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KJM gegen Sex-Werbung im Teletext

Besser spät als nie, so wird man sich wohl bei der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) gedacht haben. Diese hat jetzt eine Vielzahl von Sendern dazu aufgefordert, unverzüglich etwaige Sex-Werbung aus ihren Teletexten zu entfernen.

Eine KJM-Sprecherin bestätigte dem Online-Dienst DWDL.de, dass man sich diesbezüglich an insgesamt 13 Privatsender gewendet habe. Die Angebote seien zu jeder Tageszeit abrufbar und damit unzulässigerweise auch Kindern zugänglich. Man habe den Sendern daher eine Frist bis zum 24. Januar gesetzt. Im Anschluss werde man dann ggf. ein Aufsichtsverfahren einleiten, mit Bußgeldern als mögliche Folge. Wie Spiegel-Online berichtet, habe der KJM-Vorsitzende Wolf Dieter Ring als Kompromiss vorgeschlagen, erotische Angebote erst nach 22 Uhr im Videotext anzubieten.

Für Befremden sorgt allerdings wieder einmal das späte Eingreifen der Landesmedienanstalten. Schließlich sei die beanstandete Sex-Werbung schon seit vielen Jahren in den Teletexten der privaten Fernsehsender zu finden. So zeigte sich eine Sprecherin von RTL 2 gegenüber der SZ überrascht, dass sich die KJM erstmals nach 15 Jahren Teletext zu der Problematik geäußert habe.

, Telemedicus v. 21.01.2008, https://tlmd.in/a/608

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