Das Recht der digitalen Welt

Zwischen Algorithmen, autonomen Systemen und Disruption

Am 1. und 2. Juli 2017 in Berlin

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Über die Sommerkonferenz

Die Telemedicus Sommerkonferenz in Berlin findet im Jahr 2017 zum vierten Mal statt. Nach drei sehr erfolgreichen Konferenzen mit den Titeln “Überwachung und Recht”, “Zwei Schritte vorwärts: Die Zukunft des Internetrechts” und „die Macht der Plattformen“ lautet der Titel dieses Jahr “Das Recht der digitalen Welt: Zwischen Algorithmen, autonomen Systemen und Disruption”. Das Thema ist bewusst breit und offen angelegt und wird in den kommenden Wochen noch weiter verfeinert. Unser oberstes Ziel ist eine spannende vierte Sommerkonferenz im Telemedicus Spirit, d.h., dass wir inhaltsreiche Vorträge mit spannenden Debatten verknüpfen und viele Gelegenheiten zum Netzwerken geben werden.

Mitveranstalter

Der Bayreuther Arbeitskreis für Informationstechnologie – Neue Medien – Recht e.V. (AKIT) führt Wissenschaftler und Praktikern aus den Disziplinen Informationstechnologie, Recht, Ökonomie und Verwaltung zusammen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Informationen über rechtliche und technische Aspekte der Informationstechnologie zu sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Sponsoren

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Partner

Das Internet & Gesellschaft Collaboratory ist die unabhängige Plattform in Deutschland für Fragestellungen des digitalen Wandels.

Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft erforscht die dynamische Beziehung von Internet und Gesellschaft aus verschiedenen disziplinären und interdisziplinären Perspektiven.

Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Die Humboldt Law Clinic Internetrecht (HLCI) ermöglicht Studierenden, schon während ihres Universitätsstudiums aktiv an der Betreuung echter Fälle und Projekte im Bereich des Internetrechts mitzuwirken.

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Die Themen

Keynote: Innovation und Wettbewerb

Prof. Dr. Justus Haucap


Autonome Systeme - Überlegungen zur Forderung nach einer "Roboterhaftung"

Dr. Vanessa Kluge

Anne-Kathrin Müller

Mit der technisch einsetzenden sog. 4. Industriellen Revolution wird auch die Vermutung geäußert, in Zukunft würden teil‑/vollautonome Systeme bzw. Roboter, die sozialintelligent und lernfähig sind, verschiedene Handlungen des Menschen über­nehmen.

Prominentestes Beispiel für ein autonomes System ist derzeit das hochautomatisierte Fahrzeug. Diskutiert wird ebenso die Einführung von Robotern, die Serviceaufgaben übernehmen sollen. Durch den Einsatz autonomer Systeme stehen daher Haftungsfragen im Vertrags- und Deliktsrecht an. Exemplarisch hat jüngst der Unfall eines teilautonom fahrenden Teslas gezeigt, dass es schwierig, wenn nicht gar unmöglich sein wird, alle Gegebenheiten bei der Werksprogrammierung zu berücksichtigen.

Um den sich aufdrängenden Haftungsfragen beizukommen, werden aktuell verschiedene Ansätze diskutiert und Analogien zur juristischen Person sowie zur Noxalhaftung angedacht. Auch die Überlegung, ob eine neuartige „Roboterhaftung“ notwendig ist, wird aufgeworfen. Ziel des Beitrags ist es, die hier nachstehend als „Verhaltensmodell“, „Zurechnungsmodell“ bzw. „Modell dere-person“ bezeichneten Ansätze zu analysieren und auf ihre Plausibilität im System der bestehenden nationalen Haftungssysteme hin zu überprüfen.

Künstliche Intelligenz: Autonomie, Vertrag, Haftung

Fritz Pieper, LL.M.

Das Internet der Dinge, Industrie 4.0 oder Connected Cars – die meisten „Trends“ der vielbeschworenen Digitalisierung würden nicht funktionieren ohne eines: Vernetzung. Tritt ein gewisser Grad an Autonomie hinzu, der Systeme „smart“ macht, verbinden sich zwei Komponenten, die auf lange Sicht einen Paradigmenwechsel in der technologischen Entwicklung bedeuten können: Geräte treffen untereinander intelligente Entscheidungen, von jedem menschlichen Einfluss losgelöst.

Die damit verbundenen rechtlichen Fragen sind vielfältig. Wenn Maschinen interagieren, können sie rechtserhebliche Erklärungen abgeben oder schädigende Handlungen verursachen. Vielfach wird in diesem Zusammenhang mit einer Zurechnungskette zu einer natürlichen oder juristischen Person argumentiert. Doch schaut man in die nicht allzu ferne Zukunft und berücksichtigt fortgeschrittene Autonomiegrade und eine zunehmende Lernfähigkeit, könnte dieses Dogma ins Wanken geraten.

Der Beitrag untersucht, wie aktuelle technische Erkenntnisse rechtliche Lösungsmöglichkeiten künftig beeinflussen könnten.

Robo Advice: Automatisierte Investitionsentscheidungen im Finanzwesen

Dr. Dimitrios Linardatos

Wird der Anlageberater bald durch einen Roboter ersetzt? Der von FinTechs angebotene „Robo Advice“ suggeriert genau das und soll jedem Privatanleger eine Investition vom heimischen Rechner aus ermöglichen – natürlich mittels einer Anlagestrategie, die auf einer „persönlichen Risikoeinschätzung“ beruht.

Der Anleger glaubt infolge dessen beraten worden zu sein und geht davon aus, der „Roboter“ hafte nach den zu Beratungsverträgen geltenden Grundsätzen. Der Betreiber wird hingegen darauf verweisen, nur die Entscheidungsfindung erleichtert und im Gegensatz zum Anlageberater keine bestimmte Investition empfohlen zu haben. Die Robo Advisor wollen sich selbst als Vermittler oder Vermögensverwalter verstanden sehen, weil sie dann geringeren Aufklärungspflichten unterliegen, die nicht nur reduzierte Haftungsrisiken nach sich ziehen, sondern ihr kostengünstiges Angebot aufgrund des geringeren Aufwandes erst ermöglichen.

Der Vortrag soll an diesem Interessenkonflikt ansetzen, durch die haftungsrechtlichen Fragen führen und diskussionswürdige Lösungsansätze aufzeigen. Wird eine Beratungsleistung erbracht? Wer ist für etwaige Fehlkalkulationen verantwortlich? Der Betreiber oder derjenige, der den dahinterstehenden Algorithmus geschrieben hat? Welche Informationspflichten bestehen? Dabei wird zu sehen sein, dass die bestehenden Haftungsrisiken höher sind als sie bisher eingeschätzt werden.

Blockchain – gesellschaftliche und rechtliche Betrachtungen

Jörn Erbguth

Bitcoin und hunderte weitere autonome Kryptowährungen bedrohen Geschäftsfelder der Banken. Dahinter steckt die neue Technologie Blockchain. Ein Gründungsboom von Fintech-Startups verspricht damit die Finanzindustrie zu revolutionieren. Doch die Blockchain hat auch in anderen Bereichen das Potential Intermediäre überflüssig zu machen. Verträge können direkt über „Smart Contracts“ auf der Blockchain abgewickelt werden. So kann z.B. Energie unmittelbar zwischen Erzeugern und Verbrauchern gehandelt werden. Container, Kunst und Dokumente lassen sich über die Blockchain nachverfolgen. Grundbücher werden auf der Blockchain geführt. Ganze virtuelle Staaten existieren nur auf der Blockchain.

Diese Wunder versprechende Technologie wurde von Kryptoanarchisten entwickelt, die ein System bauen wollten, welches von außen unangreifbar ist und selbst nur den transparenten, im Programmcode festgelegten Regeln folgt. Etwas, was einmal auf eine Blockchain geschrieben wurde, lässt sich nicht mehr löschen oder rückgängig machen. Doch wie verträgt sich diese technisch abgesicherte Autonomie mit dem Recht? Was ist, wenn Daten z.B. nach Art. 17 DSGVO gelöscht werden müssen? Lässt sich ein regulatorischer Anspruch der Gesellschaft umsetzen?

Innovation und Wettbewerbsrecht

Sebastian Telle

Mit voranschreitender Digitalisierung treten immer wieder neue Geschäftsmodelle in immer kürzerer Folge auf, ergänzen teilweise bisherige Geschäftsmodelle oder lösen diese ab. Innovationszyklen werden immer kürzer. Viele Unternehmen gehen neue Entwicklungen mit, passen sich an oder führen sogar ihrerseits neue Ideen ein. Andere Unternehmen wiederum versuchen ihre etablierten Geschäftsmodelle bei ihrem Auftritt im Wettbewerb abzusichern.

Wie aber verträgt sich dies mit geltenden kartellrechtlichen Vorschriften? Gibt es möglicherweise sogar einen „Zwang zur Innovation“ oder muss man sich vor Innovationen schützen können dürfen? Darf ein Plattformbetreiber sich Innovationen vorbehalten?

Der Vortrag soll die Zusammenhänge zwischen Innovation und Kartellrecht darstellen. Steht auf der einen Seite die unternehmerische Handlungsfreiheit, kann diese durch geltende wettbewerbsrechtliche Vorschriften eingeschränkt werden. Auch neuere gesetzgeberische Ansätze sollen diskutiert werden, zum Beispiel Innovationsdruck als Kriterium für die Bewertung von Marktmacht oder Zugangsregelungen.

Pricing Algorithm - Marktwirtschaftliche Prinzipien in Zeiten von Big Data oder kartellrechtliche Absprache?

Alexander Pustal

Unternehmen haben im Rahmen der Vertiebskette ein ausgesprochenes Interesse daran, die Preise zu Lasten des Endabnehmers möglichst hoch zu halten. Im Bereich der Bindung von Händlern durch Hersteller gibt es im Kartellrecht zahlreiche Probleme, die umfassend diskutiert werden und wurden. Insbesondere die Vertikal-GVO befasst sich schon mit der Preisfestsetzung, allerdings in „analoger“ Weise, d. h. durch Vorgabe des Herstellers.

Unter Berücksichtigung dieses Umstandes ist die Eröffnung einer Untersuchung der Konsumelektronikhersteller durch die Europäische Kommission (KOM) besonders interessant. In ihrer Pressemitteilung vom 2. Februar 2017 gibt die KOM an, dass die Vorgabe von Preisen in Verbindung mit der Verwendung von „pricing software“ zu kartellrechtlichen Bedenken führt. Die automatische Anpassung des Preises kann zu einer Abschwächung des Wettbewerbs führen und sich somit nachteilig auf den Endabnehmer auswirken. Die Absprache von Preisen fällt grundsätzlich unter das Kartellverbot von Art. 101 AEUV bzw. § 1 GWB. Interessante Fragen werden jedoch dabei aufgeworfen, wie die automatische Preisanpassung kartellrechtlich zu bewerten ist. Auch die indiviuelle Preisfestsetzung aufgrund von verschiedenen Nutzerdaten z. B. in Cookies wirft in diesem Zusammenhang möglicherweise rechtliche Fragen auf.

In der jüngeren Vergangenheit haben neu entwickelte Geschäftsmodelle die bestehenden Gesetze vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. Im Bereich des Kartellrechts haben hierbei besonders das Marktmissbrauchsverfahren gegen Google vor der Europäischen Kommission, der Zusammenschluss von Facebook und Whatsapp ohne Prüfung durch die Kartellbehörden, die Prüfung der sog. Bestpreisklauseln bei Hotelbuchungsportalen und das Verkaufsverbot auf Internetplattformen einen respektablen medialen Bekanntheitsgraderreicht.

Persönlichkeitsverletzungen und hate speech in sozialen Netzwerken

Prof. Dr. Hubertus Gersdorf

Die modernen Kommunikationsmittel prägen die Besonderheiten der aktuellen Debatte um „hate speech“. In sozialen Netzwerken können die Nutzer öffentlich und breitenwirksam miteinander kommunizieren – gewollt oder unbewusst. Pseudonymität und die Möglichkeit des schnellen Postens haben in der öffentlichen Wahrnehmung zu einer geringen Hemmschwelle für Rechtsverletzungen geführt – so manche sind schon „mausgerutscht“. Wo liegen die Grenzen für Kritik und Protest und was ist vor dem Hintergrund von Art. 5 GG überhaupt unter dem schwammigen Begriff „hate speech“ zu verstehen? Besteht ein Mangel an Rechtsempfinden in der Bevölkerung oder haben wir es mit einem Problem mangelnder Medienkompetenz zu tun?

Persönlichkeitsrechtsverletzungen hat es auch schon in der Zeit vor dem Internet gegeben. In der aktuellen Debatte stellt sich vor allem die Frage, wer über Meinungsäußerung, Hatespeech oder eventuell beides entscheidet – und Äußerungen löscht. Welche Verantwortlichkeit haben Netzwerkbetreiber oder sollten ihnen auferlegt werden? Einen aktuellenAnsatz hat der Gesetzgeber geliefert. Im Gesetzesentwurf des BMJV soll die Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken gesichert werden. Wie geht der Gesetzgeber mit den genannten Problemen um und wie wird er seinerseits wiederum kritisiert? Liegt ein Ausweg möglicherweise in der Kompetenz der Landesmedienanstalten zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit von Kommunikationsinhalten?

@KIT-Panel zum Netzwerk-Durchsetzungsgesetz (NetzDG)

Thorsten Feldmann, LL.M.

Dr. Guido Brinkel

Prof. Niko Härting

Am Tag vor der Sommerkonferenz wird der Deutsche Bundestag über das NetzDG abstimmen. Am 28. Juni läuft zudem die Notifikationsfrist ab. Wie geht es dann weiter mit dem NetzDG?

Handelt es sich bei dem jetzigen Gesetzesentwurf um einen zukünftigen Exportschlager Deutschlands für die Legislative der Europäischen Union? So vermutete es der Justizminister. Oder wird die derzeit breite Front der Kritiker aus Wirtschaft und Gesellschaft Recht behalten: Bedroht das NetzDG die Meinungsfreiheit?

Darüber wollen wir mit Thorsten Feldmann und Guido Brinkel diskutieren – moderiert von Niko Härting.

Präsentiert wird das Panel vom Mitveranstalter der Sommerkonferenz 2017, dem Bayreuther Arbeitskreis für Informationstechnologie – Neue Medien – Recht e.V. (AKIT).

AlgorithmWatch: Rechtsschutz vor Algorithmen?

Algorithm Watch

Wir stellen die Frage, wie eine Gesellschaft mit automatisierten, auf Algorithmen basierten Entscheidungen umgehen soll. Inwieweit entscheiden Algorithmen überhaupt für uns? Wie können wir Maßstäbe für eine Verantwortlichkeit definieren?

Dem speziellen Thema eines (Rechts-)Schutzes vor Algorithmen widmet sich AlgorithmWatch in einem Panel unter eigenem Brand.

Die Algorithmisierung der Öffenlichkeit und das Medienrecht, wie wir es kannten

Prof. Dr. Tobias Gostomzyk

Der Medien- und Öffentlichkeitswandel vollzieht sich rasant. Aus einem hierarchisch und massenmedial geprägten Vermittlungssystem, entwickelt sich nach und nach ein von Vielen organisiertes, heterarchisch geprägtes Informations- und Kommunikationssystem. In ihm spielen Informationsintermediäre wie Google, Facebook oder Twitter eine zentrale Rolle.

Verbunden mit diesem Medien- und Öffentlichkeitswandel sind neue Bedingungen für die Herstellung von Öffentlichkeit(en) und damit zugleich für die Verständigung der Gesellschaft über sich selbst. Hieraus ergeben sich nicht zuletzt Auswirkungen für die politische Meinungs- und Willensbildung. Zu nennen ist insbesondere die personalisierte Kuratierung von Sichtbarkeiten durch algorithmische Darstellung, etwa von Suchmaschinenergebnissen oder News Feeds. Eine stärkere Personalisierung befördert eine Fragmentierung öffentlicher Diskurse (Echo Chambers, Filter Bubbles). Der für alle offene Zugang zu sozialen Medien zur Durchbrechung der Trennung von privater und öffentlicher Kommunikation. Dies birgt erhebliche Chancen wie Partizipation und Interaktion, aber auch Risiken (Hate Speech, Fake News, Social Bots). Um nur einige Veränderungen für den Prozess öffentlicher und individueller Meinungs- und Willensbildunng zu nennen.

Das normative Verständnis von Medien und Öffentlichkeit ist bislang vorrangig an Einheitsvorstellungen gebunden, was beispielsweise Aufgabendefinition, Vielfaltsvorstellungen oder Öffentlichkeitsmodelle betrifft. Diese stehen insbesondere angesichts einer Algorithmisierung der Öffenlichkeit auf dem Prüfstand: Von welchen Vorstellungen von Medien und Öffentlichkeit geht das Recht aus? Zu welchen Wirklichkeitsbeschreibungen hinsichtlich kommen aktuelle sozialwissenschaftliche Befunde? Und was bedeuten diese Entwicklungen für ein netzwerkgerechtes Verständnis des (Medien-)Rechts?

Social-Bots: Gesetzgeberische Maßnahmen auf dem Prüfstand

Jens Milker

„On the Internet nobody knows you’re a dog“. Das berühmte Zitat des „New Yorker“ aus dem Jahre 1993 ist aktueller denn je.

Während bisher stets nur die Frage im Raum stand, mit wem man im Cyberspace kommuniziert, tritt mittlerweile eine weitere „Vorfrage“ hinzu: Mit was kommuniziere ich – Mensch oder Maschine? Computerprogramme machen es uns möglich verschiedene Prozesse zu automatisieren. Wir können im E-Commerce automatische Bestellbestätigungen versenden und Inhalte per Suchalgorithmus nach ihrer Relevanz sortieren lassen. Genauso muss auch eine Meinungsäußerung in sozialen Netzwerken nicht notwendigerweise manuell erfolgen. Mit sog. „Social-Bots“ können Profile algorithmusbasiert gesteuert und so automatisch Beiträge verfasst, geliket oder geteilt werden. Das führt dazu, dass die Anhängerschaft einer Meinung künstlich erhöht werden kann oder eine – unter Umständen falsche – Tatsache auch durch eine Einzelperson viral verbreitet wird.

„Social-Bots“ bergen damit das Potential, insbesondere im Wahlkampf, den öffentlichen Meinungsbildungsprozess erheblich zu beeinflussen. Zentrale Frage ist dabei, wie der Gesetzgeber darauf reagieren kann oder ggf. sogar muss.

Die Macht der Algorithmen und die Ohnmacht der Demokratie – Das Ende der Demokratie im digitalen Zeitalter?

Prof. Dr. Dr. Volker Boehme-Neßler

Macht das Internet die Demokratie kaputt? Ganz so schlimm wird es – hoffentlich – nicht kommen. Aber die digitale Technologie ist disruptiv. Die Demokratie, wie wir sie kennen, wird es in der digitalen Zukunft nicht mehr geben. Die Digitalisierung der Welt führt die traditionelle Demokratie immer öfter an ihre Grenzen. Wer steuert unser Verhalten: Gesetze oder Algorithmen? Sind das noch die demokratisch gewählten Parlamente – oder schon die unbekannten Programmierer der Internetkonzerne und ihre Codes?

Die öffentliche Diskussion wird zunehmend von spontanen, nicht immer durchdachten, aber sehr wirkmächtigen Statements über Twitter und anonymen Äußerungen in Social Media geprägt. Führt das zu einer vernünftigen Diskussion, die in guten, demokratisch legitimierten Entscheidungen mündet?

Demokratie und Recht müssen sich die Frage gefallen lassen, wie weit sie ihre Funktionen noch erfüllen können. Wohin entwickeln sie sich unter dem Einfluss von Internet und Algorithmen? Muss sich die Demokratie neu erfinden? Die Frage ist wichtig. Denn immerhin geht es um Grundideen der modernen Zivilisation.

Legal Tech – Wandel in der Rechtsberatung

Dr. Frederik Leenen, LL.M. (UConn)

Markus Hartung

Nico Kuhlmann

Prof. Dr. Ruth Janal, LL.M.

Legal Tech hält Einzug in den Rechtsmarkt. Immer mehr Start-Ups verwandeln rechtliche Klassiker im Konsumentenmarkt zu Online-Produkten. Alternative Serviceprovider nehmen Rechtsabteilungen mit digitalisierten Produkten Rechtsabteilungen Teile der Arbeit ab. In Kanzleien und Rechtsabteilungen, aber auch in der Sachbearbeitung, werden immer mehr Rechtstexte automatisiert. Künstliche Erkennung unterstützt inzwischen Prozesse wie die Due Diligence. Auch im Bereich echter Künstlicher Intelligenz existieren im Rechtsmarkt erste Feldversuche, um basierend auf Big Data konkrete Antworten auf juristische Fragen zu geben.

Welche Technologien kommen zum Einsatz, was ist heute bereits automatisierbar? Wohin führt diese Entwicklung? Kommt es auch auf dem Rechtsmarkt zu einer Disruption wie in manchen Wirtschaftsbereichen? Ist der menschliche Anwalt eines Tages obsolet?

Wir wollen diese Fragen im Rahmen einer Panel-Diskussion erörtern. Zur Einführung in das Panel liefert Frederik Leenen einen Praxis-Überblick.

Abendprogramm

Abendprogramm BIU presents: Drinks & Games im Game Science Center Berlin.

Bitte beachten Sie, dass sowohl das Programm als auch die Liste der Speaker noch nicht abschließend ist und bis zur Konferenz noch ergänzt und angepasst wird.

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Die Speaker

Justus Haucap

Prof. Dr. Justus Haucap

Justus Haucap ist Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zwischen 2006 und 2014 war er Mitglied der Monopolkommission und davon vier Jahre ihr Vorsitzender. Er ist ebenfalls Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste und des Wis­sen­schaft­li­chen Arbeitskreises für Regulierungsfragen (WAR) der Bundesnetzagentur.

Studiert hat Justus Haucap in Saarbrücken, wo er auch promovierte, und an der University of MIchigan (USA). Seine Habilitation erfolgte an der Bundeswehr-Universität in Hamburg. Bevor er den Ruf an die Heinrich-Heine-Universität annahm, lehrte er an der Ruhr-Uni Bochum und der Alexander‐Universität Erlangen-Nürnberg.

Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der Wettbewerbsökonomie sowie der Regulierung infrastrukturbasierter Industrien wie Telekommunikation, Elektrizität und Verkehr.

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Vanessa Kluge

Dr. Vanessa Kluge

Vanessa Kluge hat Rechtswissenschaften in Mannheim und Heidelberg studiert. Im Anschluss an das Referendariat war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschafts-, Unternehmens- und Technikrecht der TU Berlin tätig.

Nach Beendigung des Promotionsverfahrens mit einer gesellschaftsrechtlichen Dissertation an der Freien Universität Berlin trat sie 2014 eine post-doc-Stelle an der TU Berlin an. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Produkthaftung/-sicherheit, des Lebensmittel- und des modernen Vertriebsrechts.

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Anne-Kathrin Müller

Anne-Kathrin Müller

Anne-Kathrin Müller studierte Rechtswissenschaft an der UniversitätPotsdam mit Schwerpunkt Medienwirtschaftsrecht und legte ihre 2. Juristische Staatsprüfung am GJPA Berlin-Brandenburg ab. Sie arbeitete anschließend beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und als Rechtsanwältin in einer Medienrechtskanzlei.

Seit August 2013 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschafts-, Unternehmens- und Technikrecht. Hier forscht sie unter anderem zum Thema Digitalisierung und Recht (u.a. am Beispiel des 3D-Drucks oder des autonomen Fahrens), lehrt das Fach Technikrecht und ist als Schriftleiterin für die Fachzeitschrift InTeR (Fachzeitschrift zum Innovations- und Technikrecht) zuständig. Sie promoviert zu einem produkthaftungsrechtlichen Thema.

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Fritz Pieper, LL.M.

Fritz Pieper, LL.M.

Fritz-Ulli Pieper ist Rechtsanwalt und Mitglied der Practice AreaTechnologie, Medien und Telekommunikation bei Taylor Wessing in Düsseldorf. Er berät nationale und internationale Mandanten in allen operativen Belangen zum IT-, Telekommunikations- und Datenschutzrecht. Sein besonderes Interesse gilt zukunftsträchtigen Fragen des IT- und Internetrechts, insbesondere zum Internet of Things, Künstlicher Intelligenz sowie Big Data.

Er studierte Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen mit Schwerpunkt im privaten und öffentlichen Medienrecht. Sein Referendariat absolvierte er beim Oberlandesgericht Celle mit Stationen u.a. bei der Niedersächsischen Landesmedienanstalt in Hannover sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin (Grundsatzreferat IT-Wirtschaft, Informationsgesellschaft) und er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Rechtsinformatik (IRI) der Leibniz UniversitätHannover.

Fritz ist zudem Kernteammitglied bei Telemedicus.

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Dimitrios Linardatos

Dr. Dimitrios Linardatos

Dimitrios Linardatos ist Akademischer Rat und Habilitand am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Insolvenzrecht von Prof. Dr. Georg Bitter in Mannheim.

Von 2005 bis 2010 studierte er Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg. Nach dem ersten Staatsexamen 2010 war er bis 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Philipps-Universität Marburg bei Prof. Dr. Sonja Meier und Prof. Dr. Ralph Backhaus. Von 2010 bis 2011 betreute er den Klausurenkurs Zivilrecht und Öffentliches Recht sowie den Hauptkurs Zivilrecht bei hemmer Repetitorium. 2013 promovierte er an der LMU München zum Haftungssystem im bargeldlosen Zahlungsverkehr nach Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie.

Nach dem Referendariat am Landgericht Marburg legte Dimitrios Linardatos 2014 das zweite Staatsexamen ab. Im Anschluss war er bis Herbst 2016 Rechtsanwalt und Associate bei Hengeler Mueller, Düsseldorf in den Bereichen Kartellrecht, Corporate und Internal Investigations.

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Rebecca Sieber

Rebecca Sieber

Rebecca Sieber ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin. Ihre Interessen liegen vor allem bei den rechtlichen und philosophischen Fragen rund um die Robotik sowie im Datenschutz-, Verbraucher- und Urheberrecht.

Sie studierte Rechtswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort belegte sie den Schwerpunktbereich Immaterialgüterrecht und war Teilnehmerin der der Humboldt Law Clinic Internetrecht. Nach Abschluss des ersten Staatsexamens, im September 2015, hat sie ein Studium der Philosophie und Japanstudien an der FU Berlin aufgenommen.

Rebecca ist seit 2012 bei Telemedicus und war schon in den letzten Jahren an der Organisation der Telemedicus Sommerkonferenz beteiligt

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Jörn Erbguth

Jörn Erbguth

Jörn Erbguth ist selbständiger Legal Tech Berater mit dem Schwerpunkt Blockchain-Applikationen. Er promoviert aktuell an der Uni Genf im Bereich Information Systems zu Blockchain und Governance. Er ist zudem Mitglied im Vorstand des EDV-Gerichtstages.

Jörn Erbguth hat Rechtswissenschaften und Informatik in Regensburg, New Orleans, Passau und Erlangen studiert. Er war Produktmanager für Content Management Systeme beim inzwischen zur OpenText Corp. gehörenden Startup Gauss Interprise AG in Hamburg. Als IT-Leiter der juris GmbH in Saarbrücken sowie später als CTO der Swisslex AG in Genf prägte er die heutigen Oberflächen der juristischen Informationssysteme im deutschsprachigen Raum.

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Sebastian Telle

Sebastian Telle

Sebastian Telle ist Rechtsanwalt und Redakteur bei Telemedicus. Derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und promoviert im Kartellrecht.

Er studierte an den Universitäten Jena, Thessaloniki und Münster. Stationen im Referendariat waren das Bundeskartellamt, die Verlagsgruppe Handelsblatt sowie die Kanzlei Terhaag & Partner Rechtsanwälte. Anschließend folgten berufliche Stationen als Regulierungsexperte bei der Versatel sowie als Rechtsanwalt bei Login Partners.

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Alexander Pustal

Alexander Pustal

Alexander Pustal ist Rechtsanwalt und Promovend an der Freien Universität Berlin. Er ist in der vom JUVE-Verlag ausgezeichneten Praxisgruppe Öffentliches Wirtschaftsrecht/Vergaberecht bei PricewaterhouseCoopers Legal in Berlin tätig und berät hierbei u. a. im Bereich des Kartell- und Beihilfenrechts.

Sein Studium absolvierte er an der Europa-Universität Viadrina und der Freien Universität Berlin mit dem Schwerpunkt Verbraucher- und Vertriebsrecht. Nach seinem ersten Staatsexamen war er bei der auf IT- und Medien-Recht spezialisierten Kanzlei HÄRTING Rechtsanwälte als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Seine Referendariatsstationen umfassten u. a. das Bundeswirtschaftsministerium mit dem Referat Wettbewerbs- und Verbraucherpolitik bei Dr. Jungbluth und die Kartellrechtsabteilung von Jones Day in Düsseldorf.

Seine Dissertation behandelt verschiedene Fragestellungen des europäischen und deutschen Vertriebskartellrechts.

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Hubertus Gersdorf

Prof. Dr. Hubertus Gersdorf

Hubertus Gersdorf ist Inhaber des Lehrstuhls für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Medien- und Informationsrecht an der Universität Leipzig. Seit 2000 ist er Dozent am Europa-Institut der Universität Saarbrücken, seit 2005 Dozent der Hamburg Media School (HMS) und seit 2007 Dozent im Bereich Master of European Regulation of Network Industries [MERNI] der Universität Bonn und der Bucerius Law School in Hamburg.

Das Referendariat absolvierte er ebenso wie Studium und Promotion in Hamburg. Vor seiner Habilitation arbeitete er ein Jahr lang als Lehrbeauftragter an der Uni Rostock. Bevor er an die Universität Leipzig wechselte, hatte er die Gerd Bucerius Stiftungsprofessur für Kommunikationsrecht in Verbindung mit öffentlichem Recht an der Juristischen Fakultät der Universität Rostock inne. Von 2010 bis 2013 war Hubertus Gersdorf zudem Mitglied der Enquête Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages.

Er veröffentlicht regelmäßig zum TK-, Rundfunk-, Medien- und Presserecht und ist Herausgeber u.A. des Beck'schen Online-Kommentars zum Informations- und Medienrecht.

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Thorsten Feldmann, LL.M.

Thorsten Feldmann, LL.M.

Thorsten Feldmann ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und seit mehr als 15 Jahren Partner der Berliner Kanzlei JBB Rechtsanwälte. Studium in Saarbrücken, Köln und Los Angeles (LL.M. 1996). Referendariat in Berlin und New York.

Thorsten Feldmann berät und vertritt schwerpunktmäßig Verlage sowie Medien- und Technologieunternehmen. Er publiziert regelmäßig insbesondere zum Datenschutz-, Äußerungs- und Presserecht. Thorsten Feldmann ist Mitglied des Instituts für Europäisches Medienrecht (EMR), der Deutsch-Amerikanischen Juristenvereinigung (DAJV) und der Arbeitsgemeinschaft Geistiges Eigentum und Medien (AGEM) im DAV sowie stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bayrischen Arbeitskreises für IT – Neue Medien – Recht (@kit).
 
Blog: www.feldblog.de.

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Guido Brinkel

Dr. Guido Brinkel

Guido Brinkel ist Rechtsanwalt und Leiter Regulierungspolitik bei Microsoft Deutschland.

Zuvor verantwortete er mehrere Jahre als Head of Public Affairs die Regierungsbeziehungen der United Internet AG in Berlin und Brüssel. Von 2007 bis 2011 war er Bereichsleiter Medienpolitik beim Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation & Neue Medien, BITKOM in Berlin.

Guido Brinkel hat Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen und am Trinity College in Dublin studiert und im Anschluss am Lehrstuhl für Multimedia- und Telekommunikationsrecht von Prof. Gerald Spindler in Göttingen promoviert. Er ist spezialisiert auf Fragen des Telekommunikations-, Internet- und Medienrechts und Autor diverser Fachveröffentlichungen in diesem Feld.

Niko Härting

Prof. Niko Härting

Prof. Niko Härting studierte an der Freien Universität Berlin, 1996 gründete er HÄRTING Rechtsanwälte.

Er ist u.a. Mitglied im Informationsrechtsausschuss des Deutschen Anwaltvereins, ständiger Mitarbeiter der Zeitschriften IT- und IP-Rechtsberater sowie Kommunikation&Recht, Mitglied der Schriftleitung von Computer und Recht sowie Herausgeber der Zeitschrift PinG – Privacy in Germany.

Seit 2012 ist er Honorarprofessor an der Hochschule für Wirtschaft und Recht, an der er – neben der Freien Universität - ebenfalls seit 1991 Lehrbeauftragter ist. Er ist Autor zahlreicher Publikationen (u.a. Internetrecht, Verlag Dr. Otto Schmidt, 5. Auflage 2014).

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Algorithm Watch

Algorithm Watch

AlgorithmWatch ist eine nicht-kommerzielle Initiative mit dem Ziel, Prozesse algorithmischer Entscheidungsfindung zu betrachten und einzuordnen, die eine gesellschaftliche Relevanz haben – die also entweder menschliche Entscheidungen vorhersagen oder vorbestimmen, oder Entscheidungen automatisiert treffen.

Je weiter Technik entwickelt wird, desto komplexer wird sie. Wir sind der Ansicht, dass Komplexität nicht bedeuten darf, dass Technik nicht mehr nachvollziehbar ist – siehe ADM Manifest.

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Jens Milker

Jens Milker

Jens Milker ist als selbstständiger Rechtsanwalt und Repetitor in Mainz tätig. Daneben ist er geschäftsführender Gesellschafter des Musiklabels „Sichtexot“. Seine Interessenschwerpunkte liegen im Medien-, Verfassungs- und Verwaltungsrecht. In diesen Bereichen hat er Aufsätze und Blogbeiträge veröffentlicht und promoviert zum Thema „Recht auf Vergessenwerden und Störerhaftung“.

Studiert hat er an der Johannes Gutenberg - Universität Mainz und am Trinity College Dublin (LL.M.). Im Rahmen des Referendariats absolvierte er u. a. Stationen beim Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz sowie beim ZDF und bei der Kanzlei Noerr LLP (München).

(Foto: Sven Hasselbach)

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Tobias Gostomzyk

Prof. Dr. Tobias Gostomzyk

Tobias Gostomzyk ist Professor für Medienrecht am Institut für Journalistik der TU Dortmund. Überdies ist er Lehrbeauftragter der juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Medien-, Internet-, Datenschutz- und Telekommunikationsrecht.

Tobias Gostomzyk studierte Jura und Journalistik in Hamburg und Straßburg. Danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Ladeur an der Uni Hamburg, während er bei Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem, LL.M. (Richter am BVerfG a.D.) promovierte. Nach Abschluss des Referendariats war er zunächst als Anwalt tätig.

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Volker Boehme-Neßler

Prof. Dr. Dr. Volker Boehme-Neßler

Volker Boehme-Neßler ist seit 2014 Lehrstuhlinhaber für Öffentliches Recht und Recht der digitalen Gesellschaft an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er beschäftigt sich dort in Forschung und Lehre mit der Rolle des Rechts in der digitalisierten Welt. Im Fokus seiner Arbeit stehen Schnittstellen und Wechselwirkungen – zwischen Recht und Gesellschaft, Recht und Technik, Recht und Politik oder Recht und Psychologie.

Er hat Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft in Berlin und Heidelberg studiert. Von 1993 bis 1998 war er Rechtsanwalt in Berlin und Wiesbaden (Strafrecht, Umweltrecht, Medienrecht). Von 1998 bis 2014 arbeitete er als Professor für Europarecht, öffentliches Wirtschaftsrecht und Medienrecht an der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) in Berlin.

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Frederik  Leenen, LL.M. (UConn)

Dr. Frederik Leenen, LL.M. (UConn)

Frederik Leenen ist Head of Legal Tech und zugleich auch Rechtsanwalt/Counsel für IP- und IT-Recht bei CMS Deutschland.

Er ist seit 2010 im Berliner Büro bei CMS Hasche Sigle tätig. Jura studiert hat er an der FU Berlin und 2007 einen Master of Laws (LL.M.) mit Spezialisierung auf gewerbliche Schutzrechte an der University of Connecticut School of Law erworben. 2014 promovierte er zur urheberrechtlichen Bewertung von computergestützter Erkennung.

In seiner Funktion als Head of Legal Tech unterstützt er die Kanzlei maßgeblich dabei, neue Technologien frühzeitig anzunehmen und für die Anwälte und Mandanten bestmöglich nutzbar zu machen. Im Frühjahr wurde eine Zusammenarbeit mit mit der Software Kira aus dem Feld der künstlichen Intelligenz verkündet. Bereits im letzten Jahr gab die Kanzlei den Rollout von der Vertragsautomatisierungssoftware HotDocs sowie die Verfügbarkeit eines ersten rein digitalen Mandanten-Produkts zum Fremdpersonaleinsatz ("FPE") bekannt.


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Markus Hartung

Markus Hartung

Markus Hartung, Rechtsanwalt und Mediator, ist Geschäftsführender Direktor des Bucerius Center on the Legal Profession (CLP) an der Bucerius Law School. Seine Forschungsschwerpunkte im Rahmen des CLP liegen im Bereich von Marktentwicklung, Management, strategische Führung und Corporate Governance sowie Entwicklung von Geschäftsmodellen imZusammenhang mit der Digitalisierung des Rechtsmarktes.

Seit 2006 ist er Mitglied des Berufsrechtsausschusses des Deutschen Anwaltvereins (DAV), seit 2011 dessen Vorsitzender. Weiterhin ist er Mitglied im Ausschuss Anwaltliche Berufsethik. Er hält regelmäßig Vorträge und veröffentlicht zu den Themen Rechtsmarkt und Berufsrecht. Er ist u.a. Mitherausgeber des Buchs „Der Rechtsmarkt in Deutschland“ (2014), das zu einem Standardwerküber den Markt geworden ist. Weiterhin ist er Co-Autor von „How Legal Technology Will Change the Business of Law” (2016), einer gemeinsamen Studie der Boston Consulting Group und der Bucerius Law School.

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Nico Kuhlmann

Nico Kuhlmann

Nico Kuhlmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Hogan Lovells Int. LLP in Hamburg im Bereich Intellectual Property, Media & Technology und Veranstalter des Hamburg Legal Tech Meetups. Zusätzlich schreibt er für den Legal Tech Blog und veröffentlicht regelmäßig auf Legal Tribune Online Beiträge zur Digitalisierung der Rechtsbranche. Juve bezeichnet ihn in der März-Ausgabe 2017 als Legal Tech-Pionier.

Nico Kuhlmann hat Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Bayreuth und Joensuu, Finnland, studiert. In seiner Doktorarbeit, die durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt wird und die ihn für einen einjährigen Forschungsaufenthalt in die USA nach Washington, D.C. an die Library of Congress geführt hat, beschäftigt er sich mit dem Zugang zu Wissen.

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Ruth Janal, LL.M.

Prof. Dr. Ruth Janal, LL.M.

Ruth Janal ist Professorin für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung, Gewerblichen Rechtsschutz und Informationsrecht am Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität. In Forschung und Lehre befasst sie sich mit dem Informations- und Immaterialgüterrecht ebenso wie mit dem Europäischen Verbraucherrecht und dem Internationalen Zivilverfahrensrecht. Ihr Forschungsschwerpunkt in jüngerer Zeit liegt auf den Rechtsfragen autonomer Systeme.

Ruth Janal hat an der Albert-Ludwigs Universität Freiburg studiert und danach einen LL.M.-Studiengang in Media, Communication and Information Technology Law an der University of New South Wales in Sydney absolviert. Es folgte das Rechtsreferendariat am Kammergericht Berlin (u.a. mit einer Station bei eBay Deutschland) sowie eine Promotion zum Fernabsatzrecht an der Universität Freiburg. Im Herbst 2014 hat sie sich an der Freien Universität Berlin habilitiert.

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Die Location

Microsoft Artirium
Microsoft Atrium
Unter den Linden 17
10117 Berlin
Foto: Microsoft

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