Die FAZ über Jurablogs
Montag, 19. Juli 2010, von Simon Möller
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Kommentare
Wieso braucht man eine kritische Masse, um einen Weblog zu betreiben? Ich denke, es geht eher um einen grundsätzlich anderen Umgang mit der Öffentlichkeit. In den USA treten Wissenschaftler viel stärker in die Öffentlichkeit, während in Deutschland nur eine Handvoll Wissenschaftler über wissenschaftliche Inhalte reden. Generell ist hierzulande der politische Diskurs eher eingeschlafen. Ich hatte mir vorhin mal die deutschen Blogcharts angeguckt, da ist so gut wie kein allgemeinpolitischer, nicht netz-spezifischer Blog. ciao
Nicht so sehr in dem Sinn der "kritischen Masse", die bei Kernreaktionen vorkommt oder die bei Netzwerkeffekten wirkt. Aber der Gedanke passt: Um ein Weblog gut betreiben zu können, braucht man eine gewisse Menge an Autoren (bzw. Autoren-Mann-Zeitstunden), Lesern und Finanzen. Blogs, die ja maßgeblich in Form von Verweisen und Debatten kommunizieren, sind auch auf eine Umgebung von themenähnlichen Blogs angewiesen. An dem fehlt es in Deutschland leider. Telemedicus ist für ein Jurablog mit 1500 Lesern am Tag schon sehr gut aufgestellt.
Der grundsätzliche Umgang mit der Öffentlichkeit ist hier auch anders als in den USA, das will ich nicht bestreiten.
Der grundsätzliche Umgang mit der Öffentlichkeit ist hier auch anders als in den USA, das will ich nicht bestreiten.






