Telemedicus Sommerkonferenz 2017

In der vergangenen Woche ist bekannt geworden, dass die Deutsche Telekom die Entkoppelung ihres Triple Play-Produkts "T-Home" von ihrer VDSL-Infrastruktur plant. Zukünftig soll das Internet-Fernsehangebot nicht mehr nur über das superschnelle, aber wenig ausgebaute VDSL-Netz erhältlich sein, sondern auch über die langsameren Datenleitungen des Konzerns. Diese Entscheidung könnte weitreichende Folgen für die Zukunft von VDSL in Deutschland haben.
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Diese Woche ist das Terrorismusbekämpfungsgesetz in Kraft getreten. Allein der Name erzeugt bereits Unmut, aber genauso auch der Inhalt: Ab jetzt können neben dem Verfassungsschutz auch der BND und der Militärgeheimdienst MAD Einsicht in Daten von Luftfahrtunternehmen, Banken, Post- und Telekommunikations-Konzernen nehmen. Eine Auskunft darf bereits zur Untersuchung von verfassungsfeindlichen Bestrebungen eingeholt werden. Erweitert wird darüber hinaus die Mobilfunküberwachung mittels so genannter IMSI-Catcher.

Mehr bei Heise.

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Wie die FTD berichtet, reichte Cisco heute in Kalifornien Klage gegen Apple ein und beansprucht die Markenrechte an dem Namen "iPhone". Erst gestern hatte Apple das neue Mobiltelefon vorgestellt. Cisco hatte die Rechte schon im Jahr 2000 erworben und erst vor wenigen Wochen mit dem Tochterunternehmen Linksys eine Serie mit Voice-over-IP Telefonen unter diesem Namen auf den Markt gebracht.

Dabei haben sich die Verhandlungen über den Markennamen offenbar bis in die letzte Minute hingezogen. Noch während Steve Jobs der Welt das neue Handy vorstellte, zeigte sich Cisco zuversichtlich, dass Apple Ciscos Konditionen zu einer Markennutzung akzeptieren werde.


Ausführlich in der FTD.


Pressemitteilung von Cisco.
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Der Düsseldorfer Rechtsanwalt und Blogger Udo Vetter hat eine richterliche Entscheidung über die Ermittlungsmethoden der Staatsanwaltschaft Halle beantragt.
Auf Hinweis von SAT-1 Redakteuren hatte diese eine Datenabfrage bei allen deutschen Kreditkartenanbietern durchgeführt, um die Kunden einer kinderpornographischen Internetseite ausfindig zu machen.

Vetter wirft den Ermittlungsbehörden vor, die Geldinstitute über ihre Mitwirkungspflicht falsch informiert zu haben. Außerdem habe kein ausreichender Anfangsverdacht vorgelegen, so Vetter.

Zu Udo Vetters Schriftsatz.

Via Heise.
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Die Verwertungsgesellschaft Wort, also das Unternehmen, das im deutschen Rechtsraum für Lizenzen und Tantiemen für Wortbeitrage zuständig ist, will im Jahr 2007 auch Texte miteinbeziehen, die online veröffentlicht wurden. Reichlich spät möchte man meinen, nur - die Idee mag noch so gut sein, die Welt ist noch nicht bereit dafür. Die technische Umsetzung, bei der mittels in den Quelltext der Online-Medien eingepflegte "Vorpixel" dazu dienen sollen, die jeweiligen Autoren zu identifizieren, scheint noch nicht so richtig zu funktionieren. Zumindest kommt der Eindruck auf, wenn man diesen Text von Maik Söhler liest, der in der Netzzeitung erschienen ist:

Ich freue mich und frage gleich bei der Netzeitung nach, an wen ich denn nun meine Vorpixel schicken soll. Die Antwort des neuen Chefredakteurs ist ernüchternd:

«Keine Ahnung, mal schauen. Bestimmt ärgern sich auch viele Ihrer Kollegen über das Procedere. Und denken Sie an die Millionen Blogger! Schreiben Sie also rasch einen Erfahrungsbericht.»

Der hiermit geschrieben ist. Den Sie nun online lesen können. Er enthält sogar mein erstes Vorpixel, weil ich es in diesem Artikel platziert habe, damit Sie mal sehen können, wie so etwas aussieht. Nur: im Quelltext der HTML-Seite befindet es sich leider nicht - und zählt deswegen leider auch nicht für die Meldung zum Jahresende bei der VG Wort.


Da hilft wohl nur abwarten.

Zum ganzen Artikel.

Zur VG Wort.
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Ein Artikel in der FAZ beschäftigt sich ausführlich mit diversen Aktivitäten, die das ZDF durch seine Tochterfirmen unternommen hat. Hauptsächlich geht es um das Unternehmen "Medi Cine GmbH", das sowohl mit den ZDF-Redaktionen als auch mit diversen Pharma-Firmen eng zusammenarbeitet. Offenbar ging dabei nicht alles mit rechten Dingen zu:
"Verstehen wir das richtig? Die ZDF Enterprises verkauft eine Tochter an eine andere, schenkt der einen Teil der Miete, gibt eine Auftragsgarantie und verpflichtet sich, alles zurückzunehmen, wenn Medi Cine merkt, daß sie mit ZDF.newmedia nicht so arbeiten können, wie sie wollen?"

Der Artikel liest sich, als sei er drei mal von Juristen überarbeitet worden. Das Wort "Schleichwerbung" z.B. kommt, obwohl der Vorwurf sicher anklingt, nicht vor. Manche Fakten sind dann aber doch wasserdicht:
Beim ZDF reden sie gerne über Transparenz. Aber das Gefühl zu wissen, was da alles so vereinbart wird, hat man nicht. Fragt man in der Pressestelle, ob man mal einen Blick in den „Transparenzbericht“ werfen könne, heißt es: Der „Transparenzbericht“ sei wegen der darin erwähnten Vertragsverhältnisse leider nur zur internen Verwendung.

Zum ganzen Artikel.
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