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Wochenrückblick: Asylbewerber, Blogs, Berufsgeheimnis

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+++ Asylbewerber mit unklarer Identität: Einsicht in Handys und Notebooks +++ VGH Bayern: Blogs können journalistisch-redaktionelle Angebote sein +++ Gesetzentwurf: Auslagerung von IT-Diensten bei Berufsgeheimnisträgern +++ Initiative kritisiert Entwurf zum Wissenschaftsurheberrecht +++ Volltext: KG zur Störerhaftung von Freifunkern +++ LG Bielefeld zur Schutzfähigkeit von Tweets bei Alltagssprache +++ VDS: Gutachten aus Bundestag im Volltext verfügbar Artikel vollständig lesen

Stairway to Heaven: Plagiat oder freie Akkordabfolge?

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Auf iRights.info gehe ich der Frage nach, ob Stairway to Heaven ein Plagiat des Akkordriffs des Songs Taurus der US-Band Spirit ist. In der Tendenz verneine ich diese Frage:

  1. Das Taurus-Riff ist wohl kein Werk nach § 2 Abs. 2 UrhG: Das Gitarrenriff erreicht (in den mit Stairway übereinstimmenden Teilen) mangels individueller Komposition keine Schöpfungshöhe. Es handelt sich um eine Standard-Akkordabfolge, typisch im Latin-Bereich.
  2. Keine Bearbeitung bei unterstellter Werkqualität: Die Eigenart des Taurus-Riffs ist gering; das Stairway-Riff enthält etwa eine eigenständige Melodie im oberen Akkordvoicing – und entfernt sich schon deshalb als nachgeschaffenes Werk weit genug vom Ausgangsriff. Das entspricht der Formel, die den Grenzbereich zwischen Bearbeitung und freier Benutzung definiert: Je weniger individuell die Komposition, desto eher darf sich ein nachgeschaffenes Werk daran anlehnen.
  3. Die überbordende Monopolisierung einfacher Harmonien, Stilmittel und gefühlter Ähnlichkeiten ist eine bedenkliche Entwicklung. Das zeigt der Fall Blurred Lines/Got to give it up aus den USA, bei dem die Geschworenen die Unterscheidung zwischen Hommage und Plagiat verkannt haben.
  4. Standardharmonien sind freies Musikvokabular. Übereinstimmungen im Popbereich, herausgearbeitet etwa bei 4-Chord-Songs, sind eine musikalische Binsenweisheit.
Der Beitrag stellt Übereinstimmungen und Unterschiede der Riffs auch anhand von Musiknoten dar. Zum Beitrag bei iRights.info. Artikel vollständig lesen

Geburtstagszug reloaded: Produktdesign und das Urheberrecht

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Auch hinter dem Design von Spielzeug, Möbeln und sonstigen Gebrauchsgegenständen steckt ein kreativer Prozess. Urheberrechtlich hatte das Produktdesign bisher aber einen Sonderstatus. Schwer fällt in diesem Bereich die Abgrenzung zur reinen Gebrauchsästhetik – die keinen urheberrechtlichen Schutz genießt. Im letzten Jahr hat der BGH in seiner „Geburtstagszugs”-Entscheidung die Anforderungen für den urheberrechtlichen Schutz von Design gesenkt – und damit einen dogmatischen Wandel vollzogen. Das OLG Schleswig hat die neue Rechtsprechung des BGH kürzlich umgesetzt. Artikel vollständig lesen

Wochenrückblick: Schöpfungshöhe, IFG, DE-CIX

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+++ Geburtstagszug - BGH entscheidet zur Schöpfungshöhe bei angewandter Kunst +++ USA: Autorenvereinigung unterliegt im Streit um Google Books +++ OVG Berlin: UFO- und Guttenbergakten sind parlamentarische Tätigkeit +++ „Größter Datenskandal der Nachkriegszeit”: Einstweilige Verfügung gegen Thilo Weichert +++ Folgen des Überwachungsskandals: DE-CIX stellt sich gegen Schengen-Cloud und Kontrolle Artikel vollständig lesen

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