Ein verworrener Fall: Google-Mitarbeiter in Italien verurteilt
Freitag, 26. Februar 2010, von Adrian Schneider
Kommentare
Solche kleinen Drecksäue, die in so eklatanter Weise die Persönlichkeitsrechte Dritter mißachten, sollten dauerhaft aus dem Global Village exkommuniziert werden. Dann hätte ich zumindest auch keine Probleme mehr damit, auf ein Pseudonym zu verzichten.
Ich denke, hier gilt das selbe wie beim Heise-Urteil: man muss Vorkehrungen treffen, damit die Nutzer rechtlich fragwürdige Inhalte petzen können, erst dann kann man die Betreiber haftbar machen. Das präventive Aussortieren würde für kleine Projekte das Aus bedeuten. Google aber könnte das durchaus leisten und sollte dies auch tun, wenn solche Videos sehr oft hochgeldaden werden. Google selbst hat aber kein Interesse daran, mehr Ärger als ohnehin zu haben.
Für meinen Geschmack ist das ganze ein Nebenkriegsschauplatz: ich lese hier das erste Mal, was mit den Jugendlichen passiert ist, die den jungen gequält haben. So was ist leider üblich und passiert tagtäglich, ohne, dass da jemand interveniert.
Für meinen Geschmack ist das ganze ein Nebenkriegsschauplatz: ich lese hier das erste Mal, was mit den Jugendlichen passiert ist, die den jungen gequält haben. So was ist leider üblich und passiert tagtäglich, ohne, dass da jemand interveniert.
@domingos: Das präventive Aussortieren würde auch für große Anbieter das Aus bedeuten. Ich habe Zweifel daran, dass Google so etwas überhaupt mit vertretbarem Aufwand leisten könte. Auf YouTube werden täglich zig tausend neue Videos hochgeladen, die prinzipiell weltweit sichtbar sind. Um sicher zu sein, dass keine Rechtsverletzung begangen wird, müsste der Konzern:
1. Jedes einzelne Video im voraus anschauen,
2. eine fundierte rechtliche Beurteilung zu jedem einzelnen Video erstellen, welche die Rechtslage jedes einzelnen Staates berücksichtigt, in dem das Video abrufbar ist.
Die Folge wären für den Dienst gravierend: Es lässt sich finanziell nicht schultern, ausreichend Mitarbeiter einzustellen, die diese Aufgabe übernehmen. Denn man muss berücksichtigen, dass zwischen dem Upload und der Freigabe nicht zu viel Zeit liegen darf. Was heute hochgeladen wird, soll nicht erst in einem halben Jahr verfügbar sein. Zudem ist es auch praktisch unmöglich. Irgendeine Rechtsverletzung kann es nach irgendeinem Recht immer geben. Sei es, dass die Persönlichkeitsrechte in den USA nicht so stark ausgeprägt sind wie die in Kontinentaleuropa, sei es, dass in der westlichen Welt die Meinungsfreiheit grundsätzlich stärker ausgeprägt ist als in weiten Teilen Asiens.
1. Jedes einzelne Video im voraus anschauen,
2. eine fundierte rechtliche Beurteilung zu jedem einzelnen Video erstellen, welche die Rechtslage jedes einzelnen Staates berücksichtigt, in dem das Video abrufbar ist.
Die Folge wären für den Dienst gravierend: Es lässt sich finanziell nicht schultern, ausreichend Mitarbeiter einzustellen, die diese Aufgabe übernehmen. Denn man muss berücksichtigen, dass zwischen dem Upload und der Freigabe nicht zu viel Zeit liegen darf. Was heute hochgeladen wird, soll nicht erst in einem halben Jahr verfügbar sein. Zudem ist es auch praktisch unmöglich. Irgendeine Rechtsverletzung kann es nach irgendeinem Recht immer geben. Sei es, dass die Persönlichkeitsrechte in den USA nicht so stark ausgeprägt sind wie die in Kontinentaleuropa, sei es, dass in der westlichen Welt die Meinungsfreiheit grundsätzlich stärker ausgeprägt ist als in weiten Teilen Asiens.
@MrBrook: Wie viele Milliarden hat der Datenkrake letztes Jahr mit Werbesch...e gescheffelt? Ich denke es ist denen durchaus zuzumuten, mindestens 99% davon für präventive Maßnahmen aufzuwenden.
Den selben Maßstab müssen Sie dann aber auch bei allen anderen Diensteanbietern im Internet anlegen. Wenn Google 99% seines Gewinns für Präventivmaßnahmen ausgeben soll, muss das selbe für Heise, Spiegel online oder auch Telemedicus gelten.
Außerdem würden derart strenge Prüfungspflichten zu einer Vorzenszur führen. Wenn ein derart hohes Haftungsrisiko drohen würde, wie Sie es skizzieren, würde niemand mehr kritische Inhalte veröffentlichen. Klar, menschenverachtender Mist wie Bullying-Videos wären dann aus dem Netz verbannt. Kritische Anmerkungen, wie zum Beispiel Ihre zu Google, wahrscheinlich aber auch.
Außerdem würden derart strenge Prüfungspflichten zu einer Vorzenszur führen. Wenn ein derart hohes Haftungsrisiko drohen würde, wie Sie es skizzieren, würde niemand mehr kritische Inhalte veröffentlichen. Klar, menschenverachtender Mist wie Bullying-Videos wären dann aus dem Netz verbannt. Kritische Anmerkungen, wie zum Beispiel Ihre zu Google, wahrscheinlich aber auch.
@König Dickbauch: Neidisch auf das Geschäftsmodell? Google ist eben innovativ und versteht es, das Internet zu nutzen. Nur weil die Firma Gewinn macht ist das kein Grund, denen strengere Haftungsmaßstäbe aufzuerlegen. Außerdem muss man die Unternehmen trennen: Google und YouTube sind nicht identisch, es sind eigenständige Unternehmen. Auch wenn YouTube eine Tochter Googles ist.
Ganz nebenbei: Es ging um Googles eigenes Portal "Google Video". Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Google Youtube zu dem Zeitpunkt (September 2006) noch gar nicht gekauft.
Ich sprach von den Werbeeinnahmen, nicht vom Gewinn.
Und wenn die Buchhalter dann anfangen, die Einnahmen falsch zu verbuchen, wird sich die IRS hoffentlich genau so um sie kümmern wie einstmals um AlCapone.
{Da in der Zwischenzeit selbst die Toolkits für Trojanerprogrammierung, wie Heise vor Kurzem berichtete, auf Firefox optimiert sind und das am häufigsten installierte AddOn AddBockPlus ist (annähernd 1 Million mal pro Woche), besteht ja Hoffnung, daß diese Einnahmen mittelfristig wieder wegschmelzen werden wie Nordpoleis im Sommer. }
Und wenn die Buchhalter dann anfangen, die Einnahmen falsch zu verbuchen, wird sich die IRS hoffentlich genau so um sie kümmern wie einstmals um AlCapone.
{Da in der Zwischenzeit selbst die Toolkits für Trojanerprogrammierung, wie Heise vor Kurzem berichtete, auf Firefox optimiert sind und das am häufigsten installierte AddOn AddBockPlus ist (annähernd 1 Million mal pro Woche), besteht ja Hoffnung, daß diese Einnahmen mittelfristig wieder wegschmelzen werden wie Nordpoleis im Sommer. }
@Adrian: Danke für den Hinweis, bei den Begriffen "Video-Plattform" in Verbindung mit Google denke ich sofort an YouTube. So ein Detail geht da schonmal unter






Da staunte die Welt: In Italien wurden drei Google-Manager zu einem halben Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Grund ist ein Video, bei dem ein autistischer Junge von Mitschülern gedemütigt wurde. Der Clip war auf Googles Videoportal YouTube zwei Mona
Aufgenommen: 04.03.2010, 10:10h