Dortmund: Seminar zur Zukunft der Bürgerrechte
Samstag, 2. August 2008, von Simon Möller
Heißer Tipp für die Semesterferien:
Patrick Beyer ist unter anderem einer der Köpfe hinter dem „Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung“, Dieter Wiefelspütz ist der, was telemedienrechtliche Neuerungen angeht, derzeit wohl aktivste Parlamentarier. Z.B. stammt die Initiative, eine „Internetfreiheit“ als neues Grundrecht einzuführen, maßgeblich von ihm.
Das Seminar kostet all inclusive für Studenten 104 Euro.
Alle Infos auf Daten-Speicherung.de.
Vom Mittwoch, 20. August bis Freitag, 24. August findet in Schwerte bei Dortmund ein Aktualitätsseminar zum Thema „Entgrenzung des Rechtsstaates. Zukunft der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland“ statt. Eine Anmeldung ist noch bis Dienstag, den 5. August möglich.
ReferentInnen
• Patrick Breyer, Jurist, Bürgerrechtler und kritischer Publizist zu den Themen Bürgerrechte und Datenschutz als Tagungsleiter
• Ulrike Merger, Justizexpertin der Landesdatenschutzbeauftragten Nordrhein-Westfalens als Gastreferentin
• Dr. Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion als Gastreferent
Patrick Beyer ist unter anderem einer der Köpfe hinter dem „Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung“, Dieter Wiefelspütz ist der, was telemedienrechtliche Neuerungen angeht, derzeit wohl aktivste Parlamentarier. Z.B. stammt die Initiative, eine „Internetfreiheit“ als neues Grundrecht einzuführen, maßgeblich von ihm.
Das Seminar kostet all inclusive für Studenten 104 Euro.
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Geschrieben von Simon Möller
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USA: EU-Abgeordnete klagt auf Dateneinsicht
Freitag, 1. August 2008, von Jean-Paul Feidt
Die Niederländerin Sophie in't Veld, liberale Abgeordnete des EU-Parlaments und Mitglied des EU-Parlamentsauschusses für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres, hat eine Klage gegen die US-Regierung angekündigt: Ziel ist die Einsicht ihrer bei den US-amerikanischen Sicherheitsbehörden abgespeicherten persönlichen Daten, die diese im Rahmen ihrer Flugreisen in die USA erhoben hätten. Entsprechende Anfragen bei den Behörden seien ergebnislos geblieben.
Nach Angaben der Washington Post will sie mit der Klage ihr Recht auf Auskunft aus dem Freedom of Information Act (FOIA) erkämpfen. Zugleich wolle sie darauf hinweisen, dass die bisher vorgesehenen US-amerikanischen Datenschutzgarantien nicht ausreichend seien. Unterstützung erhält in't Veld von der US-Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation (EFF): Die USA versuche zwar in Europa den Eindruck zu erwecken, dass ein Zugriff auf gespeicherte Daten problemlos möglich sei. Der vorliegende Fall zeige aber, dass es sich dabei um eine schwierige und zeitraubende Angelegenheit mit unsicheren Erfolgsaussichten handele.
Zum ausführlichen Bericht der Washington Post (englisch).
Nach Angaben der Washington Post will sie mit der Klage ihr Recht auf Auskunft aus dem Freedom of Information Act (FOIA) erkämpfen. Zugleich wolle sie darauf hinweisen, dass die bisher vorgesehenen US-amerikanischen Datenschutzgarantien nicht ausreichend seien. Unterstützung erhält in't Veld von der US-Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation (EFF): Die USA versuche zwar in Europa den Eindruck zu erwecken, dass ein Zugriff auf gespeicherte Daten problemlos möglich sei. Der vorliegende Fall zeige aber, dass es sich dabei um eine schwierige und zeitraubende Angelegenheit mit unsicheren Erfolgsaussichten handele.
Zum ausführlichen Bericht der Washington Post (englisch).
Geschrieben von Jean-Paul Feidt
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J!Cast: Lehrerbewertung im Internet
Montag, 28. Juli 2008, von Simon Möller
Der aktuelle J!Cast beschäftigt sich mit Personenbewertungsportalen im Internet: Dürfen Lehrer und Professoren im Internet mit „Kopfnoten“ bewertet werden? Welche Rolle spielt dabei die Meinungsfreiheit? Welche Ausnahmetatbestände des BDSG sind anwendbar?
Eva Schröder und Stefan Bröckers vom Institut für ITM beschäftigen sich mit den verschiedenen Streitfragen rund um „Spickmich“ und „MeinProf“. Zuletzt kommt ein grundsätzlicher Vorschlag: Die Anwendung des Presseprivilegs auch für Meinungsforen.
Zum J!Cast 63: Lehrkräfte im virtuellen Visier.
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Video: Googles Streetview-Maps sind erst der Anfang...
Samstag, 26. Juli 2008, von Anja Assion
Seit kurzem sind sie auch in Deutschland unterwegs: die Google-Streetview-Cars. Diese Autos fahren dieser Tage durch die Straßen der Welt und knipsen mit verschiedenen Kameras ein 360° Bild von der Umgebung. Die Bilder sollen später als reale Stadtpläne bei "Google-Maps" eingestellt werden. Das Problem dabei: Alle Passanten werden ebenfalls abgelichtet und können auf den "Google-Maps" betrachtet werden.
Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar forderte bereits eine gesetzliche Begrenzung von Googles Machenschaften. Das Künstlerkollektiv "The Vacationeers" möchte ebenfalls auf die Gefahren durch die Ablichtung der Welt aufmerksam machen. Und treibt Googles Spiel mit den Daten ein Stück weiter. In ihren Geschichten spinnen sie witzig und beklemmend zugleich fort, wovon die Streetview-Maps erst der Anfang sein könnten.
Eines ihrer Videos nach dem Klick.
Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar forderte bereits eine gesetzliche Begrenzung von Googles Machenschaften. Das Künstlerkollektiv "The Vacationeers" möchte ebenfalls auf die Gefahren durch die Ablichtung der Welt aufmerksam machen. Und treibt Googles Spiel mit den Daten ein Stück weiter. In ihren Geschichten spinnen sie witzig und beklemmend zugleich fort, wovon die Streetview-Maps erst der Anfang sein könnten.
Eines ihrer Videos nach dem Klick.
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Der ePerso kommt ins Rollen - ohne Fingerabdruck
Donnerstag, 24. Juli 2008, von Anja Assion
Groß wie eine EC-Karte wird er sein und Millarden Euros kosten: der elektronische Personalausweis. Doch er soll kommen, darauf hat sich gestern das Kabinett geeinigt und einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet. Ab November 2010 soll der „ePerso“ die bisherige Identitätskarte ersetzen.
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Mit Risiken und Nebenwirkungen: Google Health & Co.
Mittwoch, 23. Juli 2008, von Anja Assion
„Wenn es nach Google ("Health"), Microsoft ("Healthvault") und anderen US-Firmen geht, stellen Patienten künftig ihre gesamten Gesundheitsdaten ins Netz, um sie "sicher, geschützt und kostenlos" (O-Ton Werbung) an einem Ort zu vereinen. Mit dieser Hilfe sollen sie sich mit Ärzten und anderen Gesundheitsversorgern nach Bedarf digital austauschen können. Die Anbieter wollen damit den Papierkrieg im Gesundheitswesen eingeschränken und die Aktualität der Gesundheitsakten sicherstellen.“
Wer diese Zeilen liest und einen nur halbwegs sensiblen Umgang mit Daten pflegt, dem sträuben sich die Nackenhaare. Mißbräuche scheinen bei einer weltweiten Verfügbarkeit von Krankheitsdaten vorprogrammiert. Schließlich sind diese Daten ebenso intim und schützenswert, wie interessant für Unternehmen. Die taz berichtet in dem Artikel „Ich weiß, woran Du krankst!“ über die geplanten Vorhaben und ihre Risiken.
"Ich weiß, woran Du krankst!" - taz.
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09:34
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BGH zu Payback: AGB teilweise unwirksam
Mittwoch, 16. Juli 2008, von Anja Assion
Der Bundesgerichtshof befasste sich in seinem heutigen Urteil mit dem sog. Kundenbindungs- und Rabattsystem "Payback". Die Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände richtete sich hauptsächlich gegen drei Klauseln aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des beklagten "Payback"-Betreibers. Diese AGB müssen von jedem Verbaucher akzeptiert werden, der an dem Rabattsystem teilnehmen möchte. Der Bundesgerichtshof erklärte eine der drei Klauseln teilweise für unwirksam. Er sorgte damit für ein (kleines) Stück mehr Verbraucherrechte für "Payback"-Kunden.
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15:48
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„Das Datengewissen“ im Deutschlandfunk
Samstag, 12. Juli 2008, von Christiane Müller
„Guten Morgen, es ist 4.58 Uhr. Ich bin ihr Datengewissen und wünsche Ihnen einen angenehmen Tag. Sie haben gestern interessiert einen Radio-Beitrag zum Thema Datenschutz verfolgt und dabei hat sich Ihr Gewissen gemeldet. Und hier bin ich: Ihr Datengewissen. Jetzt können Sie von mir erfahren, wo überall Ihre Daten gespeichert sind.“
Im weiteren Verlauf dieses Beitrags im Deutschlandfunk begleitet „das Datengewissen“ einen Bürger durch einen ganz normalen Tag. Und macht ihn stets darauf aufmerksam, wenn gerade persönliche Daten erhoben und gespeichert werden. Und das sind erschreckend viele!
Geschrieben von Christiane Müller
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09:21
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J!Cast: Staatliche Überwachung von E-Mails
Samstag, 5. Juli 2008, von Anja Assion
Mit diesen und weiteren Probleme beschäftigen sich J!Casterin Laura Dierking und ihr Interviewpartner Dr. Marc Störing.
Zum J!Cast 61 "E-Mail-Überwachung".
Geschrieben von Anja Assion
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11:18
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Mal wieder: OLG Köln entscheidet über spickmich.de
Freitag, 4. Juli 2008, von Adrian Schneider
Langsam dürfte es für Kölner Richter zur Routine werden: Das OLG Köln hat gestern wieder einmal über das Lehrerbewertungsportal spickmich.de entschieden. Wie bereits in einigen anderen Verfahren sah sich eine Lehrerin durch die Veröffentlichung ihres Namens und der Bewertungen von Schülern in einer ganzen Reihe von Rechten verletzt. Seiner bisherigen Rechtsprechung folgend, entschied das Gericht jedoch auch diesmal zu Gunsten von spickmich.de.
Geschrieben von Adrian Schneider
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10:05
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