Wir feiern bald den ersten „Nuller”: Im Jahr 2006 fand eine Handvoll Studenten in Münster zusammen und fing an zu bloggen. Was damals als studentische Initiative begann, hat sich heute zu einem der meistgelesenen deutschen Jurablogs in Deutschland entwickelt. Im Jahr 2016 feiert Telemedicus 10-jährigen Geburtstag – zwar erst im Dezember, aber wir feiern das ganze Jahr über.

Über das Jahr verteilt gibt es deshalb verschiedene Aktionen, unter anderem eine Artikelserie. Jeden Monat veröffentlichen wir einen Gastbeitrag von Menschen aus der erweiterten „Telemedicus-Familie” – Wegbegleiter, die uns schon lange kennen, unterstützen und mit denen wir in den vergangenen Jahren auf die eine oder andere spannende Weise zu tun hatten. Die Autoren wählen Thema und Gestaltung selbst, wir sind daher schon sehr gespannt. Morgen geht es mit dem ersten Artikel los.

Infos zu weiteren Aktionen werden wir zu gegebener Zeit hier veröffentlichen. In diesem Sinne: Auf ein schönes zehntes Jahr!
0 Kommentare

+++ Kanzleramt will Befugnisse des BND einschränken

+++ SWR-Wahlsendung: Nichteinladung der AfD möglicherweise rechtswidrig

+++ Facebook-Initiative gegen Hatespeech

+++ MyTaxi-App: Rabatte für Taxifahrten rechtswidrig

+++ Überwachungsmaßnahmen: Stille SMS wird beliebter

+++ Vorratsdatenspeicherung: D64 legt Verfassungsbeschwerde ein
0 Kommentare

+++ BGH: Facebook-Freundefinder ist wettbewerbswidrig

+++ OLG München zu Filesharing: Eltern müssen mögliche Verletzer benennen

+++ EGMR: Ungarns Anti-Terror-Gesetz ist menschenrechtswidrig

+++ Schleswig-Holstein will Strafrecht zur verfassungsfeindlichen Propaganda ausweiten

+++ Netflix will Geoblocking besser durchsetzen
0 Kommentare

Ein kurzer Nachtrag zur Telemedicus Sommerkonferenz 2015:

Den Vortrag zum „Internetrecht der Dinge”, den ich auf der Konferenz gehalten habe, ist als gemeinsamer Aufsatz von Sven-Erik Heun und mir in der CR erschienen (CR 2015, 812). Das Abstract:

Die zunehmende Relevanz des „Internet der Dinge“ führt dazu, dass die klassischen Disziplinen des Internetrechts (Immaterialgüterrecht, Datenschutzrecht, Telekommunikationsrecht) auf Sachverhalte treffen, die früher fast ausschließlich im Sachenrecht behandelt wurden. Es entstehen somit ganz neue juristische Konstellationen. Dennoch wird diese Art des Zusammenwirkens von sachen- und informationsrechtlichen Normen in naher Zukunft zu den alltäglichen Arbeitsaufgaben eines IT-Juristen gehören. Denn im „Internet der Dinge“ sind die physischen Gegenstände nicht nur „Sachen“, sondern auch Träger von immaterialgüterrechtlich geschützten Inhalten und personenbezogenen Daten. Häufig sind die Smart Devices, die an das Internet der Dinge angeschlossen sind, auch Teile eines Telekommunikationsdienstes im TKG.


Der Aufsatz ist online nur über die entsprechenden kostenpflichtigen Datenbanken abrufbar. Eine Privatkopie kann bei Interesse aber bei mir per E-Mail abgefragt werden. Eine verkürzte und angepasste Version des Vortrags wird auch im Tagungsband zur Konferenz erscheinen, der derzeit noch in der Bearbeitung ist.

Die Vortragsfolien sind online abrufbar (PDF).

Themenseite bei Telemedicus zum „Internet der Dinge”.
0 Kommentare
Anzeige:

+++ 12. Januar: "Datenschutzgrundrecht in der europäischen Zukunft", Frankfurt a.M.

+++ 18. Januar: "Mash-up, Sampling, Remix – Die Kunstfreihet im Zeitalter des Internets", Speyer

+++ 19. Januar: "Datenhehlerei - investigativer Journalismus im Visier der Staatsanwaltschaft?", Karlsruhe

+++ 20. Januar: "Anwalt 4.0: Cybersecurity – (zukünftig) ein Thema für Rechtsanwälte", Frankfurt a.M.

+++ 26. Januar: "IT-Sicherheitsgesetz – Die Uhr tickt", Düsseldorf

+++ 28. Januar: Cologne IT-Summit, Köln

+++ 28. Januar: "Reform des Urhebervertragsrechts", Berlin

+++ 29. Januar: 11. OSE-Symposium: "Mein oder Dein – Software und Daten", München
0 Kommentare

+++ Update Adblocker: LG Frankfurt a.M. sieht Adblocker als unzulässig an

+++ OLG Frankfurt: Teilen bei Facebook ist kein Zueigenmachen

+++ Oettinger: Polen wegen neuer Mediengesetze unter EU-Aufsicht stellen?

+++ Windows 10: Festplattenverschlüsselung Bitlocker sendet Recovery-Key in die Cloud
0 Kommentare

Ein Gastbeitrag von Rike Maier.

"Sie gehören der Allgemeinheit" schreibt die Wikimedia Foundation über 17 Gemälde, die auf ihrer Seite hochgeladen wurden und wegen derer die Stadt Mannheim sie nun verklagt.

Die urheberrechtliche Schutzfrist der Gemälde aus den Reiss-Engelhorn-Museen ist nämlich abgelaufen – ihre Urheber sind allesamt vor mehr als 70 Jahren gestorben. Das heißt, dass es jedermann frei steht die Gemälde zu fotografieren oder ins Internet zu stellen, ohne dass dadurch Urheberrechte betroffen würden.
0 Kommentare

Gestern hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main die lange erwartete Berufungsentscheidung über das Verbot des Internetvertriebs von Markenartikeln und deren Einstellung in Preissuchmaschinen verkündet (Az.: 11 U 84/14 (Kart)). Demnach sei ein Internetvertriebsverbot zulässig, ein Preissuchmaschinenverbot dagegen nicht. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Gerichts hervor. Damit weicht das OLG in wesentlichen Teilen von der Entscheidung der Vorinstanz ab, über die ich bereits ausführlich berichtet hatte (Az.: 2-03 O 158/13). In dem Parallelverfahren über den Online-Vertrieb von Luxusparfums hat es einen Beweisbeschluss erlassen. Die Begründung - soweit aus der Pressemitteilung erkennbar - ist erstaunlich und dürfte die Diskussion noch einmal ankurbeln. Hier ein kurzer Kommentar:
0 Kommentare

Nach über drei Jahren haben sich vergangene Woche die EU-Kommission, das EU-Parlament und der EU-Ministerrat auf eine Kompromissversion der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geeinigt. Das Ergebnis umfasst stolze 91 Artikel und ca. 100 Erwägungsgründe. Beide zusammen verteilen sich auf insgesamt ca. 200 Seiten.

Ganz abgeschlossen ist der Prozess damit noch nicht. Nach der informellen Einigung und deren Bestätigung im LIBE-Ausschuss des EU-Parlaments müssen jetzt noch das Parlament selbst und der EU-Rat zustimmen. Danach wird die Verordnung in alle Amtssprachen übersetzt und dann im Amtsblatt verkündet. Zwei Jahre und zwanzig Tage später wird sie dann in Kraft treten.
1 Kommentar