Update: Content Fingerprinting und Internetrecht
Freitag, 16. Mai 2008, von Simon Möller
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Ich meine, dass iPharro mit Radpidshare nicht wirklich was zu tun hat. Denn offenbar ist iPharro auf Video-Streams spezialisiert. Damit arbeitet Rapidshare aber gerade nicht.
Deshalb ist es bei Rapidshare auch möglich, die Dateien nicht im (für den Scanner) lesbaren Format, sondern verschlüsselt hochzuladen. Der Nutzer kann sie dann nach dem Download wieder entschlüsseln. iPharro könnte bei Rapidshare die Daten also u.U. erst gar nicht lesen.
Deshalb ist es bei Rapidshare auch möglich, die Dateien nicht im (für den Scanner) lesbaren Format, sondern verschlüsselt hochzuladen. Der Nutzer kann sie dann nach dem Download wieder entschlüsseln. iPharro könnte bei Rapidshare die Daten also u.U. erst gar nicht lesen.
Ipharro bietet derzeit hauptsächlich Software an, die auf die Überwachung von linearem Fernsehen angelegt ist, das ist richtig. Grundsätzlich kann die Fingerprinting-Technik aber auf sämtliche Video-Formate angewendet werden, und nach meinen Informationen vermarktet Ipharro seine Software auch für das Internet.
Die Frage, ob verschlüsselte RAR-Archive diese Art von Fingerprinting nicht wieder aushebeln könnten, ist m.E. noch eine andere. Hier ist es Rapidshare m.E. durchaus zumutbar, das Hochladen von verschlüsselten Dateien zu verbieten. So weit kann die Störerhaftung schon reichen, selbst wenn man die Grenzen nicht so eng zieht wie das LG Düsseldorf.
Die Frage, ob verschlüsselte RAR-Archive diese Art von Fingerprinting nicht wieder aushebeln könnten, ist m.E. noch eine andere. Hier ist es Rapidshare m.E. durchaus zumutbar, das Hochladen von verschlüsselten Dateien zu verbieten. So weit kann die Störerhaftung schon reichen, selbst wenn man die Grenzen nicht so eng zieht wie das LG Düsseldorf.
Ob es ganz so einfach ist, verschlüsselte Inhalte einfach nicht zuzulassen, wage ich zu bezweifeln. Man kann Dateien ja wunderbar manipulieren und eine verschlüsselte RAR-Datei beispielsweise als PDF tarnen. Und selbst wenn jede Datei auf konsistenz geprüft würde, gibt es immer noch die Möglichkeit der Steganographie, die bei fast allen gängigen Dateiformaten funktioniert - im Gegensatz zu iPharro.
Was ich damit sagen will: iPharro mag ein großer Schritt sein und sicher wird Fingerprinting zukünftig weite Verbreitung finden, angesichts der Rechtsprechung zur Störerhaftung. Aber wir sollten uns hüten, darin die Lösung aller Probleme zu sehen und davon auszugehen, dass sich das Geschäftsmodell von Rapidshare & Co. damit einfach in Luft auflöst. Denn die Umgehungsmöglichkeiten sind zahlreich und Raubkopierer diesbezüglich ziemlich kreativ. Letztendlich ist es doch immer das selbe Wettrennen, das keiner so recht gewinnen kann. Sei es DRM, CD-Kopierschutz oder auch Fingerprinting.
Wenn, dann wird am Ende so oder so die Rechtsprechung stehen, die dem Ganzen - zumindest in Deutschland - einen Riegel vorschiebt.
Was ich damit sagen will: iPharro mag ein großer Schritt sein und sicher wird Fingerprinting zukünftig weite Verbreitung finden, angesichts der Rechtsprechung zur Störerhaftung. Aber wir sollten uns hüten, darin die Lösung aller Probleme zu sehen und davon auszugehen, dass sich das Geschäftsmodell von Rapidshare & Co. damit einfach in Luft auflöst. Denn die Umgehungsmöglichkeiten sind zahlreich und Raubkopierer diesbezüglich ziemlich kreativ. Letztendlich ist es doch immer das selbe Wettrennen, das keiner so recht gewinnen kann. Sei es DRM, CD-Kopierschutz oder auch Fingerprinting.
Wenn, dann wird am Ende so oder so die Rechtsprechung stehen, die dem Ganzen - zumindest in Deutschland - einen Riegel vorschiebt.
Sicherlich kann Content Fingerprinting nicht alle Probleme lösen. Nur manche. 
Zu dem "Rüstungswettlauf" von Raubkopierern und Software-Entwicklern hat Raphael Wimmer im ursprünglichen Interview schon richtigerweise gesagt:
"Darum geht es allgemein bei solchen Technologien, sowohl bei Content-Fingerprinting als auch bei Watermarking: Man versucht einfach nur, den Aufwand, solche Sperren zu überwinden, möglichst hoch zu treiben. Die perfekte Lösung gibt es nicht."
Zu dem "Rüstungswettlauf" von Raubkopierern und Software-Entwicklern hat Raphael Wimmer im ursprünglichen Interview schon richtigerweise gesagt:
"Darum geht es allgemein bei solchen Technologien, sowohl bei Content-Fingerprinting als auch bei Watermarking: Man versucht einfach nur, den Aufwand, solche Sperren zu überwinden, möglichst hoch zu treiben. Die perfekte Lösung gibt es nicht."


