Telemedicus

Monatliche Archive

BGH legt Bildungsschranke § 52a UrhG etwas weiter aus

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§ 52a UrhG erlaubt die öffentliche Zugänglichmachung kleiner Werkteile zugunsten von Unterricht und Forschung. Die Schrankenregelung grenzt das Urheberrecht zu Bildungszwecken ein und sichert dem Rechtsinhaber dafür das Recht auf eine angemessene Vergütung zu, § 52a Abs. 4 UrhG. Die Auslegung der Norm bereitet der Praxis seit jeher Schwierigkeiten; sie wurde als zahnloser Tiger und nicht praktikabel angesehen. So war bislang nicht klar, was „kleine Werkteile” sind. Der BGH hat nun entschieden (Az. I ZR 76/12): Höchstens 12 % und nicht mehr als 100 Seiten sind als „kleine Teile” von Werken gemäß § 52a UrhG anzusehen; außerdem darf der Rechtsinhaber keine angemessene Lizenz für die Nutzung angeboten haben. Artikel vollständig lesen

Wochenrückblick: Jugendkanal, Google-AGB, EU-Datenschutz

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+++ Stellv. NDR-Verwaltungsratsvorsitzende kritisiert Länder-Beschluss zum Jugendkanal +++ LG Berlin: Google-AGB in 25 Punkten unwirksam +++ Koalitionsverhandlungen zum Internet mit ersten Ergebnissen +++ EU-Berichterstatter: Datenschutzpaket könnte scheitern +++ E-Mail-Accounts von EU-Parlamentariern gehackt +++ Öffentliche Einrichtungen in Baden-Württemberg entfernen Facebook-Like-Button Artikel vollständig lesen

Jugendkanal von ARD und ZDF: „Der Beschluss der Ministerpräsidenten hat keine rechtliche Grundlage!“

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Wenn im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Veränderung ansteht, wird daraus meist ein heikles Politikum. Kein Wunder: Rundfunk muss staatsfern sein, seinen Rahmen geben aber Staatsverträge vor. Auch das jüngste Projekt von ARD und ZDF ist ein Problemfall. Die Anstalten planen einen gemeinsamen Jugendkanal für 14-29-Jährige, wie vor gut einem Jahr bekannt wurde; im Gegenzug steht die Kürzung der Digitalkanäle im Raum. Ende Oktober dieses Jahres wiesen die Regierungschefs der Länder schließlich ARD und ZDF in einem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) zurecht. Die Sender hätten ihre Hausaufgaben nicht gemacht: Das inhaltliche Konzept sei noch nicht schlüssig, der Bedarf für ein solches Programm sei noch nicht geklärt, der Kanal könne am Ende doch teurer werden als geplant. Einmal mehr stellt sich die Frage: Welche Vorgaben dürfen Regierungschefs, darf der Staat im Hinblick auf das öffentlich-rechtliche Programm treffen? Nun bezieht die stellvertretende Vorsitzende im NDR-Verwaltungsrat Dagmar Gräfin Kerssenbrock Position zum MPK-Beschluss. Ihr Fazit ist eindeutig: „Der Beschluss hat keine rechtliche Grundlage”, statuiert sie in einem Positionspapier. Gräfin Kerssenbrock erklärt im Telemedicus-Interview, warum sie den Beschluss der Regierungschefs für rechtswidrig hält. Artikel vollständig lesen

New Yorker Bezirksgericht: Google Books und fair use im Detail

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Ein Gastbeitrag von Benjamin Lück Vergangenen Donnerstag hat ein Bezirksgericht in New York entschieden, dass Google zu Recht millionenfach Bücher eingescannt und damit sein Angebot Google Books bestückt hat. Der seit 2005 andauernde Rechtsstreit Authors Guild, et alt. vs. Google, Inc. findet so einen vorläufigen Schlusspunkt. Artikel vollständig lesen

Wochenrückblick: Schöpfungshöhe, IFG, DE-CIX

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+++ Geburtstagszug - BGH entscheidet zur Schöpfungshöhe bei angewandter Kunst +++ USA: Autorenvereinigung unterliegt im Streit um Google Books +++ OVG Berlin: UFO- und Guttenbergakten sind parlamentarische Tätigkeit +++ „Größter Datenskandal der Nachkriegszeit”: Einstweilige Verfügung gegen Thilo Weichert +++ Folgen des Überwachungsskandals: DE-CIX stellt sich gegen Schengen-Cloud und Kontrolle Artikel vollständig lesen

Rezension: Solmecke/Taeger/Feldmann, Mobile Apps

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Dieser Artikel ist Teil der Reihe „Telemedicus: Rezensionen zum Wintersemester”. Wer sich aus der rechtlichen Perspektive mit Apps beschäftigt, stößt schnell an Grenzen. In der juristischen Literatur wurden Apps bisher nur von wenigen Pionieren behandelt, erste Gerichtsentscheidungen gab es erst vor wenigen Monaten. Smartphones und Tablets sind längst Teil unseres Alltags – viele Rechtsfragen rund um Apps sind aber noch weitgehend ungeklärt. Einen wichtigen Schritt zum besseren juristischen Verständnis von Apps, ihrer Entwicklung und ihrem Vertrieb haben Christian Solmecke, Prof. Jürgen Taeger und Thorsten Feldmann vor einigen Wochen mit ihrem Praxishandbuch „Mobile Apps” auf den Markt gebracht.

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Rezension: PinG – Privacy in Germany

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Dieser Artikel ist Teil der Reihe „Telemedicus: Rezensionen zum Wintersemester”. Mit der NSA-Affäre hatte die Datenschutzdebatte im Sommer ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Während namenhafte Regierungsmitglieder die Sache bereits für "beendet" erklärten, sprach Hans Magnus Enzensberger im ARD-Interview von "postdemokratischen Zuständen". Drei Monate später wissen wir: Die Lage spitzt sich weiter zu. Die Datenschutzdebatte steht - zumindest in netzaffinen Kreisen - im Fokus. Beste Voraussetzungen für den Start von "Privacy in Germany" (PinG), dem jüngsten Zeitschriftenprojekt zum Datenschutz. Wir haben es uns einmal näher angeschaut.


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Wochenrückblick: Koalitionsverhandlungen, ZDF, Störerhaftung

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+++ BGH: Namensnennung von Kindern Prominenter unter Umständen zulässig +++ Koalitionsverhandlungen: Störerhaftung, Hostprovider, Zwangsrouter +++ BVerfG verhandelt über Staatsferne der ZDF-Gremien +++ LG Freiburg: Unternehmen haftet für Facebook-Post seines Mitarbeiters +++ BGH: Gesteigerte Störerhaftung von eBay bei eigener Produktwerbung +++ Regulierungsbehörde geht gegen belgische SABAM vor Artikel vollständig lesen

Telemedicus: Rezensionen zum Wintersemester

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Juristische Literatur gibt es wie Sand am Meer. Oft steht man vor schwierigen Entscheidungen: Genügt das Buch meinen Ansprüchen? Reicht eine Altauflage? Welcher Autor ist mir lieber? Taugt diese Zeitschrift etwas? Auch im weiten Feld des Informationsrechts häufen sich Standardwerke, Neuerscheinungen und Zeitschriften. Die Autoren von Telemedicus rezensieren deshalb über das Wintersemester 2013/2014 verschiedene Werke in diesem Bereich. Dabei sollen unterschiedliche Bereiche abgedeckt werden wie beispielsweise klassisches Medienrecht oder auch das hochaktuelle Datenschutzrecht. Der Fokus liegt unter anderem auch darauf, Studenten am Beginn des Schwerpunktstudiums einen kompakten Überblick über unterschiedliche Themenbereiche zu liefern. Aber auch nicht originär juristische Literatur aus Kreativbranche und Netzpolitik werden unsere Autoren besprechen. Die Rezensionen erscheinen regelmäßig etwa alle zwei bis vier Wochen ab nächstem Montag. Hier findet man dann auch eine fortlaufend aktualisierte Liste der Rezensionen. Aktuelle Rezensionen: Rezension: PinG - Privacy in Germany. Rezension: Solmecke/Taeger/Feldmann, Mobile Apps. Rezension: Mayer-Schönberger/Cukier, Big Data. Rezension: Renner/Wächter, Die Wahrheit über die Popindustrie Rezension: Taeger/Gabel, BDSG, 2. Aufl. 2013 Rezension: Jänich/Eichelberger - Urheber- und Designrecht Artikel vollständig lesen

AG Hamburg: Niedrige Gegenstandswerte in Filesharing-Verfahren auch in Altfällen

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Wieviel darf ein Anwalt für eine Abmahnung in einem Filesharing-Verfahren verlangen? Seit es Verfahren um Filesharing gibt, ist diese Frage umstritten. In den letzten Monaten hat die Diskussion neuen Schub bekommen, spätestens mit dem Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken ist sie wieder in voller Fahrt. Das Amtsgericht Hamburg hat sich nun in einem Hinweisbeschluss (Beschl. v. 24.10.2013, Az. 32 C 405/13) erneut gegen überhöhte Streitwerte ausgesprochen – und erwägt sogar, das Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken auf Altfälle anzuwenden. Artikel vollständig lesen

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