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Prof. Hans Kleinsteuber, hochdekorierter Experte für Medien und Politikwissenschaften, geht mit der ARD hart ins Gericht. In einem Interview mit der taz fordert er eine grundlegende Strukturreform bei dem Fernsehsender:
Hinter dem System der Rundfunkräte steckt ja die Idee einer öffentlichen, aber staatsfernen Organisation der gesellschaftlich zentralen Medien Radio und Fernsehen. Machtballung sollte durch Gewaltenteilung vermieden werden: Alleingänge eines Intendanten wie selbstherrliche Aktionen eines Rundfunkrats müssen sich wechselseitig ausschließen. Im Moment habe ich eher den Eindruck, dass die Intendanten übermächtig sind gegenüber ihren Aufsichtsorganen. Aber natürlich brauchen Intendanten im Tagesgeschäft ihre Entscheidungsfreiheit.

Die Debatte hatte sich ursprünglich am Rückzug von Günther Jauch aus seiner Position als Polit-Talker entzündet. Jauch, der eigentlich Nachfolger von Sabine Christiansen werden sollte, hatte nach längeren Verhandlungen die Zusammenarbeit entnervt wieder aufgegeben, bevor sie richtig begonnen hatte. Danach machte seine Aussage die Runde, die ARD bestehe aus "Gremien voller Gremlins".

Zum Interview in der taz.
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