Urteile zu Mouse-Over-funktion

LG München: Anforderungen an Namensnennung bei Creative-Common-Lizenz

1. Sofern eine Creative-Commons-Lizenz die Namensnennung des Urhebers fordert, genügt es nicht, diesen lediglich durch Mouse-Over-Funktion anzugeben.

2. Eine wirksame Urheberbenennung setzt nach Sinn und Zweck voraus, dass die Angaben stets und unmittelbar mit dem entsprechenden Werk wahrnehmbar sind. Bei der Mouse-Over-Funktion hängt es jedoch vom Zufall und Endgerät ab, ob der Nutzer mit seiner Maus über das entsprechende Bild fährt. Vor allem bei mobilen Endgeräten, die nicht über einen Mauszeiger verfügen, ist die Voraussetzung keinesfalls erfüllt.

3. Dies gilt auch, wenn die Creative-Commons-Lizenz keine konkreten Vorgaben zur Namensnennung macht, sondern ergibt sich aus Sinn und Zweck der Lizenz, die sonst nicht "zum Tragen" kommt.