Allgemeines Persönlichkeitsrecht
- Bildverfremdungen
- Ehrverletzungen/Schmähkritik
- Gegendarstellungsrecht
- Kunstfreiheit
- Lehrerbewertung im Internet
- Namensnennung in Urteilen
- Personen der Zeitgeschichte
- Persönlichkeitsverletzende Tatsachenbehauptung
- Postmortales Persönlichkeitsrecht
- Recht am eigenen Bild
- Recht am gesprochenen Wort
- Tracking von IP-Adressen
- Zitate
VG Hannover: Zur Zulässigkeit der Verbunddatei "Gewalttäter Sport"
Urteil v. 22.05.2008, Az. 10 A 2412/07
Die Führung der Verbunddatei "Gewalttäter Sport" durch das Bundeskriminalamt ist nur dann rechtmäßig, wenn das Bundesministerium des Innern durch Rechtsverordnung gem. § 7 Abs. 6, § 11 Abs. 2 Satz 3 BKAG das Nähere über die Art der Daten bestimmt, die in dieser Datei gespeichert werden dürfen.
(amtlicher Leitsatz)
(amtlicher Leitsatz)
Das Urteil im VolltextLG Berlin: Zu den Anforderungen an einen Richtigstellungsanspruch
Urteil v. 06.05.2008, Az. 27 O 110/08
1. Soweit über einen Richtigstellungsanspruch zu entscheiden ist, ist bei mehreren Deutungsmöglichkeiten im Interesse des Schutzes der Meinungsfreiheit diejenige zugrunde zu legen, die dem Äußernden günstiger ist. Kann die beanstandete Äußerung also zumindest auch als eine wertende Schlussfolgerung der Beklagten verstanden werden, scheidet eine Richtigstellung aus.
2. Da es sich beim Kostenerstattungsanspruch um einen Schadensersatzanspruch handelt, der sich gerade nicht wie ein Unterlassungsanspruch in die Zukunft richtet, gilt, dass die der Presse günstigere Auslegungsmöglichkeit der Äußerung zugrunde zu legen ist.
2. Da es sich beim Kostenerstattungsanspruch um einen Schadensersatzanspruch handelt, der sich gerade nicht wie ein Unterlassungsanspruch in die Zukunft richtet, gilt, dass die der Presse günstigere Auslegungsmöglichkeit der Äußerung zugrunde zu legen ist.
Das Urteil im VolltextOVG Rheinland-Pfalz: Veröffentlichung von Beamtendaten im Internet
Urteil v. 10.09.2007, Az. 2 A 10413/07.OVG
Zur Zulässigkeit der Veröffentlichung personenbezogener Beamtendaten im Internet.
Das Urteil im VolltextOLG München: Persönlichkeitsrechtsverletzung durch Links
Urteil v. 26.06.2007, Az. 18 U 2067/07
Das Verlinken eines Bildes ist ein öffentliches Zurschaustellen im Sinne von § 22 KunstUrhG und kann das Recht am eigenen Bild des Abgebildeten verletzen. Dies kann auch dann gelten, wenn das Bild im Rahmen eines vom Presserecht geschützten Berichtes verlinkt wird.
Das Urteil im VolltextBGH: Klinik-Geschäftsführer
Urteil v. 21.11.2006, Az. VI ZR 259/05
BGB §§ 823 Ah, 1004; GG Art. 2 Abs. 1; Art. 5 Abs. 1
Zur Frage, unter welchen Voraussetzungen in der Meldung einer Presseagentur unter namentlicher Benennung des Betroffenen über dessen Abberufung als Geschäftsführer wegen nachhaltiger Störung des Vertrauensverhältnisses mit einem Großteil der Mitarbeiter berichtet werden darf.
(amtlicher Leitsatz)
Zur Frage, unter welchen Voraussetzungen in der Meldung einer Presseagentur unter namentlicher Benennung des Betroffenen über dessen Abberufung als Geschäftsführer wegen nachhaltiger Störung des Vertrauensverhältnisses mit einem Großteil der Mitarbeiter berichtet werden darf.
(amtlicher Leitsatz)
Das Urteil im VolltextLG München I: Virtuelles Hausrecht des Foren-Betreibers
Urteil v. 25.10.2006, Az. 30 O 11973/05
1. Dem Betreibereines Internetforums steht ein virtuelles Hausrecht zu, das sich aus dem Eigentumsrecht des Forumbetreibers ergibt, sofern der Betreiber Eigentümer der Hardware ist, mit der das Forum betrieben und auf der die Beiträge gespeichert werden.
Weiterhin findet sich die Grundlage des virtuellen Hausrechts auch darin, dass der Forumbetreiber der Gefahr ausgesetzt ist, für Beiträger anderer zu haften und auf etwa auf Unterlassung in Anspruch genommen zu werden. Dem Betreiber muss daher das Recht zustehen, Beiträge zu löschen oder den Zugang zu ihnen zu sperren.
2. Grundsätzlich kann der Forenbetreiber jeden Dritten von der Benutzung des Forums ausschließen. Ergibt sich jedoch eine Nutzungsbefugnis für Dritte aus einem Vertrag, der zwischen Nutzern und Betreiber geschlossen wird, ist der Forenbetreiber in diesem Recht eingeschränkt.
3. Ein wichtiger Grund zur Kündigung des Vertragsverhältnisses liegt vor, wenn dem kündigenden Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses nicht zugemutet werden konnte. Dies ist jedenfalls dann gegeben, wenn sich ein Nutzer mehrfach unter falschem Namen anmeldet, obwohl der Forenbetreiber eindeutig nur Anmeldungen unter richtigem Namen erlaubt.
Weiterhin findet sich die Grundlage des virtuellen Hausrechts auch darin, dass der Forumbetreiber der Gefahr ausgesetzt ist, für Beiträger anderer zu haften und auf etwa auf Unterlassung in Anspruch genommen zu werden. Dem Betreiber muss daher das Recht zustehen, Beiträge zu löschen oder den Zugang zu ihnen zu sperren.
2. Grundsätzlich kann der Forenbetreiber jeden Dritten von der Benutzung des Forums ausschließen. Ergibt sich jedoch eine Nutzungsbefugnis für Dritte aus einem Vertrag, der zwischen Nutzern und Betreiber geschlossen wird, ist der Forenbetreiber in diesem Recht eingeschränkt.
3. Ein wichtiger Grund zur Kündigung des Vertragsverhältnisses liegt vor, wenn dem kündigenden Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses nicht zugemutet werden konnte. Dies ist jedenfalls dann gegeben, wenn sich ein Nutzer mehrfach unter falschem Namen anmeldet, obwohl der Forenbetreiber eindeutig nur Anmeldungen unter richtigem Namen erlaubt.
Das Urteil im VolltextBVerfG: Stolpe
Urteil v. 25.10.2005, Az. 1 BvR 1696/98
Verletzt eine mehrdeutige Meinungsäußerung das Persönlichkeitsrecht eines anderen, scheidet ein Anspruch auf deren zukünftige Unterlassung - anders als eine Verurteilung wegen einer in der Vergangenheit erfolgten Äußerung, etwa zu einer Strafe, zur Leistung von Schadensersatz oder zum Widerruf - nicht allein deshalb aus, weil sie auch eine Deutungsvariante zulässt, die zu keiner Persönlichkeitsbeeinträchtigung führt.
(amtlicher Leitsatz)
(amtlicher Leitsatz)
Das Urteil im VolltextBGH: kurt-biedenkopf.de
Urteil v. 19.02.2004, Az. I ZR 82/01
Dem Namensinhaber, der die Löschung eines Domain-Namens wegen Verletzung seiner Rechte veranlaßt hat, steht ein Anspruch auf "Sperrung" des Domain-Namens für jede zukünftige Eintragung eines Dritten nicht zu. Die für die Vergabe von Domain-Namen zuständige DENIC ist auch bei weiteren Anträgen Dritter auf Registrierung desselben Domain-Namens grundsätzlich nicht zu der Prüfung verpflichtet, ob die angemeldete Bezeichnung Rechte des Namensinhabers
verletzt.
(amtliche Leitsätze)
verletzt.
(amtliche Leitsätze)
Das Urteil im VolltextBVerfG: Missbrauchsbezichtigung
Beschluss v. 24.03.1998, Az. 1 BvR 131/96
Die Nennung des eigenen Namens im Zusammenhang mit einer von Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG geschützten Äußerung nimmt am Schutz der Meinungsfreiheit und des allgemeinen Persönlichkeitsrechts teil.
Das Urteil im VolltextBVerfG: Soraya
Beschluss v. 14.02.1973, Az. 1 BvR 112/65
Die Rechtsprechung der Zivilgerichte, wonach bei schweren Verletzungen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts Ersatz in Geld auch für immaterielle Schäden beansprucht werden kann, ist mit dem Grundgesetz vereinbar.
(amtlicher Leitsatz)
Fundstelle in der Entscheidungssammlung: BVerfGE 34, 269
(amtlicher Leitsatz)
Fundstelle in der Entscheidungssammlung: BVerfGE 34, 269
Das Urteil im VolltextBVerfG: Mikrozensus
Beschluss v. 16.07.1969, Az. 1 BvL 19/63
Zur Verfassungsmäßigkeit einer Repräsentativstatistik.
(amtlicher Leitsatz)
Fundstelle in der Entscheidungssammlung: BVerfGE 27, 1
(amtlicher Leitsatz)
Fundstelle in der Entscheidungssammlung: BVerfGE 27, 1
Das Urteil im Volltext

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