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Verträge über DSL-Anschlüsse sind meist langfristig angelegt. Das ist bequem für die Provider, für Verbraucher stellt sich aber oft ein Problem: Was passiert, wenn man umzieht und der alte Provider am neuen Wohnort nicht verfügbar ist? Muss man weiter zahlen oder kommt man raus aus dem Vertrag?

Diese Frage hat Verbraucher, Telekommunikationsunternehmen und auch die deutschen Gerichte in den letzten Jahren immer wieder beschäftigt. Der BGH hat im Jahr 2010 dazu Stellung genommen und sich auf die Seite der Unternehmen gestellt. Für Verbraucher war diese Rechtslage ausgesprochen ungünstig. Und so hat der Gesetzgeber reagiert und im Mai 2012 mit der Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) ein Sonderkündigungsrecht eingeführt.

Der bisherige Standpunkt des BGH


Der BGH vertrat die Auffassung, dass ein Sonderkündigungsrecht für abgeschlossene DSL-Verträge für Verbraucher bei Umzug auch dann nicht besteht, wenn der Anbieter nicht in der Lage ist, am neuen Wohnort DSL Internet- und Telefonie bereit zu stellen. Das hieß für den Verbraucher nichts anderes als: Zahlen bis zum Vertragsende – im Zweifel für gar nichts.

Die Begründung dafür war recht simpel. Der BGH war der Meinung, dass der Kunde durch seinen Umzug erst den Grund dafür geschaffen hätte, dass sein Vertragspartner, also der jeweilige Provider, nicht mehr leisten könne. Bei Vertragsabschluss würde der Kunde wissen, dass DSL nicht überall in Deutschland verfügbar sei. Zieht der Kunde um, müsse dieser auch das Risiko tragen, dass am neuen Wohnort kein DSL verfügbar sei. Ein Sonderkündigungsrecht bestünde insgesamt nicht, da ein Umzug allein im Einflussbereich des Kunden und nicht des DSL-Anbieters liegen würde.

Diese Argumentation war zwar rechtlich nicht von der Hand zu weisen, wurde aber als überaus verbraucherfeindlich wahrgenommen.

Die neue Rechtslage: Sonderkündigungsrecht


Diesen Umstand hatte wohl auch der Gesetzgeber erkannt. Mit Änderung des Telekommunikationsgesetzes zum 10.05.2012 wurden nun die Rechte der Verbraucher gestärkt: Ist der Provider fortan nicht in der Lage, am neuen Wohnort die vertraglich geschuldete Leistung zu erbringen, steht dem Kunden gemäß § 46 Abs. 8 TKG ein Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu.

Ein Sonderkündigungsrecht für den Kunden besteht jedoch nicht, wenn der Provider die vertragliche vereinbarte Dienstleistung auch am neuen Wohnort erbringen kann und will. Für den technischen Aufwand, der dem Provider durch den Umzug des Kunden entsteht, kann er vom Kunden sogar ein angemessenes Entgelt verlangen. Die Höhe des Entgelts darf dabei die Kosten für die Schaltung eines Neuanschlusses nicht überschreiten.

Verbraucherrechte können nicht durch AGB ausgeschlossen werden


Das Sonderkündigungsrecht für Verbraucher bei Umzug kann auch nicht durch Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) des Providers ausgeschlossen werden. Geschieht dies trotzdem, ist ein solcher Ausschluss gemäß § 47 b TKG unwirksam und der Verbraucher kann mit Erfolg rechtlich dagegen vorgehen.

Zum Telekommunikationsgesetz (TKG) auf dejure.org.
Zum Urteil des BGH vom 11.11.2010 (Az. III ZR 57/10).
Telemedicus zum BGH-Urteil aus November 2010.
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Kommentare

* Mirco 11.08.2012 20:04
So ein Fall läuft momentan in meiner Familie.
Dort räumt der Provider zwar die dreimonatige Kündigungsfrist ein, verlangt aber eine Kündigungsgebühr von etwa 150% eines Monatsbeitrags, also virtuell 4.5 Monate Kündigungsfrist.
Ist so etwas rechtens? Als Nicht-Jurist konnte mir selbst oben verlinkter Paragraph leider nicht weiterhelfen.
* Niko 14.08.2012 13:46
Ich bin jetzt in eine andere Stadt aus Studiumgründen in eine WG mit schon bestehendem Internet umgezogen. Alice verlangt von mir jetzt ca. 800€ für 19 Monate. Habe ich nun Anspruch auf Sonderkündigung?
* sj 15.08.2012 19:39
@Niko

Es scheint als ist das nun im Gesetz in Absatz 8:

"Wird die Leistung am neuen Wohnsitz nicht angeboten, ist der Verbraucher zur Kündigung des Vertrages unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats berechtigt."

http://dejure.org/gesetze/TKG/46.html />
Ich würde meinen, du kannst nun auf 3 Monate kündigen und musst nicht mehr € 800 zahlen.
* MadCat 15.08.2012 20:05
Der Gesetzestext sagt doch eindeutig, "wenn die Leistung nicht angeboten wird". Wenn Alice am neuen Wohnsitz die Leistungen erbringen kann und will, sieht das für Niko ehr schlecht aus. Alice kann ja nun auch nichts dazu, dass er in eine WG mit vorhandenem Anschluss zieht...
* Kommentator 16.08.2012 10:11
Zumal es speziell bei Alice ja auch möglich gewesen wäre einen monatlich kündbaren Vertrag abzuschließen. Der hätte halt 2-3€ mehr im Monat gekostet ...
* Scotty 16.08.2012 13:39
Niko hat eine Chance. Er beantragt das sein Alice-Anschluss (zusätzlich) in die WG gelegt wird. Scheitert das, weil Telekom keine weitere Leitung schaltet oder freimacht, kann Alice nicht liefern und er ist aus dem Vertrag.
* pirx 17.08.2012 08:43
@Niko: Ein Sonderkündigungsrecht wegen "unnötigem Doppelanschluss" gibt es explizit nicht.

Also kann man nur den Alice-Anschluss in die WG umziehen. Wenn Alice in der WG nicht liefern kann (egal aus welchem Grund, z.B. kein Adernpaar frei), greift das Sonderkündigungsrecht.
Wenn Alice liefern kann und will, kann man höchstens den WG-Anschluss mit der vermutlich kürzeren Kündigungsfrist regulär kündigen.

Niko muss sich allerdings die Frage gefallen lassen, warum er (bei vermutlich schon bekanntem Studienwunsch) vor 5 Monaten einen 24-Monats-Vertrag abgeschlossen hat. Oder kam der Umzug so unerwartet, weil z.B. der Kopf des Instituts einen Ruf an eine andere Universität angenommen hat und Niko seinem Doktorvater folgen will?
* FB 17.08.2012 23:03
@Mirko: Gute Frage, keine Antwort. Ich könnte mir vorstellen, dass Gerichte das als unzulässiges Mittel ansehen, Verbraucher von ihren gesetzlichen Rechten abzuhalten - was soll der Provider nach 3 Monaten, die er sich darauf vorbereiten kann, noch für Kosten haben? Aber sicher ist das nicht, das erfordert ein Urteil. So ist das halt.
* chefin 20.08.2012 14:17
@Mirko
Ist es möglich, das Hardware dazu geliefert wurde? Wenn Hardware via Vertragslaufzeit abgezahlt wird, entsteht dem provider durchaus ein Schaden. Den die gebrauchte Kiste will kein anderer mehr haben. Aber sie ist auch erst am Ende der Vertragslaufzeit bezahlt. Die wenigsten machen sich klar, das eine Fritzbox oder ähnliches durchaus mit 200Euro im Vertrag mit drin steckt. Wenn dann gekündigt wird, wird wohl die Hardware entsprechend verrechnet.

Da es auch etwas günstigere Verträge ohne Hardwaresponsoring gibt, sollte man einfach sich klar machen, das man nicht nur die Vorteile mitnehmen kann sondern eben auch mal die Nachteile tragen muss.
* DeTe 31.10.2012 18:20
Hi Leute, ich ziehe um und der Anbieter kann dort am neuen Wohnort nur ein 1600 DSL zur Verfügung stellen vorher in der alten Wohnung 30000 DSL. Er möchte aber das ich meinen Vertrag erfülle, bzw ein neuen Vertrag abschließe. Das wäre dann LWL 35000 natürlich wieder 2 Jahre. Kann ich auf ein Sonderkündigungsrecht von 3 Monaten pochen oder können die es so machen denn nach § 8 geht dies nicht. MFg DeTe
* Annett 12.03.2013 18:54
Bei mir kam es auch zu einer Sonderkündigung von 1 & 1 weil nach dem Umzug am neuen Standort kein DSL zur Verfügung gestellt werden konnte. Nun muss ich die 3 Monate weiter zahlen (wegen der 3-montigen Frist). Aber jetzt habe ich zusätzlich noch eine Rechnung über 14,66 Euro erhalten mit dem Artikel "11092 Sonderkündigung wegen Umzug".

Ist dass denn rechtens, dass die mir die Sonderkündigung in Rechnung stellen?
* Peter 24.04.2013 08:09
Gibt es für das Sonderkündigungsrecht bei Nichterreichen der vertraglichen Internetgeschwindigkeit eine Kündigungsvorlage (link würde auch helfen)?

Grund ist dass mein Internetanschluss seit langem nicht die Geschwindigkeit erbringt wie angegeben (1.6-6 Mbit). Erreicht wird ein Wert von ca. 0.5 Mbit. Der Vertrag läuft über Alice (O2). Auch ein Techniker von O2 der die Leitung gemessen hat konnte mir telefonisch bestätigen, dass nicht mehr als diese Geschwindigkeit erreichbar sei.
* nutzer 04.05.2013 12:28
Hallo ich habe eine frage , bei der erst anmeldung haben wir ein DSl Anschluss 16000 abgeschlossen (2009).

2011 sind wir umgezogen und mann sagte es sei kein dsl festanschluss möglich 2 monate drauf hat mann eine speedoption 16000 geschalten nun sah ich ib das kundencenter und sah das ich nur noch eine 6000er leitung mit speedoption die ich auch empfangen habe

ist es zulässig einfach den vertrag abzuändern?

in unseren neuen wohnort hat mann bei diesen anbieter riesige schwirigkeiten dsl 16000 zu schalten daraufhin hat der anbieter die speedoption abgeschalten.

in unseren gebiet wurde vdsl ausgebaut mein nachbar empfängt dsl 50000

und wir bekommen gerade mal dsl 2000
* Elena 10.06.2013 14:42
Soweit ich das weiß ist bei der Angabe der Geschwindigkeit immer nur die Höchstgeschwindigkeit angegeben, d.h. der Provider liefert der maximal diese Geschwindigkeit, eine Mindestgeschwindigkeit ist allerdings nicht angegeben.
* Alexander 26.06.2013 21:54
Hallo ihr, :)
ich habe das bisher alles verstanden, aber wie sieht es aus, wenn man seit Monaten Probleme mit Alice hat und das Problem mit den Verbindungsabbrüchen nicht komplett beseitigt wird. Sprich: Wir nutzen das Angebot mit etlichen Anrufen bei Alice/o2 und die Fehler bleiben fast beim gleichen. Jetzt wollen wir Kündigen um endlich auch mal vernümpftig surfen zu können, aber Alice schreibt, dass wir kein Sonderkündigungsrecht haben... wir hatten sicherlich schon 5 Router, etliche weitere Probleme usw. Das Problem wird nicht wirklich behoben, auch wenn es besser geworden ist. Wie sieht die Rechtslage für uns aus?
* Gerhard Zibuschka Koblenz 12.09.2013 16:37
Frage:Vertrag mit Kabel-Deutschland aus 2009 Vertr., Partnerin (geboren 1926)kam im Okt.2012 ins Alten-Pflegeheim, Meine Kündigung bei KablD zum 31.12.2012 wegen Krankheit(Demenz u.a.) ,gem. Sonderkündigungsrecht..KabelD.verlangt für Dienst-leistungen,Warenlieferungen(??) u.Zinsen bis 5.9.2013 fasst 200,--€ zusammen.Auf meinen Einwand das Sonderkündigungsrecht in Anspruch zu nehmen,geht sie nicht ein
Wie ist die Rechtslage??.
* Jessica Schneider 21.09.2013 19:04
Mal eine Frage ab wann beginnt die Sonderkündigungsfrist ab Kündigung oder wie Kabel Deutschland meint ab dem Termin des Umzugs ? Kann mir jemand helfen ?
* Kerstin 30.09.2013 21:49
Die selbe Frage habe Ich auch Jessica,denn Kabel Deutschland will die drei Monate nach dem Auszug auch noch bezahlt bekommen,obwohl Ich rechtzeitig 3 Monate vor Auszug gekündigt habe.
* nico 12.10.2013 08:44
Guten Tag

Ich habe seit kurzem o2 DSL bei Abschluss des Vertrags wurde mir eine Geschwindigkeit von 12000 versprochen.
laut neuem Verfügbarkeit check sind 6000 - 12000.
ende vom lied ich habe höchstens 2000 ich habe dsl nur genommen da ich eine gute Geschwindigkeit versprochen bekommen habe. Nach etlichen anrufen erfahre ich es sind nur 2000 verfügbar.
Habe ich Sonderkündigungsrecht
* Malte 22.10.2013 16:08
Hallo zusammen,

das mit dem Sonderkündigungsrecht bei Umzug (wenn der Provider kein Dienst anbieten kann bzw. nicht verfügbar ist). Hat jemand Erfahrung in meinem Fall?

Auf der O2/Alice Homepage habe ich den Verfügbarkeitscheck mit negativen Ergebnis gemacht, d. h. an meinem neuen Umzugsort, bietet O2/ Alice keinen Dienst an. Darauf hin habe ich eben mit drei Monate Frist gekündigt. Nun behaart aber O2 darauf, dass der Dienst an dem neuen Wohnort verfügbar ist. Angeblich hat die Call Center MItarbeiterin, bessere bzw. genauere Abfragemöglichkeiten, die Verfügbarkeit zu prüfen.

Wie lässt sich das am besten prüfen?
* Sarah 08.11.2013 23:31
für mich stellt sich jetzt eine ganz andere frage.
das mit den 3 monaten kenn ich ja schon, allerdings hab ich jetzt ne frist bekommen das ich, wegen einer eigenbedarfskündigung, jetzt bis ende des monats raus sein muss aus der wohnung. hab jetzt auch zeitnah eine gefunden, allerdings kann dort nur die Telekom schalten, weil es per funk geschehen muss...
im gesetzestext sind aber nur die berücksichtigt die aus freien stücken umziehen wollen weil denen die wohnung nimmer passt oder was weiß ich. was ist mit denen die unverschuldet umziehen müssen?
* Marcel 27.11.2013 10:58
Wie ist das eigentlich, wenn z B meine Eltern ausziehen und zu mir in die Wohnung ziehen. DSL und Telefon ist natürlich schon vorhanden...?
* Kiko 27.11.2013 13:17
@Sarah:
Von Deinem Vermieter (Ex-Vermieter :-) ) hast Du es doch schriftlich dass Du die Wohnung verlassen musst.
Setzt Dich doch mit Deinem Provider in Verbindung und erkläre ihm die Sachlage.
Vielleicht geht er den Schritt einer " Kündigung in Kulanz" ein.
Falls nicht..... Da wo Du hinziehst kann der jetzige Provider nicht liefern. Die 3 Monate wären dann auf Deine kappe zu nehmen.

Greetz, Kiko
* Isabel 02.12.2013 17:52
@ Marcel:

In meinem Fall war das so (1&1) das ich ein Sonderkündigungsrecht von 3 Monaten hatte (die Situtation war erst kürzlich). Sie wollen aber den Nachweis haben, dass der DSL-Anschluss in der Wohnung, in die du umziehst nicht erst gerade (also zum Einzug) geschaltet wurde. Dies würdest du ja in deinem Fall erfüllen, sodass du den Anschluss deiner Eltern einfach kündigen kannst.

Vg
* Verabra 30.12.2013 15:07
Ich habe einen DSL-Anschluss (Festnetz, Internet). Als der Techniker von der T-com kam, stellten wir fest, dass keine Anschlussdose vorhanden ist, so dass wir unseren DSL-Anschluss nicht frei geschaltet bekommen haben.

Meine Fragen: Habe ich Anspruch auf eine Sonderkündigung gemäß § 46 Abs. 8 TKG ?

Muss ich ansonsten die Kosten bei Anlegen einer Anschlussdose selbst bezahlen? Wenn ich keine Kündigung erhalte, stattdessen einen neuen Anbieter suche, muss dann die Kosten meines alten laufenden Vertrages der Vermieter übernehmen?
* Michaela 03.01.2014 12:06
Ich habe das gleiche Problem wie Verabra.
Wär super wenn jemand helfen könnte!
* Matthias Marten 07.02.2014 15:17
Hallo,

ich habe vom Sonderkündigungsrecht bei meinem KabelDeutschland Anschluss Gebrauch gemacht. Habe fristgerecht zum Auszugstermin am 31.05.2014 gekündigt.

Prompt kam eine Bestätigung zum Vertragsende am 31.08.2014 (+ 3 Monate).

Dass das Gesetz so gedacht ist, kann ich nirgends herauslesen.

Ich wollte das nun so umgehen, dass ich zum Ende Februar kündige, also + 3 Monate macht Ende Mai. Dazu sagt der Kundenservice folgendes: Die Bescheinigung über die Wohnungskündigung müsse dann auch für Ende Februar vorliegen.

Eine Frechheit. Ich soll also 3 Monate für nichts bezahlen? Einen toten Anschluss?

Kann mir hier jemand weiterhelfen?!

Danke!

Matthias
* Markus 20.02.2014 18:29
Ich habe genau den gleichen Fall wie mein Vorredner.
Ebenfalls 31.05.2014 und bestätigt bekommen 31.08.2014.

Dieselbe Aussage, die Frist soll angeblich erst beginnen, sobald die Ummeldebestätigung vorliegt.

Eine Ankündigung über den bevorstehenden Umzug reicht nicht aus
(Auch nicht wenn ich eine Ummeldung vor dem 31.05.2014 vorweisen kann)
* Wolfgang 15.05.2014 18:06
Ich habe einen Vertag bei der Trennung von meiner Partnerin übernommen,mir wurde von Vodafone zugesagt er würde bis 01.September 2013 in meiner neuen Wohnung freigeschalten.Ich wartete aber nicht ist passiert, bei anfur bei Vodafone wurde mir mehrmals zugesagt das ein telekom Techniker vorbei käme was aber nicht der Fall war.Daruaf hin habe ich den Vertrag im November gekündigt...Nun verlangt Vodafone das ich den Vertrag bis Oktober 2015 bezahle.
* Maik B. 14.06.2014 17:01
Also Leute ich muss mich schon wundern wie ihr alle mittlerweile tickt. Es sollte doch eigentlich so sein das ich bei einem Umzug den ich auch nachweisen kann genau zu dem Zeitpunkt wo ich umziehe auch den Vertrag mit Sonderkündigungsrecht beenden kann. Ich habe zum Beispiel jetzt im Juni gekündigt weil ich zum ersten September ausziehe und muss jetzt obwohl ich hier nicht mehr wohne 3 Monate weiter bezahlen. D.h. eine Leistung wird nicht mehr erbracht und ich zahle trotzdem 152,-€. Irre. Und alle finden das völlig normal. Armes Deutschland. Aber wir sind ja sooo toll. Das ist nicht NORMAL!!!!!!!
* Gerhard 16.06.2014 12:17
Ich kann dazu nur dagen, dass ich im Moment den Horror erlebe. Sonderkündigungsrecht hin oder her, "die", d.h. die DSL Provider machen ganz einfach was sie wollen. Ich habe Anfang Februar eine Umschaltung beantragt. Der Schalttermin hat 1,5 Monate gedauert. Es ist niemand gekommen. Danach hat die Firma mich bei weiteren sechs Terminen einfach warten lassen, ohne dass jemand erschienen ist. Ich bin dann zum verbrucherschutz gegangen und die haben mir eine Strategie empfohlen, die ich auch eingehalten habe: Eine Frist setzen und wenn die es innerhalb der Frist nicht schaffen die Leitung zu schalten fristlos kündigen. Zu dem Zeitpunkt waren aber schon 2,5 Monate vergangen. Nachdem dieser Termin auch versägt wurde habe ich die fristlose Kündigung ausgesprochen. Das ist jetzt einen Monat her. Nichts geschieht. Letzte Woche hat der Anwalt der Verbraucherberatung denen eine weitere Aufforderung geschickt. Aber der sagte mir schon, dass die auch auf deren Schreiben nur mit langer Wartezeit reagieren. Das ist die reinste Willkür. Ich werde nie wieder einen Festnetzvertag oder irgendwas abschließen, das mich länger an so eine Firma bindet. Ich kann nicht verstehen, dass unser Recht so eine Situation zulässt, in der man als Verbraucher praktisch hilflos ist so einer Firma gegenüber..
* Hägar 16.07.2014 10:27
Die Frage wann nach §46 TKG die 3-monatige Frist beginnt ist weder im Gesetz noch in der Begründung zur Gesetzesänderung behandelt. Das Sonderkündigungsrecht bezieht sich hier auf einen Umzug und die Nichtverfügbarkeit am neuen Wohnort. Die 3-monatige Kündigungsfrist im neuen §46 TKG sollte ein Ausgleich zwischen dem BGH Urteil aus 2010 ("Umzug ist kein Grund für außerordentliche fristlose Kündigung nach §§626, 314 BGB") und der langen Vertragsdauer der Verbraucher ohne Leistung sein.
Insofern kann man durchaus die Rechtsauffassung vertreten eine Kündigung mit der 3-monatigen Frist ist ab Zeitpunkt der Anmietung bzw. dem Kauf einer neuen Wohnung möglich und nicht erst mit dem Einzug. Es muss wohl die neue Adresse bekannt sein, damit der Anbieter die Verfügbarkeit überprüfen kann, so dass alleine die Kündigung der alten Wohnung nicht ausreichen dürfte.
Vermutlich müßte mal jemand mit Rechtsschutzversicherung das durch prozessieren.
* SenSo 07.09.2014 02:08
Kleine frage dazu,
wen ich in eine wohnung ziehe, diese neumoderniesiert wurde und da keine Telekom.
vorhanden ist sondern nur über Kabel oder Unitimedia
angeboten wird vom ganzen haus. Hat man dadurch ein Kündigungs recht nach §46 TKG
* Biane 02.10.2014 17:07
Wir haben unseren Telekom-Vertrag mit Mindestlaufzeit 24 Monate endend im Nov. 2014 zum 30.04.2014 fristgerecht gekündigt. Bei uns gilt auch die Regel der Sonderkündigung. Jetzt fordert uns die Telekom auf Schadenserstz in Höhe von 223€ zu zahlen, da wir den Vertrag "nicht erfüllt" haben. Dies sind die Kosten bis zur Vertragsende im Nov. sein. Darf die Telekom dies? Schließlich konnten sie den Vertrag nicht erfüllen, weil Sie uns die Leistungen nicht erbringen konnten.
* jennifer 22.10.2014 21:09
Ich habe das selbe Problem wie du biane ich habe sonderKündigung aber Telekom verlangt Schadenersatz in Höhe von 278 Euro. Sind die im recht damit ? Wie können doch nix dafür das sie hier keine Leitung haben. Bitte um schnelle abwort danke
* Sven 18.11.2014 18:17
Hallo, haben uns ein Haus gekauft und dort hat nur die Telekom eine Leitung (TV / i-net / Telefon).
Wir ziehen zum 01.01.2015 um, das habe ich auch bei Kabel Deutschland angegeben und meine Kündigung geschickt.....bla bla bla 3 Monatige Sonderkündigungsrecht..die 3 Monatige Kündigung greift aber erst wenn ich raus bin aus meinen alten Wohnung !!!!!! .
Ich soll laut denen jetzt noch für Januar, Februar, März zahlen obwohl ich da gar nicht mehr dort wohne ??? Also zahle ich 3 Monate für LAU oder wie !!!
* Hägar 19.11.2014 09:29
@SenSo: Wenn die Telekom dir dort ihre Leistung nicht zur Verfügung stellen kann dann ja. Was "im Haus" angeboten oder vorhanden ist spielt erstmal keine Rolle. Die Frage ist, ob die Telekom dir dort einen Anschluss schalten kann.

@Biane und jennifer: Wenn Sonderkündigungsrecht wie ich es oben bereits beschrieben habe greift, würde ich unter Hinweis auf §46 Abs.8 TKG nicht zahlen. Eventuell ist es etwas anderes wenn noch zusätzlich Geräte angemietet wurden.

@Sven: Siehe meinen Beitrag oben vom 16.7. Wenn z.B. Mietvertragskopie oder anderer Nachweis des Umzuges mit der neuen Adresse zum Anbieter gesandt wurde, würde ich mich darauf beziehen, dass die Frist ab Eingang der Mitteilung beim Anbieter (Eingangsnachweis! bzw. Bestätigungsschreiben muss da sein.) läuft und NICHT erst ab Einzug. Sollen Sie dir mitteilen, wo steht, dass die Frist erst mit dem Einzug in die neue Wohnung beginnt...da bin ich mal gespannt.

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