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Streit um Werbezeitvermarktung

Der Fernsehsender RTL II erwägt eine Schadensersatzklage gegen seinen Gesellschafter RTL und dessen Konkurrenten ProSiebenSat. 1, so das Nachrichtenmagazin Spiegel unter Berufung auf Gesellschafterkreise.

RTL II sehe sich durch kartellrechtswidrige Vereinbarungen bei der Vermarktung von Werbezeiten um ca. 60 Millionen Euro geschädigt. Das Bundeskartellamt hatte unlängst gegen RTL und ProSiebenSat. 1 ermittelt, weil der Verdacht bestand, dass diese durch kartellrechtswidrige Rabattvereinbarungen ihrer Vermarktungstöchter kleinere Sender benachteiligt hätten. RTL und ProSiebenSat.1 zahlten daraufhin insgesamt rund 200 Millionen Euro Bußgeld, um eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen. Ein Schuldeingeständnis sei dem Spiegel zufolge aber nicht mit der Zahlung verbunden gewesen.

Wie das Blatt weiter berichtet, hätten sich die übrigen Eigentümer von RTL II in Abwesenheit von RTL, das laut Kölner Stadtanzeiger einen Minderheitsanteil von rund 36 % an dem Sender hält, jetzt auf eine Klage verständigt. Angesichts der damaligen Bußgeldzahlung sehe man gute Erfolgsaussichten für ein solches Unterfangen. Einen formellen Beschluss gebe es aber noch nicht.

Zur Meldung des Kölner Stadtanzeigers
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