Skype zensiert „Demokratie“
Samstag, 4. Oktober 2008, von Adrian Schneider
Die chinesische Version der Chat- und Telefonie-Software Skype soll private Chats zensiert haben. Wie tagesschau.de berichtet soll ein Partnerunternehmen in China Nachrichten nach Begriffen wie „Demokratie“ und „Tibet“ überprüft und ggf. einzelne Accounts gesperrt haben.
Skype selbst gibt an, von den Vorgängen der chinesischen Partner nichts gewusst zu haben.
Zum Bericht bei tagesschau.de.
„Die kanadischen Forscher hatten nachgewiesen, dass die TOM-Skype-Software Chat-Mitteilungen nach Wörtern wie "Demokratie", "Tibet", "Kommunistische Partei" oder "Falun Gong" filtert und dann jeweils sperrt. Die Forscher waren in der Lage, zensierte Nachrichten sowie Millionen persönlicher Daten wie Benutzernamen, IP-Adressen, Telefonnummern und die nötigen Entschlüsselungscodes von acht öffentlich zugänglichen Servern herunterzuladen.“
Skype selbst gibt an, von den Vorgängen der chinesischen Partner nichts gewusst zu haben.
Zum Bericht bei tagesschau.de.
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Städte wehren sich gegen Google Street View
Montag, 29. September 2008, von Adrian Schneider
Einige deutsche Städte wollen sich gegen die Aufnahmen ihrer Straßen durch „Google Street View“ wehren. Mit speziellen Fahrzeugen ist Google derzeit in Deutschland unterwegs, um ganze Straßenzüge mit Kameras zu erfassen und diese in den Service Google Maps zu integrieren. Wie die Lübecker Nachrichten berichten, sollen nun erste Städte in Norddeutschland konkrete Pläne haben, Google dieses Vorgehen zu verbieten.
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Bayerntrojaner: Staatliche Schikane gegen Piratenpartei
Samstag, 27. September 2008, von Anja Assion
Vor gut einer Woche wurde die Wohnung des Pressesprechers der bayrischen Piratenpartei durchsucht. Nun wurde zudem der elektronische Zugang zur Universität des politischen Geschäftsführers der Partei gesperrt. Der Grund: Die Piratenpartei hatte im Januar ein geheimes, internes Dokument des bayrischen Justizministeriums veröffentlicht. Das Brisante daran: in dem Schreiben wird dokumentiert, dass in Bayern vermutlich bereits im Jahr 2007 Trojaner zur Überwachung von Skype-Telefonaten eingesetzt wurden. Eine gesetzliche Grundlage hierzu wurde in Bayern aber erst Mitte 2008 beschlossen. Die genannten Maßnahmen geschahen also wohl vor allem deshalb, um nach dem Informanten zu fahnden, der der Partei das Schreiben zugespielt hat. Die betroffenen Personen möchten das Vorgehen der Polizei gerichtlich überprüfen lassen.
Die Süddeutsche Zeitung berichtet:
Mehr zu dem Thema: "Razzia wegen Bundestrojaner - Bedingt abhörbereit", bei der Sueddeutschen.
Die Süddeutsche Zeitung berichtet:
„Welche Folgen die polizeiliche Maßnahme der Staatsanwaltschaft für die Partei und ihren Informanten hat, ist somit noch unklar. Anders als Journalisten genießen Organisationen wie Parteien keinen Informantenschutz. Erst 2007, zur Cicero-Affäre, hatte das Bundesverfassungsgericht den Schutz der im Grundgesetz garantierten Pressefreiheit gestärkt: Durchsuchungen bei Journalisten sind dann unzulässig, wenn sie allein dazu dienen, die Identität eines Informanten zu ermitteln.“
Mehr zu dem Thema: "Razzia wegen Bundestrojaner - Bedingt abhörbereit", bei der Sueddeutschen.
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Wahlcomputer vor dem Bundesverfassungsgericht
Freitag, 26. September 2008, von Anja Assion
Das Bundesverfassungsgericht hat gestern die mündliche Verhandlung zum "Wahlcomputer" angekündigt. Sie soll am 28. Oktober 2008 stattfinden. Doch worum geht es dabei? Weshalb sind Wahlcomputer gesellschaftlich umstritten und rechtlich bedenklich?
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Das Recht der Vorratsdatenspeicherung
Mittwoch, 24. September 2008, von Simon Möller
Das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung ist ein schwieriges Thema. Hier greifen Datenschutzrecht, Telekommunikationsrecht und Strafprozessrecht eng ineinander. Zusätzlich muss sich das Gesetz an den Maßstäben des Verfassungs- und Europarechts messen lassen, was zu mehreren Verfahren vor dem BVerfG und dem EuGH geführt hat. Viele Fragen, gerade was die technische Umsetzung angeht, waren deshalb bisher offen geblieben.
Einen höchst lesenswerten Aufsatz zum Recht der Vorratsdatenspeicherung hat nun Prof. Hoeren in der JZ 2008, S. 668 ff. veröffentlicht. Die Abhandlung beantwortet Fragen zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung, erklärt die Systematik der §§ 100 ff. TKG und umreißt die laufenden Verfahren gegen das Gesetz. Der Aufsatz geht ebenfalls auf die Frage ein, nach welcher Norm die Daten herausgegeben werden müssen, die zur Ermittlung der Identität des Verwenders einer dynamischen IP-Adresse nötig sind. Diese Frage hatte in der Blogosphäre zu hitzigen Diskussionen geführt (Jurabilis, Netzpolitik, Lawgical, medien-gerecht).
Der Aufsatz als PDF.
Telemedicus: Vorratsdatenspeicherung und Anonymisierungsdienste.
Telemedicus: Die Entscheidung zur Vorratsdatenspeicherung im Detail.
Einen höchst lesenswerten Aufsatz zum Recht der Vorratsdatenspeicherung hat nun Prof. Hoeren in der JZ 2008, S. 668 ff. veröffentlicht. Die Abhandlung beantwortet Fragen zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung, erklärt die Systematik der §§ 100 ff. TKG und umreißt die laufenden Verfahren gegen das Gesetz. Der Aufsatz geht ebenfalls auf die Frage ein, nach welcher Norm die Daten herausgegeben werden müssen, die zur Ermittlung der Identität des Verwenders einer dynamischen IP-Adresse nötig sind. Diese Frage hatte in der Blogosphäre zu hitzigen Diskussionen geführt (Jurabilis, Netzpolitik, Lawgical, medien-gerecht).
Der Aufsatz als PDF.
Telemedicus: Vorratsdatenspeicherung und Anonymisierungsdienste.
Telemedicus: Die Entscheidung zur Vorratsdatenspeicherung im Detail.
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Datenschutzaudit-Gesetz: Ein Siegel als Wettbewerbsvorteil?
Montag, 22. September 2008, von Christiane Müller
Bereits Ende November 2008 soll der Entwurf für ein Datenschutzaudit-Gesetz stehen. Darauf haben sich der Bundesinnenminister, der Bundesdatenschutzbeauftragte, die Datenschutzbeauftragen der Länder und weitere Regierungspolitiker Anfang September auf dem „Datenschutzgipfel“ geeinigt. Anlass waren die in letzter Zeit bekannt gewordenen Datenpannen beim Handel mit personenbezogenen Informationen. Dieses Gesetz soll die Voraussetzungen regeln, unter denen ein Datenschutz-Siegel an datenverarbeitende Unternehmen vergeben werden darf.
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Google in 10 Jahren
Mittwoch, 17. September 2008, von Simon Möller
Glaubt man den Machern von „Google Epic“, dann ist Google im Jahr 2015 der Monopolist und gleichzeitig der Totengräber der Medienwelt. Glaubt man den Machern von „Der Google-Masterplan“, ist Google bis 2015 der größte Datenkrake der Welt.
Die Google-Manager sehen das anders. Anlässlich des 10. Geburtstags des Unternehmens veröffentlichen zehn hochrangige Google-Angestellte ihre Visionen für das nächste Jahrzehnt: Es geht um personalisierte Werbung, neue Formen der Kommunikation und des Auffindens von Informationen. Big Brother-Ambitionen oder Weltherrschafts-Ansprüche haben sich bisher noch nicht gezeigt.
Zu den Veröffentlichungen der Google-Manager.
(via)
Die Google-Manager sehen das anders. Anlässlich des 10. Geburtstags des Unternehmens veröffentlichen zehn hochrangige Google-Angestellte ihre Visionen für das nächste Jahrzehnt: Es geht um personalisierte Werbung, neue Formen der Kommunikation und des Auffindens von Informationen. Big Brother-Ambitionen oder Weltherrschafts-Ansprüche haben sich bisher noch nicht gezeigt.
Zu den Veröffentlichungen der Google-Manager.(via)
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09:18
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Alles nur Show? Meinungen zum Datenschutzgipfel
Montag, 8. September 2008, von Christiane Müller
Auf Einladung des Bundesinnenministers haben sich am Donnerstag Regierungspolitiker, Bundes- und Landesdatenschutzbeauftragte zu einem Datenschutzgipfel getroffen. Anlässlich der aktuellen Skandale um illegale Weitergaben von Kundendaten wurde eine Änderung des BDSG beschlossen.
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13:00
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Mein Gesicht bei Google
Donnerstag, 4. September 2008, von Adrian Schneider
Gestern hat Google eine neue Version des Bildverwaltungsprogramms Picasa veröffentlicht. Neu ist vor allem eine integrierte Gesichtserkennung. Nutzer können online auf ihren Fotos Gesichter markieren und mit Namen versehen. Picasa soll diese Gesichter nun auch auf allen anderen Fotos erkennen können. Die Technik klingt vielversprechend, birgt aber auch enorme Gefahren.
Geschrieben von Adrian Schneider
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Seit 20 Jahren bekannt: So klaut man das Internet
Mittwoch, 3. September 2008, von Adrian Schneider
Auf der internationalen Konferenz zu IT-Sicherheit „Defcon“ haben zwei Hacker eine gravierende Sicherheitslücke in der Architektur des Internets aufgedeckt. Mit der Methode soll es möglich sein, weltweit beliebigen Datenverkehr abzuhören. Besonders pikant: Es handelt sich nicht um eine Sicherheitslücke im engeren Sinn, sondern um einen grundlegenden Fehler in der Architektur des Internets. Das Problem ist anscheinend bereits seit 20 Jahren bekannt.
T-Online erklärt sehr anschaulich die Details:
„Stealing the internet“ - Hackerduo stiehlt das Internet bei T-Online.
Etwas „technischer“ auch bei Heise online.
T-Online erklärt sehr anschaulich die Details:
„Kapela und Pilosov attackierten in einem Feldversuch das so genannte Border Gateway Protocol, kurz BGP. Das regelt den Datenverkehr zwischen den kontinentalen Einzel-Netzwerken und macht damit aus global verstreuten Einzelnetzwerken erst ein internationales Netz – das Internet. An den Schnittstellen zwischen diesen Teil-Netzen stehen BGP-Server, die den Verkehr nach einem ganz einfachen Prinzip weiterleiten: Erreicht ein Datenpaket einen dieser Server, fragt er seine Kollegen, welche Zieladressen sie beliefern können. Ist die Richtige bei einer der Antworten dabei, wird das Paket übergeben. Nur sind diese BGP-Server besonders vertrauensselig – jeder Server, der sich in das Netz hängt und verspricht, Daten weiterzuleiten, bekommt diese auch ausgehändigt.“
„Stealing the internet“ - Hackerduo stiehlt das Internet bei T-Online.
Etwas „technischer“ auch bei Heise online.
Geschrieben von Adrian Schneider
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