Fünf Jahre Telemedicus
Samstag, 17. Dezember 2011, von Adrian Schneider

Heute vor fünf Jahren, am 17. Dezember 2006, erschien der erste Artikel bei Telemedicus. Seitdem ist viel passiert: Fast 2.000 Artikel und mehr als 1.200 Urteile haben wir veröffentlicht. Mehr als wir es uns zu Beginn hätten vorstellen können.
Von den ursprünglichen Gründungsmitgliedern sind nur noch wenige redaktionell aktiv. Dafür haben aber auch viele neue Autoren das Team verstärkt. Wir haben tolle Menschen kennengelernt, wertvolle Kontakte geknüpft, unglaublich viele Erfahrungen gesammelt und mehr gelernt, als es ein Studium je vermitteln könnte.
Das alles hat natürlich auch seinen Preis: Telemedicus hat uns viel Zeit, Energie und auch Geld gekostet – ein Aufwand den wir ohne Unterstützung nicht hätten schultern können. Deshalb ist es an der Zeit, dass wir uns bedanken: bei unseren Lesern, die uns seit vielen Jahren treu sind. Bei den Spendern, die Telemedicus finanziell unterstützt haben. Bei unseren vielen Gastautoren und freien Mitarbeitern.
Und natürlich danken wir unseren Förderern, die Telemedicus hinter den Kulissen immer wieder durch Rat und Tat unterstützen. Dazu gehört nicht nur unser wissenschaftlicher Beirat, sondern auch viele andere: Torsten Kutschke von der Kommunikation & Recht, Henning Krieg von kriegsrecht.de, Thorsten Feldmann von feldblog.de, Tobias Gostomzyk, Sara Marburg von Domainfactory, Kay Schröder von Daily Interactive und alle, die uns durch Tipps, Kontakte, Interviews, Themenhinweise und Urteilseinsendungen all die Jahre unterstützt haben.
Vielen Dank! Auch für die nächsten Jahre haben wir viel vor und freuen uns über jeden, der sie mit uns gemeinsam beschreiten möchte.
Foto: (cc) meszner
Abschied von Robin Meyer-Lucht
Donnerstag, 22. September 2011, von Simon Möller
Robin Meyer-Lucht ist tot. Telemedicus verliert damit einen Unterstützer, Partner und Leser, der uns wertvoll war. Und wir verlieren auch einen Menschen, der uns immer freundlich und positiv begegnet ist.
Robin Meyer-Lucht war in der Tat jemand, der „das Internet verstanden” hatte, nicht nur in seiner technischen und ökonomischen Bedeutung. Er war ein Medienmacher und Journalist mit Leidenschaft, exzellent vernetzt und stets auf dem aktuellsten Stand, was Themen der Medien- und Internetpolitik anging. Dass ihm nun beinahe alle wichtigen Online-Medien einen Nachruf widmen oder über seinen Tod berichten zeigt seine Bedeutung für die deutsche Medienlandschaft. Seine Debattenbeiträge waren immer spannend zu lesen und eine Bereicherung für den Diskurs. Er war aber auch einfach ein freundlicher und aufgeschlossener Mensch. Er wird uns allen fehlen.
Für die ganze Telemedicus-Redaktion,
Simon Möller
Nachruf von Christoph Kappes auf FAZ.NET.
Bericht auf taz.de.
Nachruf auf carta.info.
Nachtrag, 17:30:
Nachruf von Wolfgang Michal auf Zeit Online.
Nachruf von Thierry Chervel auf Perlentaucher.de.
Nachruf von Michael Seemann aka MSpr0.
Robin Meyer-Lucht war in der Tat jemand, der „das Internet verstanden” hatte, nicht nur in seiner technischen und ökonomischen Bedeutung. Er war ein Medienmacher und Journalist mit Leidenschaft, exzellent vernetzt und stets auf dem aktuellsten Stand, was Themen der Medien- und Internetpolitik anging. Dass ihm nun beinahe alle wichtigen Online-Medien einen Nachruf widmen oder über seinen Tod berichten zeigt seine Bedeutung für die deutsche Medienlandschaft. Seine Debattenbeiträge waren immer spannend zu lesen und eine Bereicherung für den Diskurs. Er war aber auch einfach ein freundlicher und aufgeschlossener Mensch. Er wird uns allen fehlen.
Für die ganze Telemedicus-Redaktion,
Simon Möller
Nachruf von Christoph Kappes auf FAZ.NET.
Bericht auf taz.de.
Nachruf auf carta.info.Nachtrag, 17:30:
Nachruf von Wolfgang Michal auf Zeit Online.
Nachruf von Thierry Chervel auf Perlentaucher.de.
Nachruf von Michael Seemann aka MSpr0.
Weblogs zitieren
Freitag, 5. August 2011, von Simon Möller
Kann man juristische Weblogs in wissenschaftlichen Arbeiten zitieren? Eine „herrschende Meinung” dazu gibt es nicht. Wir meinen: Es kommt darauf an. Jedenfalls für Telemedicus ist es aber unser Anspruch.
Jörg-Olaf Schäfers
Dienstag, 2. August 2011, von Simon Möller
Auf Netzpolitik.org war gestern zu lesen, dass Jörg-Olaf Schäfers gestorben ist.
Ich kenne Jörg-Olaf schon aus einer Zeit, als er noch hauptsächlich auf seinem privaten Blog auf fx3.org bloggte und als es Telemedicus noch gar nicht gab. So wirklich privat war sein Blog freilich schon damals nicht: Mit einer Kampagne aus Blogeinträgen stellte sich Jörg-Olaf dem Hype um StudiVZ entgegen. Seine Enthüllungen über Sicherheitslecks in dem Social Network führten wohl zu ernsthaften Verstimmungen bei den Verkaufsverhandlungen des Unternehmens, die damals stattfanden.
Ich kenne Jörg-Olaf schon aus einer Zeit, als er noch hauptsächlich auf seinem privaten Blog auf fx3.org bloggte und als es Telemedicus noch gar nicht gab. So wirklich privat war sein Blog freilich schon damals nicht: Mit einer Kampagne aus Blogeinträgen stellte sich Jörg-Olaf dem Hype um StudiVZ entgegen. Seine Enthüllungen über Sicherheitslecks in dem Social Network führten wohl zu ernsthaften Verstimmungen bei den Verkaufsverhandlungen des Unternehmens, die damals stattfanden.
Telemedicus auf IPv6
Mittwoch, 8. Juni 2011, von Simon Möller
Heute ist IPv6-Tag. Auch Telemedicus ist heute, wie fast alle Angebote, die bei Domainfactory gehostet werden, über IPv6 erreichbar. Aus diesem Anlass weisen wir auch kurz darauf hin, dass der anstehende Wechsel auf IPv6 auch das Internet- und Medienrecht in vielen Punkten beeinflussen wird:
„Wie IPv6 das Medienrecht verändern wird” auf Telemedicus. Lesenswert sind auch die Kommentare.
Wer möchte, kann sich Telemedicus per IPv6-Proxy anschauen.
In den letzten Wochen wurde es im Netz hektisch. Was schon lange absehbar war, wird langsam aber sicher Realität: Die IP-Adressen gehen aus. Zwangsläufig steht uns ein Generationenwechsel im Internet bevor. Noch im Jahr 2011 werden wahrscheinlich erste Provider beginnen, erste Vorbereitungen für eine großflächige Umstellung zu treffen – notgedrungen. Doch was bedeutet das für das Medienrecht? Welche Auswirkungen wird IPv6 juristisch haben?
„Wie IPv6 das Medienrecht verändern wird” auf Telemedicus. Lesenswert sind auch die Kommentare.
Wer möchte, kann sich Telemedicus per IPv6-Proxy anschauen.
Telemedicus bekommt einen wissenschaftlichen Beirat
Donnerstag, 17. Februar 2011, von Simon Möller
Es ist mittlerweile mehr als vier Jahre her, dass Telemedicus 2006 als studentisches Projekt gestartet ist. Seitdem hat sich viel getan, sowohl vor als auch hinter den Kulissen. Begonnen hat Telemedicus als reines Weblog, als Teil der damals noch relativ jungen Blogosphäre. Mittlerweile publizieren wir auf ganz verschiedenen Kanälen, allein im Blog sind weit über 1000 Einträge erschienen. Zusätzlich unterhält Telemedicus eine Urteilsdatenbank, eine Sammlung von Links und etablierte Formate wie den Wochenrückblick. Telemedicus wird sowohl von Praktikern als auch in der Wissenschaft gelesen – mit einer Reichweite, die die von gedruckten Fachzeitschriften teilweise sogar übersteigt.
Telemedicus wird - auch wenn wir bisher kaum zitiert werden - als Publikationsmedium ernst genommen. Das merken wir am Feedback unserer Leser. Auch wir Autoren verstehen uns als Teil eines Mediums, das wissenschaftlichen Anspruch hat; freilich, ohne dabei im Bereich der Verständlichkeit und Lesbarkeit Abstriche zu machen. Wir freuen uns daher, dass wir zur Unterstützung unserer Tätigkeit einen wissenschaftlichen Beirat berufen konnten. Die Mitglieder des Beirats nehmen an der operativen Arbeit von Telemedicus nicht teil, stehen uns aber mit Ratschlägen und mit ihrer wissenschaftlichen Kompetenz zur Seite.
Wir bedanken uns bei den Mitgliedern unseres neuen Beirates für die Unterstützung und freuen uns auf eine produktive Zusammenarbeit.
Die Beiratsmitglieder werden auf einer eigenen Unterseite vorgestellt.
Telemedicus wird - auch wenn wir bisher kaum zitiert werden - als Publikationsmedium ernst genommen. Das merken wir am Feedback unserer Leser. Auch wir Autoren verstehen uns als Teil eines Mediums, das wissenschaftlichen Anspruch hat; freilich, ohne dabei im Bereich der Verständlichkeit und Lesbarkeit Abstriche zu machen. Wir freuen uns daher, dass wir zur Unterstützung unserer Tätigkeit einen wissenschaftlichen Beirat berufen konnten. Die Mitglieder des Beirats nehmen an der operativen Arbeit von Telemedicus nicht teil, stehen uns aber mit Ratschlägen und mit ihrer wissenschaftlichen Kompetenz zur Seite.
Wir bedanken uns bei den Mitgliedern unseres neuen Beirates für die Unterstützung und freuen uns auf eine produktive Zusammenarbeit.
Die Beiratsmitglieder werden auf einer eigenen Unterseite vorgestellt.
Telemedicus: Stand der Dinge und Perspektiven
Mittwoch, 1. Dezember 2010, von Adrian Schneider
Etwas mehr als ein Jahr ist es her, als wir den Verein Telemedicus e.V. gegründet haben. Wir trafen damals eine Grundsatzentscheidung: Telemedicus bleibt bei seinem Ansatz als non profit-Projekt. Wir verstehen Telemedicus als gemeinnütziges Instrument zur Verbesserung des Austauschs und des juristischen Wissens - in einem Rechtgebiet, dass das viel nötiger hat als fast alle anderen.
Diese Entscheidung hat sich bewährt. Und doch entwickeln wir uns stetig weiter. Wo wollen wir hin? Und: Wie können Sie uns dabei unterstützen?
Diese Entscheidung hat sich bewährt. Und doch entwickeln wir uns stetig weiter. Wo wollen wir hin? Und: Wie können Sie uns dabei unterstützen?
WikiLeaks und die Pressefreiheit
Samstag, 11. September 2010, von Tobias Kläner
Wikileaks: Das Web2.0 als Vehikel der Pressefreiheit, NJW Aktuell, Heft 34/2010, S. 14 (PDF).
Als Medienrechtler nach Speyer
Dienstag, 3. August 2010, von Simon Möller
An der deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften lernt man, wie der Name schon sagt, Verwaltungswissenschaften. Auf den ersten Blick hört sich das sehr wenig nach Medienrecht an. Aber stimmt das auch? Ein Erfahrungsbericht.
Chancen von Jurablogs: Ein Debattenbeitrag
Donnerstag, 29. Juli 2010, von Simon Möller
Henning Krieg hat auf dem Juristischen Blog Kriegs-Recht pointiert dazu Stellung genommen, „warum juristische Blogs keine Chance in Deutschland haben.” Die Aussagen beziehen sich allerdings weniger auf die Chancen von deutschen Jurablogs als auf ihren tatsächlichen Stand.
Auf die Thesen hin haben einige deutsche Jurablogger reagiert. Michael Karger kommentiert im Beck-Blog und gibt Krieg weitgehend Recht. Martin Neldner schließt sich in der Sache ebenfalls weitgehend an, widerspricht aber der These, Blogs hätten keine Chance. Thomas Stadler verweist darauf, dass ja gerade eine wenig entwickelte Blog-Landschaft viele Chancen in sich trägt. Zuletzt hat Henning Krieg zur Diskussion erneut Stellung bezogen und seine eigene Argumentation auf den Kopf gestellt: 5 Gründe, warum juristische Blogs Chancen in Deutschland haben.
Auf die Thesen hin haben einige deutsche Jurablogger reagiert. Michael Karger kommentiert im Beck-Blog und gibt Krieg weitgehend Recht. Martin Neldner schließt sich in der Sache ebenfalls weitgehend an, widerspricht aber der These, Blogs hätten keine Chance. Thomas Stadler verweist darauf, dass ja gerade eine wenig entwickelte Blog-Landschaft viele Chancen in sich trägt. Zuletzt hat Henning Krieg zur Diskussion erneut Stellung bezogen und seine eigene Argumentation auf den Kopf gestellt: 5 Gründe, warum juristische Blogs Chancen in Deutschland haben.
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