nötig zu überarbeiten oder durch neue Ansätze zu ersetzen.

Im „Berliner Gedankenexperiment zur Neuordnung des Urheberrechts“ hat sich eine kleine Gruppe von Experten verschiedenster Disziplinen unter meiner Leitung dieser Aufgabe angenommen. Die Grundannahme für das Projekt lautete: Angenommen, wir leben in einer nicht allzu fernen Zukunft, in ca. 25 Jahren. Erstmals macht man sich Gedanken, wie ein Regelungsinstrument für den Schutz und die Verwendung kreativer Güter aussehen müsste. Wie müsste ein Regelwerk aussehen, das den vorhersehbaren Realitäten dieser Zeit gerecht wird und deren Anforderungen entspricht?

Im Ergebnis fordert das Berliner Gedankenexperiment zum Umdenken auf. Es enthält neue und neu gedachte alte Ansätze sowie Lösungsmodelle, mit denen sich die meisten der Probleme mit dem geltenden Urheberrecht vermeiden ließen.

Ich freue mich, diese Gedanken bei der Telemedicus Sommerkonferenz 2015 erstmals der Öffentlichkeit vorzustellen und mit den Teilnehmern zu diskutieren.

Datenschutzrecht nach dem „Big Bang"

Prof. Dr. Tina Krügel

Prof. Dr. Kai von Lewinski

Ninja Marnau

Prof. Niko Härting

Big Data und die Ubiquität informationstechnischer Systeme stellen Grundprinzipien des Datenschutzrechts in Frage. Das heißt nicht, dass wir unseren Ansatz, Privatsphäre zu schützen, schon jetzt in vorauseilendem Gehorsam vollständig aufgeben müssen. Aber doch sollten wir es wagen, über den Tellerrand zu denken: Was passiert, wenn es uns nicht gelingt, den Fluss von („personenbezogenen“) Daten irgendwie in rechtlich kontrollierbare Formen zu bringen? Wie gewährleisten wir ein „Recht auf Menschsein" – das Allgemeine Persönlichkeitsrecht – nach dem großen Knall?

Grundrechtsschutz durch Technik

Agata Królikowski

Technik erlaubt neue Eingriffsmöglichkeiten in Grundrechte, die der Staat nicht mehr kontrollieren und damit Grundrechte schützen kann (und will). Das Paradigma klassischer Grundrechte zerbricht im digitalen Raum – er ist de facto grundrechtsfrei. Stattdessen müssten die Nutzer für ihren eigenen Grundrechtsschutz selbst etwas tun. Allerdings ist dies keine Selbstverständlichkeit. Viele Nutzer können und wollen nicht grundrechtsbewusst mit digitalen Medien umgehen, weil ihnen nicht nur die technischen Kompetenzen, sondern auch das rechtliche Bewusstsein fehlen. Welche Werkzeuge sollten also Informatiker und Juristen den Nutzern an die Hand geben, damit Grundrechte im digitalen Raum geschützt werden können?

Bitte beachten Sie, dass sowohl das Programm als auch die Liste der Speaker noch nicht abschließend ist und bis zur Konferenz noch ergänzt und angepasst wird.

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Die Speaker

Simon Assion

Dr. Simon Assion

Dr. Simon Assion hat Telemedicus 2006 mitgegründet und gehört seitdem zum Kernteam. Er ist Associate in der Anwaltskanzlei Bird&Bird, zuvor war er Juristischer Referent beim MDR. Er betreut an der FH St. Pölten in Österreich einen Lehrauftrag zum Europäischen Medienrecht und hat am Hans Bredow-Institut in Hamburg zu einem Thema an der Schnittstelle zwischen Medien-, TK-, Urheber- und Kartellrecht promoviert.

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Ninja Marnau

Ninja Marnau

Ninja Marnau ist Senior Researcher am Center for IT Security, Privacy and Accountability (CISPA) in Saarbrücken. Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und anschließendem Referendariat arbeitete sie mehrere Jahre für das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) und betreute dort die Forschung zum Themenfeld Cloud Computing und Datenschutzrecht. Anschließend war sie für das World Wide Web Consortium (W3C) als Consultant für das Thema Privacy tätig und war dort u.a. verantwortlich für die Koordination der "Do Not Track" Recommendation.
Seit 2014 ist sie Senior Researcher am CISPA, wo sie an interdisziplinären Fragestellungen von Recht und IT forscht. Ihre aktuellen Veröffentlichungen befassen sich u.a. mit dem Recht auf Vergessen, Privacy-by-Design sowie IT-Sicherheit und Datenschutz im Internet der Dinge.

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Niko Härting

Prof. Niko Härting

Prof. Niko Härting studierte an der Freien Universität Berlin, 1996 gründete er HÄRTING Rechtsanwälte. Er ist u.a. Mitglied im Informationsrechtsausschuss des Deutschen Anwaltvereins, ständiger Mitarbeiter der Zeitschriften IT- und IP-Rechtsberater sowie Kommunikation&Recht, Mitglied der Schriftleitung von Computer und Recht sowie Herausgeber der Zeitschrift PinG – Privacy in Germany. Seit 2012 ist er Honorarprofessor an der Hochschule für Wirtschaft und Recht, an der er – neben der Freien Universität - ebenfalls seit 1991 Lehrbeauftragter ist. Er ist Autor zahlreicher Publikationen (u.a. Internetrecht, Verlag Dr. Otto Schmidt, 5. Auflage 2014).

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Hans Peter Dittler

Hans Peter Dittler

Hans Peter Dittler ist seit 1997 geschäftsführender Eigentümer der BRAINTEC Netzwerk-Consulting GmbH in Karlsruhe mit den Schwerpunkten Technik und Sicherheit im Internet. Zuvor war er nach seinem Studienabschluss als Diplom-Informatiker als technischer Leiter einer Firma für die Entwicklung von Kommunikationsprodukten im Netzwerkumfeld tätig. Als Berater ist er seit 1992 in der Standardisierung von Internet-Protokollen bei der IETF (Internet Engineering Task Force) aktiv. Seit 2014 ist er Mitglied des Board of Trustees der Internet Society, deren lokalem Chapter ISOC.DE er seit 1997 als Vorstandsmitglied angehört.

Leonhard Dobusch

Prof. Dr. Leonhard Dobusch

Leonhard Dobusch forscht als Juniorprofessor am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der FU Berlin u.a. zum Management digitaler Gemeinschaften und transnationaler Urheberrechtsregulierung. Nach Abschlüssen in Wirtschaftswissenschaft (2003) und Rechtswissenschaft (2004) an der Universität Linz promovierte er 2008 im DFG-Graduiertenkolleg „Pfade organisatorischer Prozesse“ an der FU Berlin und war danach als Postdoc am MPI für Gesellschaftsforschung und an der FU Berlin tätig. Gemeinsam mit anderen betreibt er das Forschungsblog governanceacross borders und bloggt bei netzpolitik.org.

(Foto: Dominik Landwehr)

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Kirsten Gollatz

Kirsten Gollatz

Kirsten Gollatz ist Projektleiterin am Alexander von Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft, wo sie im Forschungsbereich Internet Policy und Governance arbeitet. Sie forscht hier mit einem Schwerpunkt zu den Bedingungen für die Ausübung von Meinungsfreiheit im Internet, zur Bedeutung transnationaler Governance Arrangements, sowie zur Online Partizipation. Seit 2014  schreibt sie ihre Doktorarbeit an der Universität Zürich. Darin untersucht sie die Entstehung und den Wandel einer privaten transnationalen Governance für die Regelung von Nutzerinhalten auf sozialen online Plattformen.

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Sven-Erik Heun

Sven-Erik Heun

Sven-Erik Heun ist Partner bei Bird&Bird Rechtsanwälte in Frankfurt. Er ist Leiter der deutschen Sektorgruppe Telekommunikation und seit 2015 Head of Country der Kanzlei in Deutschland. Sein besonderer Beratungsfokus gilt physischen und rechtlichen Ressourcen (wie Versorgungsinfrastrukturen, Wegerechte und Frequenzen), Konvergenz-Produkten (wie Cloud Computing, M2M, Smart Grid/Metering, Internet der Dinge), Outsourcing- und Plattform-Projekten sowie regulatorischen und datenschutzrechtlichen Compliance-Fragen, jeweils oft in Verbindung mit der Steuerung von multi-jurisdiktionalen Projekten.

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Till Kreutzer

Dr. Till Kreutzer

Dr. Till Kreutzer (geb. 1971) ist Rechtsanwalt, Publizist und Rechtswissenschaftler. Er ist Gründungsmitglied und Redaktionsleiter von iRights.info. Er ist Partner des Think Tanks iRights.Lab und der Rechtsanwaltskanzlei iRights.Law. Till Kreutzer ist „ad personam“ Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission und assoziiertes Mitglied des Forschungsbereichs Medien- und Telekommunikationsrecht am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg sowie Mitglied des "Instituts für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software“(ifrOSS). Seine Promotion hat er über das Thema: „Das deutsche Urheberrecht und Regelungsalternativen“ verfasst.

(Foto: Jana Pofalla)

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Agata Królikowski

Agata Królikowski

Agata Królikowski hat an der Humboldt-Universitätzu Berlin Jura und Informatik studiert. Sie promoviert an der Universität Bayreuth zum Thema Digitale Grundrechte und ihrer technischen Umsetzbarkeit. Unter anderem war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Innovations-Inkubator der Leuphana Universität Lüneburg in den Projekten Hybrid Publishing und Grundversorgung 2.0 tätig. Sie ist Präsidiumsmitglied und Mitglied des erweiterten Vorstands der Gesellschaft für Informatik e.V. sowie Sprecherin der Fachgruppe Internet und Gesellschaft.

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Tina Krügel

Prof. Dr. Tina Krügel

RAin Prof. Dr. Tina Krügel, LL.M. ist Rechtsanwältin für IT-Recht, Gesellschafterin der Firma lexICT UG, die sich auf die Stellung des externen Datenschutzbeauftragten spezialisiert hat, und seit April 2014 Juniorprofessorin für Informationsrecht, insbesondere Datenschutzrecht am Institut für Rechtsinformatik der Leibniz Universität Hannover. Sie hat den letzten Jahren an zahlreichen europäischen Forschungsprojekten mitgewirkt und viele Fachbeiträge insbesondere im Bereich des Datenschutzrechts veröffentlicht.

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Daniel Schätzle

Daniel Schätzle

Daniel Schätzle hat in Berlin und London Rechtswissenschaften studiert. Er ist Rechtsanwalt und Partner bei HÄRTING Rechtsanwälte in Berlin. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Internet, Software und Datenschutz. Er ist ständiger Mitarbeiter der Fachzeitschrift PinG – Privacy in Germany und dort insbesondere für den Blog und Smart Mobility-Themen zuständig. Seit diesem Jahr ist er Forensprecher beim SIBB für das Forum Law, Tax & Compliance.

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Thomas Söbbing

Dr. Thomas Söbbing

Dr. Söbbing ist Fachleiter Recht / Chief Legal Specialist beim Marktführer Deutsche Leasing. Zuvor war er in leitenden und beratenden Positionen bei Siemens, KPMG und IBM tätig und hat dabei mit über 300 Unternehmen aus EU (¾ DAX), USA und Asien Verhandlungen geführt sowie den größten Vertrag (€ 7,8 Mrd.) der Siemens AG betreut. Daneben ist er Hochschul-Dozent a.d. GGS und Autor von fast 200 Veröffentlichungen (inkl. dem Handbuch IT-Outsourcing). Er war Mitarbeiter von Prof. Hoeren und hat Programme in Harvard, Oxford, Cambridge, Shanghai und St. Gallen absolviert.

Kai von Lewinski

Prof. Dr. Kai von Lewinski

Kai von Lewinski ist seit 2014 Professor für Öffentliches Recht, Medien und Informationsrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Passau. Zuvor war er Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Datenschutz, Lehrstuhlvertreter an verschiedenen Universitäten und vor seiner Rückkehr an die Universität Rechtsanwalt in einer internationalen Wirtschaftskanzlei. Kai von Lewinski arbeitet v.a. zum Datenschutzrecht, der Konvergenz der Medien und der Dogmatik des Informationsrechts.

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Rigo Wenning

Rigo Wenning

I studied Law at the University of Saarland (Germany) and Nancy II (France) and passed the first german law state examination 1992 in Saarbrücken. Subsequently, in german law studies, there is an extensive internship that Iaccomplished from 1992 - 1995. During this time, I was also a research assistant to the chair of french civil law of Prof. Dr. Claude Witz mainly focusing on International Civil Law, French Law and with a certain interest for Droitlocal, a mixture of french and old german law in the departements of Alsace and Moselle. In parallel, I was working with the Law Web Saarbrücken, one of the very early law related portals. I'm still involved in this project. This forced me into the legal issues of the Internet which turned into the center of my interest. After the second state examination, I moved on to the Institute for penal law and worked on arbitration, mediation and data protection. Beginning of 1997 I moved on to the Institute of Law and Informatics thus combining my education on international law with the international legal issues of the Internet. One of the last projects I was involved with for the Institute of Computing and Law was the web site of Germany's Federal Constitutional Court. I joined W3C in 1999 with a focus on Privacy, Security and European governmental affairs. While the initial work was mostly technical, my law background became more and more useful to the Consortium over time. In 2006 I became W3C's staff counsel and in 2007 the Legal counsel.

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Die Location

Hertie School of Governance
Quartier 110
Friedrichstraße 180
10117 Berlin
Foto: (cc) Zugzwang1972

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