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Wenn es nach Präsident Nicolas Sarkozy geht, soll das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Frankreich künftig komplett auf Werbung verzichten. Die Begründung:
"Beim öffentlichen Rundfunk muss Qualität das Kriterium sein. Ich will damit nicht sagen, dass das öffentliche Fernsehen elitär oder langweilig sein soll, sondern nur, daß es nicht nur nach kommerziellen Gesichtspunkten funktionieren kann."

Bislang wurden die öffentlich-rechtlichen Sender durch Werbeeinnahmen in Höhe von 800 Millionen Euro unterstützt. Einen Ersatz hat Sarkozy in Steuern gefunden: Privatsender sollen ihre Werbegelder versteuern müssen; ebenso Internet und Mobilfunk.

Die Reaktion in Deutschland: Auf Werbung wolle man nicht verzichten, so einheillig ARD und ZDF. Man wolle und könne den Verbaucher nicht noch mehr belasten - Denn ohne Werbeinnahmen sei eine Erhöhung der Rundfunk-Gebühr zwingend, aber kaum duchsetzbar. Zudem profitiere der Werbemarkt, vor allem beim Hörfunk, von der Konkurrenz durch die öffentlich-rechtlichen Sender.

EPD Medien zu den Plänen in Frankreich und der deutschen Diskussion.
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