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Filmförderfonds: Kultur kostet (zu)viel

Der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) wurde gekürzt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmte vergangene Woche entsprechend dem Finanzbericht der Bundesregierung für 2015 der Kürzung zu – noch im vergangenen Jahr betrug die deutsche Filmförderung 60 Mio. Euro. Einzig die Grünen widersprachen einer Kürzung der Fördersumme. Für den Kulturbereich sind insgesamt Mittel in Höhe von rund 1,24 Mrd. Euro vorgesehen.
Die Filmwirtschaft ist darüber erzürnt. Die Regisseure Roland Emmerich und Wim Wenders, aber auch die Schauspieler Christoph Waltz und Matthias Schweighöfer wandten sich in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Produzentenallianz veröffentlichte einen Appell an den Haushaltsausschuss, den Filmförderfonds nicht zu kürzen. Die vergleichsweise geringe Fördersumme hätte Folgeinvestitionen in Höhe von rund 2,5 Mrd. Euro ausgelöst. Zudem sei die Filmbranche auf eine gewisse finanzielle Planungssicherheit angewiesen. Aus Mitteln des DFFF wurden zum Beispiel „Fack Ju Göhte“, „Monuments Men“ und „Inglourious Basterds“ gefördert.

In einer Charmeoffensive für den DFFF engagieren sich einige Kreativschaffende auf besonders kreative Weise. Die beteiligten Politiker sollen mittels Autogrammkarten, Selfies, etc. in die Lage versetzt werden, die Zusammenhänge zu erkennen. Ein eigens für den ökonomischen Sinn des Filmförderfonds gedrehtes Video kursiert derzeit auf YouTube.

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Finanzbericht der Bundesregierung für 2015 (Tabelle 18).
Bericht auf Spiegel Online.
Alexander Thies zur Filmförderung.

, Telemedicus v. 17.11.2014, https://tlmd.in/a/2864

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