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Häufig wird in Radiosendungen und Zeitungsberichte journalistisch wirkendes Material integriert, das in Wirklichkeit aber von PR-Agenturen stammt. Die Hörer und Leser, oftmals sogar Journalisten erkennen nicht, dass es sich eigentlich um Werbung handelt. Den Medien ist es manchmal sogar ziemlich egal, dass sie Schleichwerbung betreiben:

Dass finanzielle Interessen hinter diesem Beitrag stehen, ist für den Programmchef von "BB Radio" offenbar kein Problem. Torsten Birenheide, Programmchef "BB Radio": "Stört uns im Grunde nicht, weil er trotzdem in sich geschlossen ist, er ist kurz, er ist knackig, es ist okay." Kurz, knackig, okay - der Agentur-Beitrag geht nicht nur hier ganz selbstverständlich auf Sendung. Und nicht nur hier hat man kein Unrechtsbewusstsein über den gekauften Journalismus. Torsten Birenheide: "Also, bei allem was wir tun, halten wir uns an den Rundfunkstaatsvertrag. Also, das ist einfach so."


Ein Beitrag des NDR-Medienmagazins "Zapp" widmet sich dem Thema Schleichwerbung durch PR-Agenturen.
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Kommentare

* Stephan 15.12.2008 10:13
Dazu auch interessant: Eine Frontal21-Doku (http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/649184) der letzten Woche, die sich etwa ab Minute 17 mit dem Einfluss der Pharmaindustrie auf die Medien beschäftigt. Ein Zapp-Bericht mit denselben Bildern der ZDF-Doku lief am letzten Mittwoch in Zapp. Dieser ist leider noch nicht online.

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