Telemedicus

Monatliche Archive

Greve/Schärdel zu Bewertungsportalen im Internet

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Eine lesenswerte Zusammenfassung der bisherigen rechtlichen Auseinandersetzungen um Bewertungsportale im Internet findet sich in der MMR 10/2008, S. 644 ff. Holger Greve und Florian Schärdel setzen sich dabei nicht nur mit den verschiedenen Auseinandersetzungen um „Meinprof“ und „Spickmich“ auseinander, sondern beziehen auch Stellung. Dabei kommen Punkte zu Sprache, die (auch auf Telemedicus) schon diskutiert wurden, andere Aspekte werden aber erst aufgeworfen oder neu beleuchtet. Artikel vollständig lesen

Datenschutz und Verbrechen

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Wenn Überwachung Leben retten kann und Verbrechen verhindern – ist dann nicht jede Überwachung gut und notwendig? Wenn Überwachung Leben hätte retten und Verbrechen hätte verhindern können – sind dann die, die die Überwachung verhindert haben, für die Verbrechen verantwortlich?

Patrick Breyer, profiliertes Mitglied im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und Richter, stellt sich der Frage.

Es ist ungerecht, ja. Dass einige zerstört, was andere brauchen. Wir sind egoistisch. Wir sind auf unser eigenes Glück bedacht. Wir nehmen das Unglück von Mitmenschen in Kauf, um unsere eigenen Chancen zu erhalten. Vielleicht können wir uns sogar von Natur aus nur glücklich fühlen, wenn wir Unglückliche sehen. Ob es besser wäre, wenn wir gemeinsam versuchen würden, Glück abzusichern, zuzuteilen, zu verwalten? Meinst du, das hätte dich glücklich gemacht? Deine Kinder? Ist nicht nur das selbst gefundene Glück ein wirkliches?

Patrick Breyer mit einem hoch persönlichen Brief an ein fiktives Opfer. Artikel vollständig lesen

Wochenrückblick: Vorratsdaten, BKA, Jugendpornographie

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+++ Bundesverfassungsgericht entscheidet erneut über Vorratsdatenspeicherung

+++ Bundesregierung beschließt BKA-Gesetz und erntet Kritik

+++ Änderung des Strafgesetzbuchs zur „Jugendpornographie“ in Kraft getreten

+++ EU-Kommission legt Kompromissentwurf für das Telekom-Paket vor

+++ Neue Wikipedia-Lizenz ist kompatibel zu Creative Commons

+++ EU-Kommission veröffentlicht Entwurf zur Änderung der Rundfunkmitteilung Artikel vollständig lesen

Video: The Video Republic

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Der Rundfunk ist „Medium und Faktor der öffentlichen Meinungsbildung“, die Freiheit der Presse ist „schlechthin konstituierend für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung“. Diese beiden Leitsätze betreffs die verfassungsrechtliche Rolle der Medien hat das Bundesverfassungsgericht so oft verwendet, dass Juristen sie heute wie Mantras zitieren. Aber in welchem Umfang trifft diese Aussage eigentlich noch zu? Ist nicht in der Zwischenzeit ein ganz anderes Medium dabei, „schlechthin konstituierend“ für unsere Staatsordnung zu werden? Und welche rechtlichen Folgen ergeben sich daraus?

Das Video „The Video Republic“ bringt dieses Problem gekonnt auf den Punkt. Artikel vollständig lesen

BVerfG: Erneuter Schlag gegen Vorratsdatenspeicherung

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In einem heute veröffentlichten Beschluss (1 BvR 256/08) vom 28. Oktober hat der 1. Senat des BVerfG die Vorratsdatenspeicherung erneut eingeschränkt: Zum einen hat es seine einstweilige Anordnung vom 11. März 2008 verlängert: Auch in den nächsten 6 Monaten dürfen Strafverfolgungsbehörden nur unter eingeschränkten Bedingungen auf die gespeicherten Daten zugreifen. Darüber hinaus haben die Karlsruher Richter weitere Vorraussetzungen für derartige Zugriffe normiert. Sie sind voerst nur noch in besonders schweren Fällen erlaubt. Der einstweiligen Anordnung gegen die Vorratsdatenspeicherung wurde so zum Teil stattgegeben; den Antrag hatten die Bevollmächtigten der sog. „Massen-Verfassungsbeschwerde“ gestellt. Artikel vollständig lesen

Alternativentwurf TMG: Mailingliste

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Weil die Kommunikation über das Wiki etwas kompliziert ist, habe ich zum Projekt „Alternativentwurf TMG“ eine Mailingliste eingerichtet. Wer interessiert ist und/oder mitarbeiten möchte, sollte sich dort registrieren.

Zur Mailingliste. Artikel vollständig lesen

J!Cast: Rundfunkrecht und Europa

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Der aktuelle J!Cast richtet sich erneut an Rundfunkrecht-Interessierte. Während sich der letzte J!Cast rund um den neuen Rundfunkstaatsvertrag drehte, geht es nun vor allem um die europarechtlichen Hintergründe des Rundfunkrechts: Wie wird die Rundfunkgebühr aus europarechtlicher Sicht betrachtet? Handelt es sich bei ihr um eine unzulässige Beihilfe? Was passierte im Beihilfe-Verfahren vor der Europäischen Kommission? Und welche Rolle spielt dabei der neue Rundfunkstaatsvertrag? Kann er die europarechtlichen Vorgaben erfüllen?
Diese und weitere Fragen beantwortet dradio-Justiziar Dr. Markus Höppener im Gespräch mit Laura Dierking.

Zum J!Cast Nr. 69 „Europa und der deutsche Rundfunk“. Artikel vollständig lesen

User-generated law: Alternativentwurf zum Telemediengesetz

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Das aktuelle Telemediengesetz ist mangelhaft. Darüber sind sich selbst die Juristen größtenteils einig. Die wichtigsten Streitpunkte sind nach wie vor ungelöst, viele Regelungen, die dringend nötig wären, haben es gar nicht erst ins Gesetz geschafft. Dem Gesetzgeber hat vor allem eines gefehlt: Der Blick für die Praxis.

Deshalb wagen wir ein Experiment: Wir möchten versuchen, aus der Erfahrung und Kompetenz der Netzgemeinde einen alternativen Entwurf für ein Telemediengesetz auf die Beine zu stellen. Unser Ziel ist ein Gesetzesentwurf, der nicht nur für die Praxis, sondern von der Praxis gemacht wurde – von den Leuten, die das Gesetz betrifft. Denn wer kann besser beurteilen, welche Regelungen im Netz gebraucht werden, als die Betreiber von Online-Shops, Webmaster, Blogger und Nutzer selbst?

Natürlich kommt ein Gesetzesentwurf auch nicht ohne die Mithilfe von Juristen aus. Doch auch hier sind wir der Meinung: Ein Anwalt, der die Probleme seiner Mandaten aus der täglichen Arbeit kennt, ist nahezu prädestiniert dafür, an einem praxistauglichen Gesetzesentwurf mitzuarbeiten. Das selbe gilt natürlich auch für andere Fachjuristen, die im Bereich des Internet- und Medienrechts zu Hause sind.

Wir wissen nicht, ob dieses Experiment funktioniert. Und auch ob ein solcher Entwurf jemals an entscheidenden Stellen zur Kenntnis genommen wird, können wir nicht abschätzen. Doch je mehr Menschen sich beteiligen, desto höher sind die Chancen. Und wir glauben, dass es in jedem Fall einen Versuch wert ist.

Wenn Sie Interesse haben, sich an diesem Experiment zu beteiligen, laden wir Sie herzlich ein, Ihre Ideen und Vorschläge im Wiki für das Projekt „Alternativentwurf TMG“ loszuwerden. Wir suchen auch Freiwillige, die sich gerne mit Wiki-Software beschäftigen oder anderweitig Lust haben, sich an dem Projekt zu beteiligen. Jede Hilfe ist willkommen.

Zum Wiki „Alternativentwurf TMG“. Artikel vollständig lesen

OLG Hamburg: Trennung von „eigenen“ und „fremden“ Inhalten

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Auf Web2.0 hat Carsten Ulbricht eine interessante Entscheidung des OLG Hamburg besprochen (Az. 5 U 165/06 – Chefkoch). Interessant vor allem deshalb, weil sich hier eine Rechtsprechungsänderung andeutet: Das OLG Hamburg setzt den Trend fort, auch bei „user generated content“ eine Haftung für eigene Inhalte nach § 7 Abs. 1 TMG anzunehmen.

Das wirkt, angesichts der an sich deutlichen Haftungsprivilegierung für Host-Provider aus § 10 Abs. 1 TMG, auf den ersten Blick absonderlich. Ruft man sich aber die Entstehungsgeschichte von § 10 TMG in Erinnerung, wirkt die Entscheidung längst nicht mehr so überraschend: Das Haftungsprivileg, das sich bereits im TMG-Vorgänger TDG fand, entstand zu einer Zeit, in der „eigene“ und „fremde“ Inhalte deutlich voneinander angrenzbar waren. In der Zeit von Web2.0 vermischen sich diese Typen von Inhalten jedoch zusehends; die rechtliche Trennung von „eigenen“ und „fremden“ Inhalten wirkt vor diesem Hintergrund oft künstlich und unangebracht.

Das OLG Hamburg hatte nun einen Fall zu entscheiden, in denen der (vermeintliche) Host-Provider die fremden Informationen sogar mit seinem Logo versehen hatte und sich von den Usern auch die kompletten Rechte hatte einräumen lassen. Dies reichte dem OLG, um den „user generated content“ als eigenen Inhalt i.S.d. § 7 TMG einzuordnen.

Die lesenswerte Urteilsbesprechung bei Web2.0&Recht. Artikel vollständig lesen

Wochenrückblick: Rapidshare, Handy-TV, Markenverordnung

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+++ Rapidshare weiterhin ohne strenge Prüfung von Uploads

+++ Mobile 3.0 gibt DVB-H-Lizenzen zurück – Weg frei für Regelbetrieb von Handy-TV

+++ Bundesverwaltungsgericht: Telekom muss weiter Zugang zu Call-by-Call-Anbietern zulassen

+++ Reaktionen auf ersten Gesetzesentwurf zur Novellierung des BDSG

+++ BGH hebt Löschung der Marke „POST“ vorerst auf

+++ OVG Lüneburg: RTL-Berichterstattung hat Menschenwürde verletzt

+++ OLG Köln: Keine Bagatellgrenze bei Tauschbörsennutzung

+++“Bully“ Herbig scheitert mit Klage gegen Computerspiel

+++ Änderungen der Markenverordnung in Kraft Artikel vollständig lesen