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Während in Deutschland der gerade erst beschlossene zweite Korb allerlei Regelungen auf Kosten von Wissenschaft und Forschung enthält, setzt man in den Vereinigten Staaten auf einen konträren Kurs: Open Access. Das Repräsentantenhaus entschied mit breiter Mehrheit, dass Ergebnisse aus staatlich bezuschussten Forschungen des National Institute of Health (staatliche Gesundheitsbehörde) spätestens zwölf Monate nach ihrer Veröffentlichung kostenlos und online bereitgestellt werden müssen. Zwar gilt die Verpflichtung nur für die Fachbereiche Medizin und Biologie, aber ein Fortschritt zur Förderung der Wissenschaft ist es allemal.

Die Veröffentlichungen sollen für Jedermann zur Verfügung gestellt werden, sodass sich neben Wissenschaftlern vor allem Ärzte und Krankenpfleger informieren können, ohne umständliche Wege in Bibliotheken zu unternehmen. Hierdurch erhofft man sich Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung.

Außer den Verlagen, die sich regelrecht „bestraft“ fühlen, findet das noch vom Senat abzusegnende Gesetz allgemeine Zustimmung: Der freie Zugang zu wissenschaftlichen Forschungsergebnissen wird als Selbstverständlichkeit betrachtet, für Innovationen in Wissenschaft und Forschung geradezu unerlässlich.

Bereits 2005 hatte man versucht, Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, in dem man den Verlagen eine Selbstverpflichtung abverlangte, Publikationen freiwillig online zu stellen. Der Versuch scheiterte - die Verlage waren nicht bereit die Ergebnisse kostenlos bereitzustellen.

"Erfolg für Open Access in den USA" (Telepolis).
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