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Prof. Rainer Kuhlen, Kommunikationswissenschaftler an der Uni Konstanz, veröffentlicht deutliche Thesen zum Urheberrecht. Eine „Götterdämmerung“ stehe bevor, prophezeit der Experte:

Auch wenn die Aussage nach den Realitäten der Urheberrechtsnovellierungen leider richtig ist, dass vom Urheberrecht kaum etwas für Bildung und Wissenschaft zu erwarten ist, so ist dieser Text noch kein Abgesang auf das Urheberrecht, wie sich heute vermehrt Stimmen melden. ... Trotzdem werde ich in diesem Text die Frage stellen, ob sich nicht eine Götterdämmerung des Urheberrechts abzeichnet – zumindest was Bildung und Wissenschaft angeht. Zu offensichtlich sind die Aporien, also die Ausweglosgkeiten, die die gegenwärtigen Urheberrechtsregelungen mit ihrer Begünstigung der kommerziellen Verwertungsmonopole schaffen, und zu deutlich ergeben sich durch Open Access und Creative Commons neuen Formen des Umgangs mit Wissen und Information, nicht gegen, aber unabhängig vom Urheberrecht. In der Praxis von Bildung und Wissenschaft wird sehr schnell deutlich werden, dass man mit den von der Politik jetzt getroffenen Regelungen – und ich habe das bislang nur an dem Beispiel von § 52b karikiert – nicht leben kann und dass diese weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll sind.

In dem Buch „Erfolgreiches Scheitern - eine Götterdämmerung des Urheberrechts“ bestätigt sich ein weiteres Mal die These, dass Innovationen im deutschen Urheberrecht derzeit hauptsächlich von Nichtjuristen kommen - oder aus dem Ausland.

Das Buch ist als PDF unter einer Creative Commons-Lizenz erhältlich.

Zum Buch.

(via)
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