Telemedicus

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Jugendschutz im Fernsehen – eine Lachnummer?

Eine Entdeckung der eher unerfreulichen Art machte der EPD-Mitarbeiter „TPG“, als er kürzlich seinen Satelliten-Receiver neu programmierte:

Man glaubt ja gar nicht, was jenseits jener fünf Sender, denen der Durchschnittsdeutsche 80 Prozent seiner Fernsehzeit widmet, für ein Schrott aus dem Orbit kommt. Viele Programme kann der Receiver zwar nicht decodieren, weil die entsprechende Smartcard fehlt, aber der Rest ist schlimm genug, um über eine Kindersperre nachzudenken: Was im Vollprogramm Anlass für eine Freigabe keinesfalls vor 20 Uhr wäre (eher später), läuft bei den unverhüllten Sexangeboten unverschlüsselt den ganzen Tag.

Der Artikel beschreibt anschaulich, mit welch geschmacksverirrten Angeboten deutsche Fernsehzuschauer – gleich welchen Alters und rund um die Uhr – konfrontiert werden. Den Grund dafür sieht der Autor in einem Versagen des deutschen Jugendmedienschutzes:

In den kommerziellen Vollprogrammen werden Mücken zu Elefanten aufgeblasen, die man dann mit großer Geste zur Strecke bringt. Derweil dürfen die wahren Elefanten ungestört ihren offenbar lohnenden Geschäften nachgehen.

Der ganze sehr lesenswerte Text bei EPD Medien.

  • Dr. Simon Assion ist Mitgründer von Telemedicus und Rechtsanwalt bei Bird&Bird.

, Telemedicus v. 06.08.2007, https://tlmd.in/a/345

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