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Datenleck bei SchülerVZ, Jugendliche wegen Filesharing vor Gericht, ungewollte Aboverträge – die Liste der Gefahren im Internet ist lang, gerade für junge Menschen. Vor allem Politiker und Journalisten malen den Teufel gerne an die Wand. Aber wie gehen Kinder und Jugendliche wirklich mit dem Internet um? Welche Rolle spielt das Medium im Alltag und welche Gefahren sehen sie selbst? Sind junge Menschen im Internet tatsächlich so ahnungs- und sorglos, wie oft behauptet wird?

Wir haben uns mit jemandem unterhalten, der es wissen muss. Sophie* ist ein waschechter „Digital Native” und in jeder freien Minute im www unterwegs. Im Interview erzählt uns die 14jährige Gymnasiastin, wie sie sich in Social Networks und Foren verhält und wie sie rechtliche Fragen im Internet beurteilt.

Sophie, deine Generation wird als „Digital Natives” bezeichnet. Sagt dir dieser Begriff etwas?

Nicht direkt, aber ich denke, dass es bedeutet, dass die Jugendlichen heute quasi mit dem Internet aufwachsen und oft schon von Kind auf damit zu tun haben. Fast jeder hat einen Computer zu Hause und die meisten Jugendlichen kennen sich sehr gut im Internet aus.

Du bist 14 Jahre alt und hast natürlich auch einen eigenen Computer. Seit wann besitzt du ihn und musst nicht mehr den Familien-PC benutzen?

Einen eigenen Computer habe ich seit ich 11 bin, dieser stand allerdings nicht direkt in meinem Zimmer und war außerdem sehr alt, so dass das Internet immer abstürzte. Mit 12 bekam ich einen neuen PC, der dann auch in meinem Zimmer stand. Und vor einem halben Jahr habe ich mir ein eigenes Laptop gekauft.

Wo bewegst du dich denn im Internet? Hast du eine eigene Homepage bzw. einen Blog?

Ich benutze hauptsächlich SchülerVZ und bin außerdem in zwei Foren angemeldet. Bei Twitter habe ich selber keinen Account, lese aber Accounts von anderen regelmäßig mit. Früher hatte ich auch einen eigenen Blog. Den habe ich aber inzwischen gelöscht, ich hatte einfach keine Lust mehr darauf.

Und wie schaut bei dir ein normaler Tag – in Bezug auf das Internet – aus? Kannst du deinen Tagesablauf beschreiben, also wie oft du am Tag E-Mails und SchülerVZ-Mitteilungen checkst?

Ein normaler Tag im Internet... Nun, als erstes gehe ich zu SchülerVZ und schaue dort, ob es etwas Neues gibt. Dann checke ich meine Mails und außerdem ein Forum, in dem ich aktiv bin. Auf all diesen Plattformen, besonders SchülerVZ, findet man mich auch mehrmals am Tag. So klicke ich mich, wenn mir langweilig ist, eben durch unterschiedliche Profile oder schaue mir Fotos an.


„Wir lernen nichts darüber, was wir dürfen oder auch nicht.”


Welche Rolle spielt das Internet in der Schule? Habt ihr in der Klasse Computer mit Internetzugang und lernt ihr gezielt mit dem Internet zu arbeiten, also beispielsweise darin zu recherchieren? Und werdet/wurdet ihr in der Schule von euren Lehrern darüber aufgeklärt, was ihr im Internet dürft und was nicht?

Wir haben schon zwei Computer in unserem Klassenraum, die auch Internet haben und an denen wir auch recherchieren dürfen. Lernen tun wir darüber jedoch nichts, weder übers Recherchieren allgemein noch darüber was wir dürfen oder auch nicht.

Einige Gerichte haben entschieden, dass Eltern haften und Schadensersatz bezahlen müssen, wenn ihre Kinder im Internet das Recht verletzen. Denn Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können in vielen Fällen noch nicht belangt werden. Beaufsichtigen deine Eltern dich noch, wenn du im Internet bist? Und haben deine Eltern mit dir über „richtiges Verhalten” im Internet geredet?

Nein, meine Eltern beaufsichtigen mich nicht im Internet. Wirklich mit mir geredet haben sie eigentlich auch nicht; zwar äußern sie ab und zu ihre Bedenken und ermahnen mich, keine Adressen oder sonstwas im Internet preiszugeben – aber das würde ich auch von mir aus nicht tun.

Was verstehst du persönlich – unabhängig von der Meinung deiner Eltern, Lehrer oder anderen – unter „richtigem Verhalten” im Netz?

Für mich bedeutet ein richtiges Verhalten, dass ich vorsichtig sein muss, wenn auf Seiten Daten von mir erfragt werden. Meine E-Mail-Adresse halte ich hierbei für recht ungefährlich, würde jedoch nie meinen vollständigen Namen, meine richtige Adresse oder Telefonnummer verraten.


Keines dieser Dinge ist, glaube ich, legal.


Beziehst du Musik und Filme aus dem Internet? Kostet das Herunterladen dann etwas und machst du das auch schonmal illegal?

Ich höre hauptsächlich Musik bei Youtube und konvertiere mir diese dann auch oft in MP3-Dateien, so dass ich sie mir auf dem Computer speichern kann. Dies mache ich auf der Internetseite www.mediaconverter.org bzw. mit dem dazugehörigen Firefox-Addon. Filme schaue ich mir oft auf www.kino.to an, oder auch auf Youtube, wo diese manchmal in mehreren Teilen hochgeladen werden. Keines dieser Dinge ist, glaube ich, legal. Aber darüber mache ich mir keine großen Gedanken.

Hast du eine Vorstellung warum das Kopieren von Musik und Filmen im Internet in vielen Fällen nicht erlaubt ist? Findest du es richtig, dass das Hoch- und Herunterladen in den meisten Fällen nicht erlaubt ist?

Naja, die Sachen, die man sich runterlädt gibt es ja meistens auch im Laden zu kaufen, also ist das im Grunde wie stehlen, da man ja nicht dafür bezahlt. Das ist ganz logisch denke ich, aber ich sehe eben nicht ein, wieso ich für etwas Geld bezahlen sollte, das ich auch kostenlos kriegen kann.

Sollte man deiner Meinung nach alles, was im Internet verfügbar ist, auch frei nutzen dürfen? Oder kannst du auch die Urheber verstehen, die das nicht möchten?

Natürlich wäre es schön, wenn man alles im Internet einfach so nutzen könnte, aber ich kann Urheber sehr gut verstehen, die das nicht möchten. Wenn ich ein Foto gemacht habe und das ins Internet stelle würde ich auch nicht wollen, dass es einfach jeder benutzen kann für was er will, ohne dass ich davon weiß. Deshalb finde ich das schon ganz gut geregelt.


„Bei SchülerVZ aussteigen würde ich nicht.”


Du hast erzählt, dass du ein Profil bei SchülerVZ hast. Wie stellst du dich dort selber dar? Wer darf sich alles dein Profil anschauen?

Ja, ich bin bei SchülerVZ. Ich stelle mich dort einfach so dar wie ich bin, achte jedoch darauf, keine zu privaten Dinge preiszugeben: Ich habe zum Beispiel meinen Nachnamen abgekürzt und vermeide öffentliches Gerede über beispielsweise die Party am Wochenende oder Beziehungsprobleme. Ich finde, dass das nicht jeden etwas angeht. Meine Seite kann allerdings jeder sehen, nicht nur meine Freunde.

SchülerVZ stand ja in letzter Zeit öfter in den Schlagzeilen. Hast du von dem Datenleck bei SchülerVZ gehört und wie ist deine Meinung dazu? Hast du überlegt bei SchülerVZ auszusteigen?

Ich habe schon davon gehört, Einzelheiten weiß ich jedoch nicht und ich habe mich auch nicht weiter damit beschäftigt. Bei SchülerVZ auszusteigen habe ich gar nicht in Betracht gezogen, das würde ich auch nicht tun. Meine Daten würden sowieso nicht unbedingt mit mir in Verbindung gebracht werden, da ich meinen Nachnamen ja nie angegeben habe. Außerdem finde ich SchülerVZ viel zu praktisch und einen guten Zeitvertreib um auszusteigen.

Hast du das Gefühl, dass du dich zu anderen im Internet anders, vielleicht offener und direkter, als wenn sie in natura vor dir stehen?

Natürlich fällt es einem beim Schreiben oft leichter sich zu öffnen, als wenn man direkt mit einer Person redet. Ich denke aber eigentlich nicht, dass ich mich im Internet sehr anders verhalte, da ich eigentlich hauptsächlich mit Leuten schreibe, mit denen ich auch wirklich befreundet bin und da würde ich das was ich schreibe auch so sagen, das macht keinen großen Unterschied.


„Ich achte schon darauf, dass man keine allzu peinlichen Bilder von mir findet.”


Ein bekannter Wissenschaftler hat einmal gesagt: „Das Internet vergisst nie.” Was meinst du, hat er damit gemeint?

Naja, alles was man einmal ins Internet gestellt hat, wird dort gespeichert. Und selbst wenn man später merkt, dass das vielleicht nicht so gut war und man es wieder rausnimmt, kann es sein, dass es noch irgendwo gespeichert ist. Oder dass jemand anderes es sich schon auf den PC geladen hat und nun selber wieder hochladen kann.

Du gehst ja noch zur Schule, sodass es noch eine Weile dauern wird, bis du in die Berufswelt einsteigst und dich um einen Job bewirbst. Hast du dir trotzdem schonmal Gedanken darüber gemacht, dass dein Arbeitgeber dich dann vielleicht vor dem Bewerbungsgespräch googelt und dabei peinliche Fotos von dir findet?

Ich achte schon darauf, dass man keine allzu peinlichen Bilder von mir findet, da ich ja weiß, dass sich viele Arbeitgeber ein Profil anschauen.

Die „Generation Internet”, der du ja angehörst, unterscheidet sich auch deshalb von früheren Generationen, weil es für sie ganz normal ist, Kontakte übers Internet zu knüpfen. Wahrscheinlich hast du auch schon Leute übers Internet kennengelernt. Wie kam es zu den Kontakten und habt ihr euch auch in der „realen Welt” schon einmal getroffen?

Ja, ich habe einige Kontakte, die ich übers Internet kennengelernt habe. Bei denen, mit denen ich auch wirklich regelmäßig Kontakt habe, entstand das durch eine Grafikseite, bei der ich mal Mitglied war und die sind eben andere Mitglieder aus dem Team dort. Die Seite hat sich inzwischen aufgelöst, aber zu einigen Mädchen habe ich immer noch Kontakt. Ein Mädchen, das nicht weit weg wohnt, habe ich sogar schon zweimal getroffen.

Hattest du vor dem Treffen Angst, dass sich in Wirklichkeit jemand ganz anderes hinter dem Mädchen verbirgt?

Nein, Angst hatte ich eigentlich nicht, da ich mit dem Mädchen auch schon oft über Webcam gechattet hatte und deswegen wusste, dass sie das wirklich ist. Trotzdem habe ich noch eine andere Freundin mit zu dem Treffen genommen, da man ja nie ganz sicher sein kann, wie die Person dann in Wirklichkeit ist.

Du bist erstaunlich gut über Problemfelder im Internet und Verhaltensregeln informiert. Woher hast du dein Wissen, wenn du es nicht in der Schule oder von deinen Eltern gelernt hast?

Ich weiß nicht genau, ich habe mich jetzt nicht besonders damit beschäftigt oder so. Ich denke man bekommt das einfach mit. Und dass es bestimmte Informationen gibt, die man im Internet besser nicht freigeben sollte, müsste eigentlich jedem klar sein.

Sophie, herzlichen Dank für das Gespräch!


Das Gespräch führte Anja Assion.

*Name von der Redaktion geändert

Mehr zum Thema: „Generation Internet”, ein Buch von John Palfrey und Urs Gasser.
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Kommentare

* Matthias Spielkamp 03.11.2009 13:24
Aus gegebenem Anlass: Informationen für Digital Natives und die, die sie informieren sollten:
http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/11/03/aus-gegebenem-anlass-informationen-fur-digital-natives-und-die-die-sie-informieren-sollten/
* scaramut 04.11.2009 12:46
Ein wenig "dünn" hier einen Digital Nartive dieser Altersklasse zu befragen, welche sich im Raum des Internets meiner Meinung nach nicht wirklich bewegt, ausser in Foren für Jugendliche und eben ein offenes Verständnis für das Internet hat.

Interessant ist ein Digital Native doch ab dem Alter von 20-30 Jahren, wenn er in Berufsleben steht, jung erfolgreich ist und gewissen Instrumente in sein Unternehmen im Bezug auf seine digitales Verhalten Gegenüber der Medienwelt und dem Marketing einbringt.

Dies kann für Unternehmen, welche schwer aus alten Mustern geraten, sehr förderlich im Bezug auf Innovationen sein.

Nichts destotrotz, kann diese junge Dame auch einmal ein wervoller Arbeitnehmer für seinen Arbeitgeber sein. :)

Viele Grüße
* Simon 04.11.2009 14:34
Ich würde sagen, "Digital Native" kann nur sein, wer wirklich ab dem frühen Kindesalter regelmäßig mit digitalen Medien umgegangen ist. Insofern sind die ältesten echten Digital Natives heute ca. 25 - aber nur, wenn es sich um Kinder handelte, die sehr technologieaffin waren (ich z.B. hatte schon mit ca. 14 einen Pager, später dann Handys und natürlich Internet). Das Phänomen, dass eine ganze Generation als "Digital Native" aufwächst, erleben wir m.E. gerade zum ersten Mal. Insofern dürfte Sophie eher ein typisches Beispiel für die Digital Natives sein.
* Anja 04.11.2009 16:20
Hallo Scaramut,

danke für Ihren Kommentar. Simon hat es schon ein wenig vorweg gegriffen: Mir ging es in diesem Interview um die echten Digital Natives - und von denen sind noch nicht so viele im Berufsleben.
Gleichzeitig interessierte mich, wie sich gerade Jugendliche im Netz bewegen und worauf sie achten. Meistens wird ja nur - negativ - über sie berichtet und man lässt sich selbst kaum zu Wort kommen. Dabei kann Sophie natürlich nur ein Beispiel darstellen.

Ihr Ansatz ist sicherlich auch spannend, also in wie weit ein Digital Native für einen Arbeitgeber besonders attraktiv ist. Wer weiß, vielleicht verfolgen wir Ihre Idee ja weiter...?

Anja
* Jan Schmidt 04.11.2009 17:05
Danke für das interessante Interview; es deckt sich mit den Befunden unseres Projekts zum "Heranwachsen mit dem Social Web" (siehe Link bei meinem Namen).

Sophie scheint mir in der Tat recht 'repräsentativ' für die Altersgruppe 14-17 zu sein, denn anders als die teils recht aufgeregte Diskussion um die digital natives vermuten lässt, sind die Teenager eben nicht bei allem und jedem dabei, was es im Internet so an Neuigkeiten gibt. Die dominierenden Angebote sind Google und Wikipedia für Informationen, Netzwerkplattformen und ICQ/MSN für den Austausch in der (erweiterten) Clique, und Youtube als Alternative zu Radio und Fernsehen.
* D.K. 04.11.2009 17:18
Mein 11-j. Sohn ist schon viel weiter. Und sowieso ein echter Native: vom Entstehen weg war er meistens keine 5 m vom PC entfernt. Er hat so viele kreative Ideen, die ich schon nicht mehr verstehe.

Ich habe den Eindruck, die Innovationszyklen der Kids werden immer schneller immer enger.

Die Marktstudien sollten bei ihren Erkenntnissen über Kids und Jugendliche immer etwa 5 Jahre abziehen, dann stimmen ihre Erhebungen. Heute tun schon 10-jährige, was man erst den 14-j. nachsagt.
* Anja 04.11.2009 17:24
Hallo D.K.,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Ist Ihr Sohn auch hinsichtlich der Rechtsauffassungen weiterentwickelt? Die technischen Kenntnisse sind ja nur das eine - das andere ist zu wissen, wie man sich im Internet verhalten sollte...
Viele Grüße,
Anja
* think!! 04.11.2009 17:46
Wenn man daran denkt dass das World Wide Web erst 1993 erfunden wurde und dies vll. 1996 wirklich attraktiv geworden ist würde ich sagen Leute vor 1990 sind schon wirklich nur mehr als Rand Digital Natives zu kategorisieren. Leute die das Internet wirklich praktisch in die Wiege gelegt bekamen sind die ab 1990. Das sind Leute die sich ins Internet reindenken können wie sonst fast niemand. Und diese Generation wird erst in den nächsten Jahren in die Wirtschaft einsteigen. Und die jetzige Rechtliche Lage der "Alten" erben.
Bin natürlich etwas eingenommen da ich aus dieser Generation entstamme.
* anq 04.11.2009 20:30
digital native ... meiner Erfahrung nach, nutzen die meisten Jugendlichen zwar social networks, Foren, Wiki, google und messenger, aber wissen in der Regel nicht, wie die Technik im Einzelnen funktioniert - im Gegensatz zu den inzwischen mehr als 10 Jahre älteren, die zwar nicht ganz so natürlich an den PC heran geführt wurden, aber aufgrund des noch nicht so großen und ausgereiften Angebots gezwungen waren, Kenntnisse zu erwerben.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass die lieben, kleinen digital natives gerade noch wissen, wo der Rechner anzuschalten ist und wie man google bedient.
* Waldemar 04.11.2009 21:04
@anq

Gerade der Umstand, dass ein Großteil der Komplexität vor dem Standardnutzer versteckt wird, führt dazu die Angebote von einer breiten Masse selbstverständlich genutzt werden.

Heute weis auch keiner wie ein Fernseher, Radio oder Auto funktioniert, weil es auch einfach für die Nutzung nicht notwendig ist.

Man sollte nativ nicht mir allwissend / gut informiert verwechseln. Viel mehr ist es so das das "Internet-Mem" bereits in den Köpfen vorhanden ist. Das sieht man sehr gut daran, das sie nicht sagen kann woher sie das Wissen hat sondern mit "das weis man halt" antwortet. Ähnliches würde Heute Jeder über das Bedienen einer Fernbedienung sagen.
* E.F. 05.11.2009 13:47
Ist die Antwort auf Frage 2 nicht 1:1 aus einer Folge der Serie "South-Park" abgeschrieben?

Ist zwar ein netter Insider-Witz aber eigentlich sollte man sich ja seriös mit dem Thema auseinandersetzen.
* Hauke 05.11.2009 17:26
Die Digitale Spaltung besteht den Kommentaren hier nach auch zwischen Jugendlichen und den 20-30 Jährigen...
Genau das kommt hoch, was ihr doch alle an den CDU Wähler kritisiert.
"Die Jungen sind doch noch gar nicht erfahren. Sie nutzen es nur und wissen nicht worum es geht." Blablabla. Ihr habt es genausowenig begriffen wie die Bildlesenden Rentner. Aber trotzdem :)
* gelöschte Person 07.11.2009 01:34
Die junge Dame als digital Native zu bezeichnen, naja sie nutzt internetseiten, social networks und Internetdienste die jeder unter 25 Jährige nutzt.

Die nutzungsmöglichkeiten des internets wird Sie mit sicherheit nicht voll ausschöpfen, bzw. ich bezeifel doch ganz stark das sie überhaupt eine ahnung davon hat was man alles mit und durch das internet machen kann.

Jeder der das Internet etwas besser kennt, wie sie, weiss das man im internet so ziemlich alles findet was man an digitalen inhalten sucht, und das es weit illegalere inhalte oder aktionen gibt als musik zu downloaden oder filme über streaming sites oder link sammlungen wie kino.to zu sehen, ich denke wer sich dort erwischen lässt macht es weil es "alle" machen und sich die armen teufel nicht über die rechtlichen rahmenbedingungen informiert haben oder wie man diese in irgendeiner form umgeht und sich im internet anonymisiert, wer wirklcih ahnung von der materie hat bekommt im internet wirklich alles über software samt serien nummern oder cracks, musik, filme, hacker software und ähnliches, nur sollte dabei auch jeder wissen das es diese dienste nie umsonst gibt und man sich damit meist in irgendeiner form einen nachteil einhandelt wen man unvorsichtig oder uninformiert ist.

ergo das thema ist in irgendeiner art und weise ziemlich witzlos, verbieten kan man im internet nichts speeren ist auch schwer, und meistens sind junge leute über sicherheit im internet besser informiert wie ältere.

letzendlich muss man auch sagen wer seine persönlichen daten bereitwillig für alle zugänglich ins internet stellt sollte sich nicht beschweren wenn sie dann irgendwann irgendwo landen wo sie nicht landen sollten, so blauäugig kann man doch nicht sein.

achja meine IP-Adresse wurde zu diesem Komentar nicht gespeichert, da ich weiss wie man sich im internet anonymisiert :-p

gruß
* Adrian 07.11.2009 17:19
@#13:

Dass der Begriff "digital native" keine feste Definition hat, haben wir ja jetzt schon mehrfach festgestellt. Entscheidend ist für mich dabei nicht der Erfahrungshorizont, sondern das Alter.

Ich bin mit 14 Jahren gerade das erste Mal mit dem Internet in Berührung gekommen und bin entsprechend auch ganz anders damit umgegangen. Das Internet war ja für den breiten Markt ja in Deutschland auch relativ neu und die Angebote ganz andere. Nun haben wir eine Generation, für die das Internet etwas völlig Normales ist und die damit aufwächst.

Das ist es auch, was ich an dem Interview interessant finde und was sich auch mit meinen Erfahrungen deckt: Der Umgang mit dem Internet ist viel intuitiver geworden und neue Nutzer müssen sich gar nicht mehr mit der Technik im Detail beschäftigen. Man muss das Internet nicht verstehen, um es zu nutzen.

Deshalb ist der Umgang sowohl mit den Risiken, als auch mit dem Potential des Internets eher spielerisch und viel mehr von einem normalen Erfahrungsschatz aus der "realen Welt", als von spezieller Medienkompetenz geprägt. In einigen Bereichen ist das sicherlich goldrichtig, in anderen muss hingegen Aufklärungsarbeit betrieben werden.

Und ich denke, wir sollten uns bei der Diskussion auch mehr auf diese Aussagen konzentrieren, als ständig an dem Begriff "Digital Native" hängen zu bleiben.

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