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Während in Deutschland noch die Debatte über die Regulierung von V-DSL Leitungen und günstige Marktpositionierung im Video-on-Demand Markt vorherrscht, beschreiten die Gründer von Skype und Kazaa, Janus Friis und Niklas Zennstrom, einen ganz neuen Weg: Fernsehen über Peer-to-Peer.

Joost heißt das Projekt, und es soll die Fernsehlandschaft revolutionieren.

Dabei setzen die Skype-Erfinder nicht nur auf Video-on-Demand. Vielmehr sollen Streaming-Inhalte mit interaktiven Angeboten und Online-Inhalten kombiniert werden können. Wie eine solche Kombination aussehen soll, zeigt Golem mit einigen Screenshots.

Aus dem Joost-Blog:

Wir befinden uns auf dem Weg, eine sichere Peer-to-Peer Streaming Technologie einzuführen, die es Inhalteanbietern ermöglicht, Videos in Fernsehqualität bei einfacher Benutzung einer breiten Öffentlichkeit anzubieten, zusammen mit all den Wundern des Internets. (Übersetzung)


Bei der Peer-to-Peer Technologie werden Inhalte nicht zentral auf einem Server bereitgehalten, sondern dezentral über alle Teilnehmer verbreitet. Jeder Zuschauer fungiert technisch also sowohl als Empfänger wie auch als Sender. Mit der Tauschbörse Kazaa und der Telefoniesoftware Skype haben sich Friis und Zennstrom schon seit Jahren auf diesem Gebiet profiliert.

Allerdings wurde Kazaa auch als Hilfsmittel für Raubkopierer berühmt.
Das soll sich mit Joost nicht wiederholen. Die Inhalte sollen direkt von den Rechteinhabern bereitgestellt und verschlüsselt werden, Beiträge, die gegen das Urheberrecht verstoßen, können entfernt werden. Anders als bei Skype oder Kazaa liegt die Kontrolle bei Joost somit nicht allein bei den Benutzern.

Derzeit befindet sich das Projekt in der Testphase und ist noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Ersten Informationen zufolge soll der Dienst aber mit einer Bandbreite von 90kb/s auskommen. Damit wäre Joost mit einem normalen DSL-Anschluss nutzbar.


Zum Joost Projekt

Screenshots bei Golem
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