Prof. Hans Kleinsteuber, hochdekorierter Experte für Medien und Politikwissenschaften, geht mit der ARD hart ins Gericht. In einem Interview mit der taz fordert er eine grundlegende Strukturreform bei dem Fernsehsender:
Hinter dem System der Rundfunkräte steckt ja die Idee einer öffentlichen, aber staatsfernen Organisation der gesellschaftlich zentralen Medien Radio und Fernsehen. Machtballung sollte durch Gewaltenteilung vermieden werden: Alleingänge eines Intendanten wie selbstherrliche Aktionen eines Rundfunkrats müssen sich wechselseitig ausschließen. Im Moment habe ich eher den Eindruck, dass die Intendanten übermächtig sind gegenüber ihren Aufsichtsorganen. Aber natürlich brauchen Intendanten im Tagesgeschäft ihre Entscheidungsfreiheit.

Die Debatte hatte sich ursprünglich am Rückzug von Günther Jauch aus seiner Position als Polit-Talker entzündet. Jauch, der eigentlich Nachfolger von Sabine Christiansen werden sollte, hatte nach längeren Verhandlungen die Zusammenarbeit entnervt wieder aufgegeben, bevor sie richtig begonnen hatte. Danach machte seine Aussage die Runde, die ARD bestehe aus "Gremien voller Gremlins".

Zum Interview in der taz.
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...oder besser Windows Vista macht mit iPod und iTunes Probleme?

Microsofts neue Windows-Version Vista wird bei Benutzern von iTunes nicht gerade auf Jubel stoßen. Im iTunes Store gekaufte Songs sollen sich nämlich nach der Umstellung eines Windows-2000- oder Windows-XP-Systems auf Windows Vista unter Umständen nicht mehr abspielen lassen können. Außerdem warnt Apple in seinem Knowledgebase-Dokument vor einer möglichen Schädigung des an den Rechner angeschlossenen iPods, wenn man die Funktion „Hardware sicher entfernen“ im System-Try von Vista für eine Unterbrechung der Verbindung nutze.

Deshalb empfiehlt Apple iPod- und iTunes-Nutzern, mit der Umstellung auf Windows Vista noch zu warten. „In wenigen Wochen“, heißt es, würde eine neue Version der iTunes-Software verfügbar sein. Für Ungeduldige gibt Apples einige Tipps für Workarounds, durch die sich die meisten Probleme beseitigen lassen dürften. Falls das nicht der Fall sei, stellt Apple eine Reparatursoftware für Windows Vista bereit.

Etwas seltsam scheint es, dass Apple erst jetzt reagiert. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass Kompatibilitätsprobleme keine Neuheit sind, darf man sicherlich fragen, warum sich Apple nicht schon eher mit dieser Problematik auseinandergesetzt hat, um rechtzeitig eine neue kompatible iTunes-Software zu entwickeln. Außerdem wird damit mal wieder das Konzept des DRM in Frage gestellt. Denn möglicherweise sollen die Ursachen der Probleme mit den DRM-Mechanismen von iTunes zusammenhängen.

Doch auch die User Account Control von Vista, die vor dem unbemerkten Ausführen von administrativen Befehlen schützen soll, kann eine Rolle spielen. Ob nun also Apple bei der Entwicklung einer neuen Version des meistgenutzten Betriebsystems verpflichtet sein sollte, seine Software frühzeitig auf Kompatibilität zu prüfen oder ob nicht auch Microsoft eine gewisse „Pflicht“ zur Prüfung der Anwendbarkeit anderer Software trifft, darüber lässt sich sicher streiten.
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Die GEMA hat eine einstweilige Verfügung gegen die Download-Seite mp3flat.com erwirkt. Zuvor hatte das Unternehmen, das seinen Dienst mit dem Slogan "Sei clever und lade legal Musik" bewirbt, auf eine Abmahnung noch mit lediglich einer Umgestaltung des eigenen Angebotes reagiert. Dies hielt das Landgericht Köln nun aber weder für clever noch für legal: die einstweilige Verfügung verbietet dem Unternehmen das weitere massenhafte Verbreiten von Radiomitschnitten. Das Geschäftsmodell von mp3flat.com sei nicht von dem Recht auf Privatkopie gedeckt.

Die Pressemitteilung der GEMA.
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Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat eine neue Lizenzvereinbarung ausgearbeitet.
Mit der treuhänderischen Lizenzvereinbarung „Fiduciary Licence Agreement“ (FLA) können Autoren freier Software die FSFE zum Treuhänder in juristischen Angelegenheiten machen.

Dabei werden der FSFE sämtliche Verwertungsrechte an der Software und deren Source Code übertragen, die wiederum einfache Nutzungsrechte an die Endanwender vergibt. Das Prinzip ähnelt somit dem Modell der Verwertungsgesellschaften, wie man es aus anderen Bereichen des Urheberrechts kennt.
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Das ZDF plant für 2008 seinen Einstieg in die bisher nur von Premiere und Pro Sieben vereinzelt angebotene HDTV-Technik (High Definition Television) und fordert parallel eine Erhöhung der Rundfunkgebühr.

Ausschlaggebend für die erforderliche Erhöhung der Rundfunkgebühr sei die teure Umstellung der Produktionstechnik. Gleichzeitig falle eine doppelte Gebühr der Übertragung des Signals an - parallel zur neuen Übertragungstechnik müsse dieses auch im herkömmlichen Standard gesendet werden laut ZDF-Produktionschef Andreas Bereczky: „Hier sind nicht nur technische Investitionen, sondern weitere HD-bezogene Kosten enthalten.“

Bisher konnten Besitzer der teuren empfangsfähigen HDTV-Geräte nur in den Genuss des hochauflösenden Fernsehens über den Pay-TV Sender Premiere und gelegentlich Pro Sieben kommen. "Wir berechnen gerade die Kosten und werden diese als Gebührenbedarf bei der KEF anmelden", so Intendant Markus Schächter. Diese Erhöhung müsse bis April für den Zeitraum ab 2009 bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) beantragt werden.

Den Startschuss für die neue Technik setzt das ZFD für die Olympischen Spiele 2008 an, danach solle möglicht schnell die komplette Umstellung vollzogen werden. Insgesamt werden die anfallenden Kosten auf 80 Millionen Euro für fünf Jahre geschätzt.

Eine Umstellung der ARD müsste voraussichtlich wegen der umfassenden Sendevielfalt vielfach höher angesetzt werden.

Mehr in der FTD.
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Die ARAG bietet spezielle Rechtsschutzversicherungen für Journalisten an - allerdings nur, solange diese auch als Journalisten arbeiten. Blogger sind damit nicht gemeint, so die ARAG:
“Der Presse-Rechtsschutz unserer Gesellschaft bietet dem Versicherungsnehmer ausschließlich Rechtsschutz bei der Ausübung journalistischer Tätigkeiten. Das Erstellen und Betreiben von Webseiten wird von unserer Gesellschaft nicht als journalistische Tätigkeit gewertet. Unser Produkt, der Presse-Rechtsschutz, kann rechtliche Risiken aus derartige Tätigkeiten nicht abdecken."

Die Absage kam zustande, als der Journalist und Blogger Sascha Borowski versuchte, eine derartige Versicherung zu bekommen.

Zum Artikel im Augs.blog.
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Trotz eines gesetzlichen Verbotes ist die Zahl der unerbetenen Werbeanrufe in Deutschland sprunghaft angewachsen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, welche die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbz) zur Verfügung gestellt hat. Nach dem am 8. Juli 2004 in Kraft getretenen Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) ist Telefonwerbung bei Verbrauchern nur nach ausdrücklich erteilter vorheriger Zustimmung zulässig.

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