Weiterempfehlen Drucken

„ZEIT online: Herr Flessner, nach Ihrer Meinung ist die Sammlung und Kontrolle unserer Daten eine unvermeidliche Folge der technologischen Evolution. Demnach wären die Beschwerden beim Bundesverfassungsgericht gegen die Vorratsdatenspeicherung sinnlos?

Bernd Flessner: Sie sind ein hoffnungsloses Unterfangen, weil so viele Konzerne und Institutionen mittlerweile Daten sammeln, dass das nicht mehr kontrollierbar ist. Man kann sich auch kaum einen Datenschutz vorstellen, der technisch in der Lage wäre, eine Speicherung zu verhindern. Die Datensammelei wird auf jeden Fall weitergehen.“

Einen pessimistischen Blick auf die Zukunft eröffnet der Wissenschaftler und Science-Fiction-Autor Bernd Flessner im Interview bei Zeit.de.

Zum Interview.
Anzeige:

Kommentare

* Simon 11.01.2008 19:05
Um deine Frage zu beantworten, lieber Jens (bei dir kann man nicht kommentieren, deshalb hier):

In mir geht folgendes vor: Ich sehe derzeit einen Datenschutz, der zwar hehre Ziele verfolgt, dabei aber so unpraktikabel geworden ist, dass er kaum Wirkung hat. (Safe Harbor z.B.)

Ich finde, man kann durchaus darüber diskutieren, ob es sich nicht lohnt über grundlegende Änderungen in dieser Hinsicht nachzudenken.

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
BBCode-Formatierung erlaubt
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.