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Wie „buchreport” berichtet, soll der Verlag C.H. Beck eine Klage gegen Google wegen der unerlaubten Verwendung von Textauszügen („Snippets”) bei der Google-Suche vorbereiten:
„C.H. Beck bringt sich gegen den Internetkonzern Google in Stellung: Der Verlag plant eine Musterklage gegen die ungenehmigte Nutzung kleiner Textschnipsel aus urheberrechtlich geschützten Büchern („Snippets“) in Googles Buchsuche. Eine Abmahnung des Internetkonzerns, die Voraussetzung für ein Gerichtsverfahren ist, steht nach den Worten von Beck-Justiziar und Lektoratsleiter Bernhard von Becker kurz bevor.”

Das könnte spannend werden. Ein offizielles Statement des Beck-Verlages steht noch aus, alle Informationen sind bislang also noch mit Vorsicht zu genießen, obwohl man sie in Branchenkreisen als Tatsache handelt.

Ein solches Vorgehen wäre auf jeden Fall interessant. Hatten die Verlage doch im Rahmen der Diskussion um ein Presse-Leistungsschutzrecht auch immer wieder ins Feld geführt, dass der urheberrechtliche Schutz von Snippets eine rechtlich unsichere Angelegenheit sei, die durch ein Leistungsschutzrecht geklärt werden müsse. Mit einem solchen Grundsatzverfahren würden die Verlage also zweigleisig fahren: Auf der einen Seite soll der Gesetzgeber mit einem Leistungsschutzrecht für urheberrechtlichen Schutz sorgen, auf der anderen Seite die Gerichte mit dem bestehenden Urheberrecht.

„Eröffnung der Schnipsel-Jagd” bei buchreport.
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