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Quelle: a_assi01Aus aktuellem Anlass widmet sich ein Beitrag des Medienmagazins „Zapp” versteckten Kameras in Fernsehbeiträgen: Am Montag hat das OLG Düsseldorf entschieden, dass RTL in einer Arztpraxis heimlich filmen und die Bilder ausstrahlen durfte. Versteckte Kameras werden im Fernsehalltag vor allem bei den privaten Sendern massenhaft eingesetzt. Selten jedoch zu investigativen Zwecken – die verwackelten Bilder aus der Knopflochkamera werden vor allem als Stilmittel eingesetzt. Egal, ob dadurch Persönlichkeitsrechte Dritter berührt werden. „Zapp” zeigt anschaulich die rechtlichen Probleme, die durch den Einsatz der heimlichen Aufnahmen entstehen.

Zu dem Video: „Versteckte Kamera: Inszeniert statt investigativ”
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Kommentare

* RA Markus Kompa 13.03.2010 11:39
Ich habe mal vor ein paar Jahren für einen Mandanten RTL wegen einer definitiv böswilligen Versteckte Kamera-Sache auf Unterlassung in Anspruch genommen, was allerdings kaum bekannt ist, weil ich damals zum Schutz des Mandanten keinen Presserummel wollte.

Die Strategie von RTL war die, dass man es stumpf im Prozess drauf ankommen lässt, egal wie dünn das Eis ist, auf dem man tanzt. Erst zum Schluss hat man dann durch Vergleich peinliche Judikate vermieden.

Erstaunlicherweise war die Kölner Staatsanwaltschaft nicht für § 201a StGB zu begeistern, obwohl im Fall jemand im Hotelzimmer teilentkleidet gefilmt worden war.

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