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Die Bundesnetzagentur hat am Freitag drei Entgeltentscheidungen bekannt gegeben. Es geht dabei um Vorleistungsprodukte, die die Deutsche Telekom AG (DT AG) aufgrund ihrer beträchtlichen Marktmacht ihren Wettbewerbern zur Verfügung stellen muss. Als Gegenleistung erhält sie von den Wettbewerbsunternehmen Entgelte, deren Höhe von der Bundesnetzagentur genehmigt werden muss.

Mit Geltung ab dem 1. Juli wurden folgende Entgelte wurden genehmigt: 1. Entgelte für Anmietung und Rückgabe der Teilnehmeranschlussleitung (TAL), 2. Entgelte bezüglich des „Line-Sharings“, 3. Entgelte für "Carrier-Festverbindungen". In ihrer Pressemitteilung verdeutlicht die Bundesnetzagentur übrigens, dass die Genehmigungen unabhängig von den tarifvertraglichen Vereinbarungen zwischen der DT AG und ver.di erteilt worden seien.

1. Entgelte für die Anmietung und Rückgabe der TAL

Bereits am 30. März wurde eine Genehmigung in Bezug auf die monatlich zu zahlenden Überlassungsentgelte (in Höhe von 10,50€) für die TAL ausgesprochen. Diese Entgelte setzen sich aus den Kosten für Materialien und Verlegung der Leitungen zusammen. Nun wurden solche Einmalentgelte genehmigt, die bei Auftragsbearbeitungen oder bei technischen Umschaltmaßnahmen entstehen, wenn die TAL einem Wettbewerber neu bereitgestellt (36,19 €) oder von diesem gekündigt wird. Das Kündigungsentgelt ist erheblich geringer (5, 21 €), wenn der Endkunde gleichzeitig mit der Kündigung der TAL zur DT AG oder einem dritten Anbieter (ein Wettbewerber, der noch an die TAL der DT AG angeschlossen ist) wechselt. Im anderen Falle muss der kündigende Wettbewerber ein Kündigungsentgelt in Höhe von 20,93 € zahlen.

2. Entgelte beim "Line-Sharing"

„Line Sharing“ ist die gemeinsame Nutzung der TAL durch die DT AG und einen Wettbewerber. Technisch ermöglicht wird dies durch eine Frequenzaufteilung, wodurch Sprachübertragung und Datenübertragung getrennt voneinander genutzt werden können. Im Regelfall nutzt der Wettbewerber den oberen Frequenzbereich für die schnelle Datenübertragung (DSL-Internetübertragung). Hierfür muss er fortan einen monatlichen Überlassungspreis in Höhe von 1,91 € entrichten. Hinzu kommt ein einmaliges Bereitstellungsentgelt (ab 60,82 €).

3. Entgelte für „Carrier-Festverbindungen“


Die DT AG überlässt ihren Wettbewerbern auch solche Leitungen zur Miete, die sie zur Komplettierung der eigenen Netze erfordern. Diesbezüglich wurden neue Überlassungspreise und einmalig zu zahlende Bereitstellungsentgelte festgelegt. Tariferhöhungen wurden der DT AG versagt, während die teilweise vorgenommenen Tarifsenkungen von der DT AG selbst beantragt wurden.

Pressemitteilung der Bundesnetzagentur.
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