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Die Berichterstattung um die sexuellen Neigungen des FIA-Präsidenten Max Mosley wird ein Nachspiel haben, so das "manager magazin" in seiner aktuellen Ausgabe. Mosley habe Strafanzeige gegen den Springer-Vorstand sowie die "Bild"- und "Bild.de"-Chefredaktion und weitere an der Berichterstattung beteiligte Akteure gestellt. Darüber hinaus verlange er von "Bild" und "Bild.de" insgesamt 1,5 Millionen Euro Schadensersatz. Mosley wehre sich gegen die Unterstellung, dass auf den entsprechenden Fotos, die einem heimlich hergestellten Video entstammen, Nazi-Rollenspiele zu sehen seien.

Das "manager magazin" zitiert dazu Mosleys Anwältin Tanja Irion:
"Ich kenne das Rechtsgutachten des Kronanwalts, das zu dem Ergebnis kommt, dass kein vernünftiger Mensch, der das Video ansieht, glauben würde, dass das etwas mit Nationalsozialismus zu tun hätte."
Zudem werfe Mosley dem Springer-Vorstand Untreue vor: Dieser habe illegale Fotos erworben und damit Firmengelder für einen rechtswidrigen Zweck ausgegeben. Nach Angaben des Magazins habe die Berliner Staatsanwaltschaft bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet (Az. 78 Js 89/08).

Zur Meldung des manager magazins.
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Kommentare

* ElGraf 26.07.2008 11:49
Dieser Untreue-Vorwurf ist schon ziemlich hanebüchen, oder?
* Adrian 26.07.2008 14:20
Liegt beim Springer-Verlag nicht schon eine tatbestandsausschließende Einwilligung zum Ankauf rechtswidriger Fotos vor? ;-)

Aber im Ernst: Strafrecht ist nicht gerade mein Fachgebiet, aber die Sache sieht schon ziemlich wackelig aus. Denn geschützt ist ja das Eigentum des Vermögensinhabers und hier ging es ja gerade um die Gewinnmaximierung und nicht um eine vorsätzliche Vermögensschädigung. Wahrscheinlich soll die Strafanzeige vielmehr eine Demonstration sein, wie ernst es Mosley mit der Sache ist.
* Adrian 26.07.2008 15:01
Ah, ich sehe gerade, das BILDBlog weiss mehr:
QUOTE:
"Wie uns Mosleys Anwältin sagt, gehe sie davon aus, dass die von "Bild" veröffentlichten Aufnahmen aus dem Orgien-Video die "Bild"-Zeitung "über 65.000 Euro" gekostet haben dürften. Ausgaben in dieser Größenordnung müsse der Springer-Vorstand absegnen. Da die Veröffentlichung der Bilder rechtswidrig gewesen sei, hätte der Vorstand damit Firmengelder rechtswidrig verwendet. Insofern sehe sie hier den Tatbestand der Untreue zum Nachteil der Axel Springer AG als gegeben an."

http://www.bildblog.de/3107/max-mosley-bild-soll-fuer-nazi-sex-orgie-zahlen/ />
Ändert aber mE nix daran, dass es hier mit dem Vorsatz bezüglich einer Vermögensschädigung etwas schwierig wird.

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