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YouTube und das Urheberrecht - das ist eine Verbindung, die zumindest "problematisch" ist. Professor Hoeren von der Universität Münster hat zu diesem Thema anlässlich der Ausstellung "bookmarks - Wissenswelten von der Keilschrift bis YouTube" in Hannover einen Vortrag gehalten. In knapp 45 Minuten erläutert er, ob und wann Up- und Downloader bei YouTube in fremde Urheberrechte eingreifen und in welchen Fällen sie sich auf Schranken wie die Zitat- oder Parodiefreiheit berufen können. Außerdem gibt er einen Crash-Kurs über die Foren- und Plattform-Haftung im Internet sowie die Problematik des "fliegenden Gerichtsstands". Abschließend geht er auf die Zukunft des Urheberrechts ein: Welche Modelle könnten die Benutzung von YouTube legalisieren?

Das Video gibt's nach dem Klick.



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Kommentare

* Jan Petter 16.02.2009 00:20
Interessanter, gut verständlicher Clip für Youtube-User und Mitglieder, hat mir einiges verständlicher gemacht. Danke!
* pascal 01.03.2009 13:32
Ein wunderbarer Beitrag.

Nur mehr noch zwei Anmerkungen, die mir spontan einfallen:

Bei der Schranke der Privatkopierfreiheit kommt es nicht darauf an, ob die Vorlage "rechtswidrig" ist, sondern ob sie "rechtswidrig hergestellt" oder "rechtswidrig öffentlich zugänglich" gemacht worden ist. Das Adverb bezieht sich dem Wortlaut nach eindeutig auf die "Herstellung" ode rauch die öffentliche Zugänglichmachtung.
Das ist ein gewisser Unterschied, denn bereits meine eigene Privatkopie eines geschützten Werkes ist als solche nicht "offensichtlich rechtswidrig hergestellt", sie kann also dann als Vorlage dienen, wenn sie nicht (rechtswidrig) öffentlich zugänglich gemacht wird. Vor der Gesetzesänderung war die Zugänglichmachung gar nicht erwähnt. Spannend scheint also die Frage, wie der Öffentlichkeitsbegriff auszulegen ist, um die Grenzen der Privatkopiefreiheit auszuloten.

Zur Geolocation: Es ist ohne weiteres möglich, sich, etwa über einen Proxyserver, der Lokalisierbarkeit zu entziehen. Solch eine technische Lösung wie Herr Prof. Hoeren die in die Debatte wirft wird höchstwahrscheinlich im Nirvana der unbrauchbaren Möglichkeiten verpuffen, denn es gibt seit langem äußerst userfreundliche Proxy-clients, die man sich einfach als Browserplugin installieren kann. Es bringt hingegen nichts bei derartigen Lösungen auf die Masse der DAU'ern (Dümmsten Anzunehmenden Usern) zu hoffen.

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