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Möglicherweise wird die ICANN bald eine privatwirtschaftliche Organisation sein, die unter internationaler, nicht mehr ausschließlich US-amerikanischer Aufsicht steht. Dies plant jedenfalls Peter Dengate Thrush, Vorsitzender des Direktoriums der ICANN: Der Vertrag über die ICANN-Aufsicht zwischen der ICANN und der US-Regulierungsbehörde für Telekommunikation solle nicht verlängert werden. Doch bedeutet eine Lösung vom Vertrag tatsächlich eine Emanzipation der ICANN von der US-Regierung? Bleiben Bindungen an die US-Regierung bestehen? Und vor allem: Wer übernimmt dann die Kontrolle der ICANN?

Zur letzteren Frage, der Technik- und Wissenschaftsjournalist Peter Welchering:

Richtige Modelle [gibt es] noch nicht, aber jede Menge Begehrlichkeiten. Die International Telecommunications Union würde diese Aufsichtsfunktion gern wahrnehmen. Zweitens gibt es Bestrebungen beim Generalsekretär der Vereinten Nationen ein ICANN-Aufsichtsgremium zu installieren. Drittens sehen einige im ICANN-Regierungsbeirat vertretenen Staaten diesen Beirat als eine Art Welt-Internet-Regierung und wollen die ICANN unter regelrechte Beiratskuratel stellen.


Bei "Computer&Kommunikation", einer Sendung des Deutschlandfunks, beantwortete Peter Welchering weitere Fragen zur geplanten Unabhängigkeit der ICANN.
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