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Callactive will klagen: Was ist eigentlich "nicht vorhandener Zeitdruck"?

Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hat eine Ausgabe der Call-In-Show "Money Express" formell beanstandet. Nach Ansicht der LfM wurde in der Sendung ein nicht vorhandener Zeitdruck aufgebaut. Anrufende Zuschauer seien dergestalt in die Irre geführt worden, wie es nach den Anwendungs- und Auslegungsregeln der Landesmedienanstalten aber unzulässig sei. Der Veranstalter wurde daher angewiesen, diesen Verstoß künftig zu unterlassen.

Obwohl die Beanstandung keine weiteren Konsequenzen mit sich führt, kündigte Callactive-Geschäftsführer Stephan Mayerbacher unterdessen dem Mediendienst DWDL gegenüber an, dass man vermutlich rechtlich gegen die Beanstandung vorgehen werde:
Wir bzw. MTV wurde von der Medienanstalt zum Sachverhalt bereits vor Wochen angehört, wir haben sehr ausführlich vorgetragen, dass wir anderer Auffassung sind. Es ist wahrscheinlich, dass wir verwaltungsrechtlich gegen die Beanstandung vorgehen werden, auch, um von der Medienaufsicht eine klare Definition zu erhalten, was denn genau ein 'nicht vorhandener Zeitdruck' ist.
Medienjournalist Stefan Niggemeier, nicht gerade herzlich mit Callactive verbunden (Telemedicus berichtete), kommentiert die Entwicklung wie folgt:
Ich hoffe, Mayerbacher klagt wirklich. Entweder er verliert. Oder die Gewinnspielregeln und ihre Auslegung durch die Landesmedienanstalten werden als die Farce entlarvt, die sie sind. Für die Allgemeinheit wäre es in jedem Fall ein Gewinn.

Zur Pressemitteilung der LfM
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