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Das Potential von Online-Werbung, vor allem in Social Networks, wird derzeit in höchsten Tönen gepriesen: Durch persönliche Angaben in Nutzer-Profilen ließen sich genaue Informationen über die Begehren potentieller Kunden gewinnen. Werbung könne mithilfe dieser Daten zielgerichteter und treffsicherer an den Mann gebracht werden. Doch sind diese Überlegungen richtig? Stephan Noller, Experte für Online-Werbung, erklärt gegenüber Technology Review seine Bedenken. Er bezweifelt die Effektivität und kritisiert den oftmals missbräuchlichen Umgang mit persönlichen Kundendaten:

Kleinste Zielgruppen zu buchen könnte theoretisch tatsächlich funktionieren, zum Beispiel wenn ein Dessous-Laden regional werben will. Doch schon an diesem einfachen Beispiel tun sich Probleme auf: Sollen Frauen oder Männer angesprochen werden? Werden die Leute überhaupt "Dessous" als Interesse in Ihr StudiVZ-Profil eintragen? Und wenn ja – werden das diejenigen sein, die tatsächlich am Kauf von Dessous interessiert sind? Man sieht also: So einfach wie das klingt, ist es nicht – selbst wenn es überhaupt keine Datenschutzbedenken gäbe.


Zu dem Interview bei Technology Review.
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