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Baltasar Garzón vertritt Julian Assanges Asylantrag in Ecuador

Der umstrittene spanische Jurist Baltasar Garzón vertritt den Wikileaks-Gründer Julian Assange bei dessen Asylantrag in Ecuador. Julian Assange floh vor einem knappen Monat in London in die Botschaft Ecuadors, als er nach Schweden ausgeliefert werden sollte.

Garzón gilt als einer der bekanntesten Richter weltweit. In der Vergangenheit hat er mit einer Vielzahl an Fällen für Aufregung gesorgt. Am bekanntesten ist der von ihm veranlasste Haftbefehl gegen Augusto Pinochet aus dem Jahre 1998. Er genießt daher auch in Lateinamerika sehr hohes Ansehen. Als spanischer Untersuchungsrichter ist Garzón allerdings z.Z. nicht tätig. Eine (illegale) Abhöraktion von Verdächtigen im Korruptionsskandal um die regierende Partido Popular (PP) brachte ihm ein elfjähriges Berufsverbot ein.
Über Assanges Aylantrag wird hingegen erst nach dem Olympischen Spielen entschieden werden.
Dies gab der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patino am Mittwoch bekannt.

Zum Hintergrund bei carta.info (lesenswert auch die Kommentare zum Artikel).

  • Hans-Christian Gräfe ist Mitglied im Kernteam von Telemedicus, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft und Lehrbeauftragter an der TU Berlin.

, Telemedicus v. 27.07.2012, https://tlmd.in/a/2381

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