Harlem Shake ist ein Mem der sich seit einigen Wochen rasant bei Youtube verbreitet. Jeder Clip basiert auf einem im Mai 2012 veröffentlichen Musikstück von „Baauer”. Doch anstatt dass Baauer und das verantwortliche Label Youtube dazu veranlassten, die Clips wegen nichtaustorisierter Verwendung des Musikstücks zu sperren, erkannten sie das enorme Potential, das sich ihnen eröffnete. Sie nutzten nicht nur die Gelegenheit, ihren Content in den hochgeladenen Clips durch Werbevermarktung zu monetarisieren, gleichzeitig verschaffte das Mem dem Musikstück eine internationale Bekanntheit.

In seinem Artikel auf netzwertig.com spricht Martin Weigert von der Dynamik und den Chancen, die einem Künster das digitale Zeitalter bietet:
„Hätten Baauer und Label-Bloss Diplo die Harlem-Shake-Videos aufgrund des Urheberrechtsverstoßes verhindert, gäbe es kein Mem. Ohne dieses wäre der immerhin schon neun Monate alte Titel nicht aus seiner musikalischen Nische herausgekommen und hätte seinen Machern nicht mutmaßlich sehr ansehnliche Einnahmen aus Werbeerlösen, Songverkäufen und Streaminghonoraren beschert.”

Wie ein tolerierter Urheberrechtsverstoß dem Urheber einen Geldsegen beschert.
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Die Café Inhaberin Christine Römer meldete vor zwei Jahren ihr selbstgestaltetes Symbol - ein roter Apfel mit einem Kindergesicht in der Mitte – beim Markenamt in München an. Seitdem befindet sie sich in einem Markenrechtsstreit mit dem Giganten Apple. Dieser befürchtet eine " extreme Verwechslungsgefahr" und verlangte von Römer, auf verschiedene Klassen ihres Markenrechts zu verzichten. Ihr wäre demnach nicht gestattet, Produkte mit dem Logo zu vertreiben oder die Lizenz an Dritte weiterzugeben. Nun macht der Konzern Zugeständnisse und will sich mit der Bonner Unternehmerin einigen.

Römer dazu:
"Die Gespräche verliefen gut. Kaufen lasse ich mich jedoch nicht."

Ob der Streit damit nun wirklich beendet ist, bleibt noch offen.

Zur Meldung bei spiegel.de.
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Journalisten sollten die Neuerungen der heutigen Medienwelt annehmen. Das meint Stefan Plöchinger, Chefredakteur von Süddeutsche.de im Interview mit t3n.de. Er kommuniziert ganz selbstverständlich mit seinen Lesern über Twitter und beantwortet E-Mails auch zur späten Abendstunde. Plöchinger weiter:
Journalisten müssen lernen, dass Leser so etwas wie Dialog- und Kommunikationspartner sind – und eben nicht nur einfache Empfänger.

Auch den Ansatz eines offenen Journalismus findet Plöchinger spannend und gibt im Interview Einblick in interessante Alternativmodelle zu einer starren Paywall. Die verfolgt lediglich die Strategie, Leser zu zwingen, für die angebotenen Inhalte zu zahlen.

Zum Interview auf t3n.de.
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