Finanzinvestoren im MedienbereichDienstag, 18. März 2008, von Simon MöllerTrackbacks
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Die entsprechenden Beiträge kann man sich als Videostreams unter www.dlm-symposium.de anschauen. Dort kann man sich dann auch über die Bodenständigkeit ein Bild machen. Bei derartigen Veranstaltungen wird tatsächlich selten das Rad neu erfunden, allerdings ist auch der KStA-Artikel keinesfalls eine publizistische Großleistung.
Ach ja: Für ein besonders gefährliches Beispiel von Bodenständigkeit sei die Eröffnungsrede von Oettinger empfohlen: http://streamcm.eu/richmedia/dlm08/de/02/rnh.html
Die Videos sind irgendwie gerade nicht abrufbar - schade! Ich hätte mir ja gerne selbst ein Bild gemacht...
Hm. Seltsam. Bei mir funktionierts. Hast Du Real (Alternative) installiert?
Das Rad nicht neu erfunden ist eine köstliche Untertreibung
Ich war am Donnerstag dort. "Finanzinvestoren im Medienbereich" war der Titel, doch außer zwei Blickpunkten aus Sicht von Investmentbankern und einem (zu) ambitionierten Streitgespräch zwischen Prof. Dr. Schneider von der LfM und Anke Schäferkordt (Geschäftsführerin von RTL), waren wenig Lichtblicke in der Veranstaltung festzustellen. Einen Großteil der Beiträge hätte man genauso gut unter "Die Zukunft im Zeichen der Konvergenz" stellen können. Der Knaller kam auch gleich zu Beginn, als Herr MP Öttinger sinngemäß sagte: "Wenn ein Unternehmen wie Springer, das schon sehr viel Marktmacht hat, ein anderes Medienunternehmen kaufen möchte, kommt es auf den Machtzuwachs auch nicht mehr an." Ohne Worte...
Gut, ich korrigiere:
"Rendite ohne gesellschaftliche Dividende? Die Ökonomisierung des Rundfunks und ihre Folgen" war der Titel...
Siehe auch schon mein Hinweis zu Oettinger unter 1.1.
Inwiefern war das Streitgespräch zu ambitioniert?
Nunja, Prof. Dr. Schneider ist wohl, kann ich selbst nicht bestätigen, da ich ihn dort zum ersten Mal gesehen habe, für seine teilweise doch recht unfaire Gesprächsführung bekannt. Da waren recht viele verbale Schienbeintritte drin, die m.E. nicht in ein gutes Gespräch gehören. Wobei Frau Schäferkordt damit sehr gut umgegangen ist.
Das Video lohnt mit Sicherheit und ich glaube, nur wenn man es gesehen hat kann man verstehen, was ich meine - fällt mir auch schwer, das genauer zu beschreiben. Werde mir das Video aber auch nochmal ansehen die Tage - möglicher Weise kommts gar nicht so rüber in der Aufzeichnung. Dann schreib ich hier nochmal was dazu, wenn gewünscht. Deinen Hinweis auf die Rede des MP hatte ich übersehen, sorry.
Ich habe das Video und damit auch die Schienbeintritte gesehen. Trotzdem: Ambitioniert?
Okay, missverständliches Adjektiv. Ich meinte es im Sinne von übermotiviert, vielleicht passt das besser.
Ich denke, dass es zu den Grundregeln eines (Streit-)Gespräches gehört, seine Position zwar klar zu vertreten, dem Gesprächspartner aber durchaus den Raum zu lassen, seine Auffassung ebenso klar zu machen. Das habe ich ein wenig vermisst. Hängt aber letztendlich davon ab, in welche Kommunikationsart man diesen Teil des Symposiums einordnet - es war als "Dialog" auf der Tagesordnung, nicht als - vermeintlich "härtere" Kommunikationsform - Diskussion, in der so etwas m.E. eher zulässig ist. Der Dialog ist ja in seiner ursprünglichen Form nur ein Austausch der Standpunkte und nicht so sehr ergebnisorientiert, wenn ich mich recht entsinne... Wie gesagt, ich schreibe aus der Erinnerung, bin noch nicht dazu gekommen, die mittels des Videos aufzufrischen.
> "Die Zukunft im Zeichen der Konvergenz"
Was ist eigentlich aus dem Gutachten geworden? (Irgendetwas sagt mir, dass ElGraf es wissen könnte)
Ich frage mal frech, dreist und neugierig nach: Ich habe da einen Titel getroffen, ohne es zu wissen!?
Ich interessiere mich, wie ja schon seinerzeit (ich glaube das war der erste Kontakt mit diesem Blog) deutlich wurde, relativ stark für das Thema.
Was aus dem Gutachten geworden ist, darfst Du wohl nicht mich, sondern müsstest Du das Hans-Bredow-Institut fragen.
Meine Frage war eigentlich mehr darauf bezogen, dass du (immer) noch nicht deine Identität enthüllt hast.
Als kleinen Hinweis an die Diskussionsteilnehmer: Dieses Blog wird zwar hauptsächlich von Studenten geschrieben, aber das bedeutet nicht, dass man uns (und die Kommentare hier) an höherer Stelle nicht wahrnehmen würde. Nicht vergessen, dass diese Diskussion im öffentlichen Raum stattfindet.
Schon klar, falls Du damit meine Kritik an der Herren Öttinger und Schneider meinen solltest
Versteh ich jetzt leider nicht ganz. Inwiefern konnte Deine Frage mehr auf meine Identität bezogen sein?
Ich meinte, dass mich gar nicht so sehr interessiert, was mit dem Gutachten los ist, sondern eher (!), wer sich hinter dem geheimnisvollen Pseudonym "ElGraf" verbirgt.
Ist das denn tatsächlich so wichtig? Das Interesse sollte doch vielmehr der Sache gelten!
Ich find´s halt schade. Immerhin diskutiere ich hier mit offenem Visier, ohne zu wissen, mit wem eigentlich...
Es ist Dir unbenommen, das Visier runterzuklappen. Ok, da gibt es ja noch §§ 5 TMG, 55 RStV. Aber für die interessiert sich doch ohnehin niemand, oder?
Im Ernst: Manche Sachen würde ich hier und anderswo tatsächlich anders diskutieren, wenn ich das nicht unter Pseudonym machen könnte. Dabei nehme ich auch bewusst in Kauf, dass ich in Einzelfällen nicht oder weniger ernst genommen werde (z.B. im Beckblog). Ich kann aber natürlich Dein Bedauern nachvollziehen, da es mir vermutlich ähnlich ginge. Andererseits zählt es zu meinem Verständnis von Online-Diskussionskultur, dass auch der Wunsch auf Geheimhaltung der (Offline-)Identität respektiert wird.
"(z.B. im Beckblog)"
"Sehr geehrte/r Herr/Frau Eigraf"
Das ist mir bislang zum Glück erspart geblieben, Herr/Frau/Familie/Firma Benjamin.
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