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Der Wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages hat sich mit Weblogs in der Politik auseinandergesetzt. Obwohl Weblogs als ernstzunehmende Kommunikations- und Interaktionsmedien anzusehen sind, sei der publizistische Einfluss deutscher Blogger als relativ gering anzusehen, so die Verfasser. Der Grund: Die deutsche Blogosphäre beschäftigt sich zu sehr mit sich selbst:
„Eine Besonderheit der deutschen Blogosphäre ist außerdem ihre Selbstbezüglichkeit: Mehr als in anderen Ländern beziehen sich Blogger auf Weblogs anderer Blogger. Auch die Zahl der professionell tätigen Blogger ist in Deutschland vergleichweise gering. Übereinstimmend zeigen die Untersuchungen, dass nur wenige Blogger bestrebt sind, ein Massenpublikum zu erreichen.“

Doch obwohl deutsche Blogs in Zahl und Relevanz dem professionellen Journalismus nicht das Wasser reichen könnten, sei der Einsatz von Blogs insbesondere im letzten Wahlkampf deutlich gestiegen:
„Insbesondere mit dem Bundestagswahlkampf 2005 entstand in der deutschsprachigen Blogosphäre ein neues „Netz im Netz“: Politiker und Journalisten sowie interessierte Bürger begannen, in Weblogs politische Themen zu kommentieren und zu diskutieren. Die Bedeutung der politischen Blogs kann darin gesehen werden, dass diese zum Meinungsaustausch innerhalb besonders interessierter und aktiver Gruppen genutzt werden, die überdies in vielfältiger Weise mit den etablierten Formen der politischen Kommunikation und Publizistik verknüpft sind.“


Der vollständige Bericht „Weblogs in der Politik“ auf der Homepage des Bundestages (PDF).
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