Weiterempfehlen Drucken

Die EU-Kommissarin für Medien, Viviane Reding, hat den Ruf, wenig zimperlich zu sein. Deutsche TK-Unternehmen, die Bundesnetzagentur und die Rundfunkpolitiker der Länder können ein Lied davon singen. Am 10. November hat sie nun eine Rede gehalten, die sich mit den Rundfunkräten auseinandersetzte. Das sind die Vertreter von „Interessengruppen“, die in möglichst staatsferner Weise den öffentlich-rechtlichen Rundfunk kontrollieren sollen.

Hans-Peter Lehofer hat in seinem Blog e-comm einen Teil der Rede abgedruckt. In den eckigen Klammern hat Lehofer eingefügt „was Reding sich dabei gedacht haben könnte“:

Meine Damen und Herren, ich kenne viele Rundfunkräte von ARD und ZDF seit Jahren persönlich aus meiner Arbeit [Reding hätte auch "schätze" statt "kenne" sagen können; so heißt es bloß: die waren ziemlich lästig und wollten andauernd Termine mit mir]. Es handelt sich dabei regelmäßig [= nicht immer] um engagierte [= nicht zwingend kompetente] Einzelpersonen [= ziemlich unorganisiert bzw. uneinheitlich], die sich ehrenamtlich und nebenberuflich [=Amateure!] für Medienvielfalt und für die Zukunftsfähigkeit von ARD und ZDF einsetzen [sie setzen sich dafür ein, aber sie können es nicht unbedingt sicherstellen]. Es gibt meines Wissens niemand in Brüssel, der diese Rundfunkräte ersetzen möchte, zumal [=weil] mehrere von ihnen als hauptberufliche Mitglieder des Europäischen Parlaments regelmäßig die als Rundfunkräte erworbenen Kenntnisse [= also nicht besonders viel, denn es sind ja Amateure] aktiv in die europäische medienpolitische Debatte einbringen [= lästige Besserwisser].


Zum Eintrag bei E-Comm.
Anzeige:

Kommentare

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
BBCode-Formatierung erlaubt
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.