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    <title>Telemedicus - Urteilsdatenbank - Videoüberwachung</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/</link>
    <description>Rechtsfragen der Informationsgesellschaft</description>
    <dc:language>de</dc:language>
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    <title>BVerfG: Videobeweis bei Verkehrsverstoß – Nichtannahmebeschluss </title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Datenschutzrecht/Videoueberwachung/1239-BVerfG-Az-2-BvR-144710-Videobeweis-bei-Verkehrsverstoss-Nichtannahmebeschluss.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Videoüberwachung</category>
    <author>Thomas Mike Peters</author>
    <content:encoded>
	Beschluss vom 12.08.2010, Az. 2 BvR 1447/10 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    1. Ein Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung liegt vor, soweit Kennzeichen von Kraftfahrzeugen oder Fahrzeuginsassen durch die Anfertigung von Bildaufnahmen identifizierbar aufgezeichnet werden. Maßgeblich ist dabei auch, ob sich mit Blick auf den durch den jeweiligen Überwachungs- und Verwendungszweck bestimmten Zusammenhang das Interesse an den Daten bereits so verdichtet hat, dass bei einer Gesamtbetrachtung ein Betroffensein in einer den Grundrechtsschutz auslösenden Qualität zu bejahen ist. Begründet dagegen eine Datenerfassung keinen Gefährdungstatbestand, fehlt es an der Eingriffsqualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ist der Einschränkung im überwiegenden Allgemeininteresse zugänglich. Diese bedarf einer gesetzlichen Grundlage, die dem rechtsstaatlichen Gebot der Normenbestimmtheit genügt und verhältnismäßig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Norm des § 100h Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StPO in Verbindung mit § 46 Abs. 1 OWiG erlaubt die Anfertigung von Bildaufnahmen ohne Wissen des Betroffenen, wenn die Erforschung des Sachverhalts oder die Ermittlung des Aufenthaltsortes eines Beschuldigten auf andere Weise weniger Erfolg versprechend oder erschwert wäre. Durchgreifende Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit dieser Regelung sind nicht ersichtlich. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf die Anfertigung von Einzelaufnahmen, sondern auch hinsichtlich von Videoaufnahmen. Die von dieser Norm vermittelte Befugnis beschränkt sich nicht auf Observationszwecke.
    </content:encoded>
    <pubDate>Fri, 18 Mar 2011 22:20:13 +0100</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>OLG Jena: Verdachtsabhängige Verkehrsüberwachung per Videoaufzeichnung</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Datenschutzrecht/Videoueberwachung/1238-OLG-Jena-Az-1-Ss-29109-Verdachtsabhaengige-Verkehrsueberwachung-per-Videoaufzeichnung.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Videoüberwachung</category>
    <author>Thomas Mike Peters</author>
    <content:encoded>
	Beschluss vom 06.01.2010, Az. 1 Ss 291/09 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    1. Eine Geschwindigkeitsmessanlage, die nur verdachtsabhängig aufzeichnet, indem die Auslösung der Aufnahme erst dann stattfindet,  nachdem zuvor eine auffällige Geschwindigkeitsermittlung stattgefunden hat, greift nicht rechtswidrig in die informationelle Selbstbestimmung der Verkehrsteilnehmer ein. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11.08.2009 ist somit nicht einschlägig und es kommt zu keinerlei Beweisverwertungsverbot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Rechtsgrundlage für die Aufzeichnung von Verkehrsverstößen mittels bildgebender Verfahren sind § 100h Abs. 1 Nr. 1 StPO und § 46 OWiG.
    </content:encoded>
    <pubDate>Fri, 18 Mar 2011 22:14:13 +0100</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>LG Itzehoe: Videoüberwachung vor Gerichtsgebäude</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Datenschutzrecht/Videoueberwachung/1061-LG-Itzehoe-Az-1-T-6110-Videoueberwachung-vor-Gerichtsgebaeude.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Videoüberwachung</category>
    <author>Adrian Schneider</author>
    <content:encoded>
	Beschluss vom 02.06.2010, Az. 1 T 61/10 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Die permanente Videoüberwachung des Eingangsbereichs zu einem Gerichtsgebäude verletzt den Grundsatz der Öffentlichkeit derVerhandlung nicht (entgegen &lt;a href=&quot;http://www.telemedicus.info/urteile/Datenschutzrecht/Videoueberwachung/1010-VG-Wiesbaden-Az-6-K-106309.WI-Videoueberwachung-in-Gerichtsgebaeuden.html&quot;&gt;VG Wiesbaden, NJW 2010, 1220&lt;/a&gt;).
    </content:encoded>
    <pubDate>Sat, 05 Jun 2010 12:19:05 +0200</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>AG Meldorf: Videoüberwachung vor Gerichtsgebäuden II</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Datenschutzrecht/Videoueberwachung/1060-AG-Meldorf-Az-81-C-30510-Videoueberwachung-vor-Gerichtsgebaeuden-II.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Videoüberwachung</category>
    <author>Adrian Schneider</author>
    <content:encoded>
	Beschluss vom 20.05.2010, Az. 81 C 305/10 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Die permanente Videoüberwachung des öffentlichen Eingangsbereichs zu einem Gerichtsgebäude ist unzulässig.
    </content:encoded>
    <pubDate>Sat, 05 Jun 2010 12:16:58 +0200</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>AG Meldorf: Videoüberwachung vor Gerichtsgebäuden</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Datenschutzrecht/Videoueberwachung/1059-AG-Meldorf-Az-81-C-30510-Videoueberwachung-vor-Gerichtsgebaeuden.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Videoüberwachung</category>
    <author>Adrian Schneider</author>
    <content:encoded>
	Beschluss vom 18.05.2010, Az. 81 C 305/10 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Die permanente Videoüberwachung des öffentlichen Eingangsbereichs zu einem Gerichtsgebäude ist unzulässig.
    </content:encoded>
    <pubDate>Sat, 05 Jun 2010 12:17:05 +0200</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>VG Wiesbaden: Videoüberwachung in Gerichtsgebäuden</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Datenschutzrecht/Videoueberwachung/1010-VG-Wiesbaden-Az-6-K-106309.WI-Videoueberwachung-in-Gerichtsgebaeuden.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Videoüberwachung</category>
    <author>Adrian Schneider</author>
    <content:encoded>
	Beschluss vom 20.01.2010, Az. 6 K 1063/09.WI &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Die in einem Gerichtsgebäude dauerhaft und ohne besonderen Anlass praktizierte Videoüberwachung und Personenkontrolle stellt eine unzulässige Zugangshürde dar und verletzt das Gebot der Gerichtsöffentlichkeit (§ 169 GVG).
    </content:encoded>
    <pubDate>Tue, 11 May 2010 23:02:10 +0200</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>BGH: Überwachungskamera auf Privatgrundstück</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Datenschutzrecht/Videoueberwachung/1002-BGH-Az-VI-ZR-17609-UEberwachungskamera-auf-Privatgrundstueck.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Videoüberwachung</category>
    <author>Adrian Schneider</author>
    <content:encoded>
	Urteil vom 16.03.2010, Az. VI ZR 176/09 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Bei der Installation von Überwachungskameras auf einem privaten Grundstück kann das Persönlichkeitsrecht eines vermeintlich überwachten Nachbarn schon aufgrund einer Verdachtssituation beeinträchtigt sein. Allein die hypothetische Möglichkeit einer Überwachung reicht dazu aber nicht aus.
    </content:encoded>
    <pubDate>Sat, 30 Oct 2010 13:48:36 +0200</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>OLG Oldenburg: Videodauerüberwachung an Autobahnen</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Datenschutzrecht/Videoueberwachung/935-OLG-Oldenburg-Az-Ss-Bs-18609-Videodauerueberwachung-an-Autobahnen.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Videoüberwachung</category>
    <author>Thomas Mike Peters</author>
    <content:encoded>
	Beschluss vom 27.11.2009, Az. Ss Bs 186/09 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    1. Die fortwährende Überwachung von Autobahnen mit Videoaufnahmen zur Feststellung von Verkehrsverstößen wegen Abstandunterschreitungen oder Geschwindigkeitsverstößen ist nicht zulässig. Eine solche Dauervideoüberwachung stellt nämlich einen  Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht dar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die aus den Überwachungsmaßnahmen gewonnenen Daten unterliegen einem Beweisverwertungsverbot.
    </content:encoded>
    <pubDate>Tue, 11 May 2010 23:31:57 +0200</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>BVerfG: Einschränkbarkeit der informationellen Selbstbestimmung</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Datenschutzrecht/Videoueberwachung/843-BVerfG-Az-2-BvR-94108-Einschraenkbarkeit-der-informationellen-Selbstbestimmung.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Videoüberwachung</category>
    <author>Thomas Mike Peters</author>
    <content:encoded>
	Beschluss vom 11.08.2009, Az. 2 BvR 941/08 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    1. Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung kann im überwiegenden Allgemeininteresse eingeschränkt werden. Zu einer solchen Einschränkung bedarf es aber einer formellen gesetzlichen Grundlage, die dem rechtsstaatlichen Gebot der Normenklarheit entspricht und verhältnismäßig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Nach den allgemeinen strafprozessualen Grundsätzen, die über § 46 Abs. 1 OWiG auch im Bußgeldverfahren sinngemäß anwendbar sind, kann aus einem Beweiserhebungsverbot auch ein Beweisverwertungsverbot folgen. Dieses ist mangels gesetzlicher Regelung anhand einer Betrachtung der jeweiligen Umstände des Einzelfalles zu ermitteln.  
    </content:encoded>
    <pubDate>Wed, 02 Dec 2009 18:32:59 +0100</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>BAG: Videoüberwachung im Betrieb</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Allgemeines-Persoenlichkeitsrecht/Recht-am-eigenen-Bild/500-BAG-Az-1-ABR-1607-Videoueberwachung-im-Betrieb.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Recht am eigenen Bild</category>
    <author>Jean-Paul Feidt</author>
    <content:encoded>
	Beschluss vom 26.08.2008, Az. 1 ABR 16/07 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Arbeitgeber und Betriebsrat sind grundsätzlich befugt, eine Videoüberwachung im Betrieb einzuführen. Die Zulässigkeit des damit verbundenen Eingriffs in die Persönlichkeitsrechte der Arbeitnehmer richtet sich nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.
    </content:encoded>
    <pubDate>Wed, 12 May 2010 01:10:14 +0200</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>BAG: Videoüberwachung am Arbeitsplatz</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Allgemeines-Persoenlichkeitsrecht/Recht-am-eigenen-Bild/417-BAG-Az-1-ABR-3403-Videoueberwachung-am-Arbeitsplatz.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Recht am eigenen Bild</category>
    <author>Jean-Paul Feidt</author>
    <content:encoded>
	Beschluss vom 14.12.2004, Az. 1 ABR 34/03 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Zur Zulässigkeit der Videoüberwachung eines Arbeitsplatzes.
    </content:encoded>
    <pubDate>Thu, 13 May 2010 13:11:06 +0200</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>BAG: Videoüberwachung am Arbeitsplatz - Verhältnismäßigkeitsgrundsatz</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Allgemeines-Persoenlichkeitsrecht/Recht-am-eigenen-Bild/416-BAG-Az-1-ABR-2103-Videoueberwachung-am-Arbeitsplatz-Verhaeltnismaessigkeitsgrundsatz.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Recht am eigenen Bild</category>
    <author>Jean-Paul Feidt</author>
    <content:encoded>
	Urteil vom 29.06.2004, Az. 1 ABR 21/03 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Die Einführung einer Videoüberwachung am Arbeitsplatz unterfällt dem Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats nach § 87 Abs 1 Nr 6 BetrVG. Die Betriebsparteien haben dabei gemäß § 75 Abs 2 Satz 1 BetrVG das grundrechtlich geschützte allgemeine Persönlichkeitsrecht der Arbeitnehmer zu beachten. Für die erforderliche Verhältnismäßigkeitsprüfung sind die Gesamtumstände maßgeblich. Mitentscheidend ist insbesondere die Intensität des Eingriffs.
    </content:encoded>
    <pubDate>Thu, 13 May 2010 13:08:05 +0200</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>LAG Köln: Zur Zulässigkeit einer verdeckten Videoüberwachung durch den Arbeitnehmer</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Allgemeines-Persoenlichkeitsrecht/Recht-am-eigenen-Bild/415-LAG-Koeln-Az-4-Sa-77206-Zur-Zulaessigkeit-einer-verdeckten-Videoueberwachung-durch-den-Arbeitnehmer.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Recht am eigenen Bild</category>
    <author>Jean-Paul Feidt</author>
    <content:encoded>
	Urteil vom 29.09.2006, Az. 4 Sa 772/06 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Notwendige Voraussetzung für die Zulässigkeit einer verdeckten Videoüberwachung des Arbeitnehmers ist u. a., dass vor der Videoüberwachung bereits ein konkreter Verdacht einer Straftat oder einer sonstigen schwerwiegenden Verfehlung besteht. Ein „Generalverdacht“ reicht nicht.
    </content:encoded>
    <pubDate>Sun, 15 Mar 2009 16:36:28 +0100</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>OLG Düsseldorf: Videoüberwachung von Stellplätzen</title>
    <link>http://www.telemedicus.info/urteile/Allgemeines-Persoenlichkeitsrecht/Recht-am-eigenen-Bild/413-OLG-Duesseldorf-Az-I-3-Wx-19906-Videoueberwachung-von-Stellplaetzen.html?pk_campaign=feed</link>
    <category>Recht am eigenen Bild</category>
    <author>Jean-Paul Feidt</author>
    <content:encoded>
	Beschluss vom 05.01.2007, Az. I-3 Wx 199/06 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    1. Erfolgt die gezielte Videoüberwachung eines bestimmten Teils einer gemeinschaftseigenen Hoffläche, die vom Betroffenen notwendigerweise begangen werden muss, wenn er sein Wohnungseigentum erreichen will, mit Regelmäßigkeit über längere Zeiträume und kann der dadurch in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht Betroffene selbst nicht feststellen, wann die Kamera eingeschaltet ist, besteht die objektive Möglichkeit einer dauernden Überwachung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die Möglichkeit einer solchen dauernden Beobachtung und der Weiterverwendung der gespeicherten Bilder stellt eine unverhältnismäßige Beeinträchtigung, einen nicht hinzunehmenden Nachteil im Sinne von 14 Nr. 1 WEG dar, wenn der Maßnahme überwiegende schutzwürdige Interessen nicht gegenüber stehen. Im vorliegenden Fall muss daher das Eigentumsrecht an einem PKW und das grundsätzlich berechtigte Interesse, Eigentum vor Beschädigungen durch Dritte zu schützen, hinter dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des dadurch Betroffenen zurücktreten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Auch ein zurückliegender körperlicher Angriff kann in der vorliegenden Konstellation nicht zur Rechtfertigung einer Videoüberwachung herangezogen werden, wenn die Kamera erst 2 1/2 Jahre nach dem entsprechenden Vorfall installiert wurde. 
    </content:encoded>
    <pubDate>Thu, 13 May 2010 13:08:51 +0200</pubDate>
	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
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