Interview mit einem „Digital Native“
Dienstag, 3. November 2009, von Anja Assion
Kommentare
Aus gegebenem Anlass: Informationen für Digital Natives und die, die sie informieren sollten:
http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/11/03/aus-gegebenem-anlass-informationen-fur-digital-natives-und-die-die-sie-informieren-sollten/
http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/11/03/aus-gegebenem-anlass-informationen-fur-digital-natives-und-die-die-sie-informieren-sollten/
Ein wenig "dünn" hier einen Digital Nartive dieser Altersklasse zu befragen, welche sich im Raum des Internets meiner Meinung nach nicht wirklich bewegt, ausser in Foren für Jugendliche und eben ein offenes Verständnis für das Internet hat.
Interessant ist ein Digital Native doch ab dem Alter von 20-30 Jahren, wenn er in Berufsleben steht, jung erfolgreich ist und gewissen Instrumente in sein Unternehmen im Bezug auf seine digitales Verhalten Gegenüber der Medienwelt und dem Marketing einbringt.
Dies kann für Unternehmen, welche schwer aus alten Mustern geraten, sehr förderlich im Bezug auf Innovationen sein.
Nichts destotrotz, kann diese junge Dame auch einmal ein wervoller Arbeitnehmer für seinen Arbeitgeber sein.
Viele Grüße
Interessant ist ein Digital Native doch ab dem Alter von 20-30 Jahren, wenn er in Berufsleben steht, jung erfolgreich ist und gewissen Instrumente in sein Unternehmen im Bezug auf seine digitales Verhalten Gegenüber der Medienwelt und dem Marketing einbringt.
Dies kann für Unternehmen, welche schwer aus alten Mustern geraten, sehr förderlich im Bezug auf Innovationen sein.
Nichts destotrotz, kann diese junge Dame auch einmal ein wervoller Arbeitnehmer für seinen Arbeitgeber sein.
Viele Grüße
Ich würde sagen, "Digital Native" kann nur sein, wer wirklich ab dem frühen Kindesalter regelmäßig mit digitalen Medien umgegangen ist. Insofern sind die ältesten echten Digital Natives heute ca. 25 - aber nur, wenn es sich um Kinder handelte, die sehr technologieaffin waren (ich z.B. hatte schon mit ca. 14 einen Pager, später dann Handys und natürlich Internet). Das Phänomen, dass eine ganze Generation als "Digital Native" aufwächst, erleben wir m.E. gerade zum ersten Mal. Insofern dürfte Sophie eher ein typisches Beispiel für die Digital Natives sein.
Hallo Scaramut,
danke für Ihren Kommentar. Simon hat es schon ein wenig vorweg gegriffen: Mir ging es in diesem Interview um die echten Digital Natives - und von denen sind noch nicht so viele im Berufsleben.
Gleichzeitig interessierte mich, wie sich gerade Jugendliche im Netz bewegen und worauf sie achten. Meistens wird ja nur - negativ - über sie berichtet und man lässt sich selbst kaum zu Wort kommen. Dabei kann Sophie natürlich nur ein Beispiel darstellen.
Ihr Ansatz ist sicherlich auch spannend, also in wie weit ein Digital Native für einen Arbeitgeber besonders attraktiv ist. Wer weiß, vielleicht verfolgen wir Ihre Idee ja weiter...?
Anja
danke für Ihren Kommentar. Simon hat es schon ein wenig vorweg gegriffen: Mir ging es in diesem Interview um die echten Digital Natives - und von denen sind noch nicht so viele im Berufsleben.
Gleichzeitig interessierte mich, wie sich gerade Jugendliche im Netz bewegen und worauf sie achten. Meistens wird ja nur - negativ - über sie berichtet und man lässt sich selbst kaum zu Wort kommen. Dabei kann Sophie natürlich nur ein Beispiel darstellen.
Ihr Ansatz ist sicherlich auch spannend, also in wie weit ein Digital Native für einen Arbeitgeber besonders attraktiv ist. Wer weiß, vielleicht verfolgen wir Ihre Idee ja weiter...?
Anja
Danke für das interessante Interview; es deckt sich mit den Befunden unseres Projekts zum "Heranwachsen mit dem Social Web" (siehe Link bei meinem Namen).
Sophie scheint mir in der Tat recht 'repräsentativ' für die Altersgruppe 14-17 zu sein, denn anders als die teils recht aufgeregte Diskussion um die digital natives vermuten lässt, sind die Teenager eben nicht bei allem und jedem dabei, was es im Internet so an Neuigkeiten gibt. Die dominierenden Angebote sind Google und Wikipedia für Informationen, Netzwerkplattformen und ICQ/MSN für den Austausch in der (erweiterten) Clique, und Youtube als Alternative zu Radio und Fernsehen.
Sophie scheint mir in der Tat recht 'repräsentativ' für die Altersgruppe 14-17 zu sein, denn anders als die teils recht aufgeregte Diskussion um die digital natives vermuten lässt, sind die Teenager eben nicht bei allem und jedem dabei, was es im Internet so an Neuigkeiten gibt. Die dominierenden Angebote sind Google und Wikipedia für Informationen, Netzwerkplattformen und ICQ/MSN für den Austausch in der (erweiterten) Clique, und Youtube als Alternative zu Radio und Fernsehen.
Mein 11-j. Sohn ist schon viel weiter. Und sowieso ein echter Native: vom Entstehen weg war er meistens keine 5 m vom PC entfernt. Er hat so viele kreative Ideen, die ich schon nicht mehr verstehe.
Ich habe den Eindruck, die Innovationszyklen der Kids werden immer schneller immer enger.
Die Marktstudien sollten bei ihren Erkenntnissen über Kids und Jugendliche immer etwa 5 Jahre abziehen, dann stimmen ihre Erhebungen. Heute tun schon 10-jährige, was man erst den 14-j. nachsagt.
Ich habe den Eindruck, die Innovationszyklen der Kids werden immer schneller immer enger.
Die Marktstudien sollten bei ihren Erkenntnissen über Kids und Jugendliche immer etwa 5 Jahre abziehen, dann stimmen ihre Erhebungen. Heute tun schon 10-jährige, was man erst den 14-j. nachsagt.
Hallo D.K.,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Ist Ihr Sohn auch hinsichtlich der Rechtsauffassungen weiterentwickelt? Die technischen Kenntnisse sind ja nur das eine - das andere ist zu wissen, wie man sich im Internet verhalten sollte...
Viele Grüße,
Anja
vielen Dank für Ihren Hinweis. Ist Ihr Sohn auch hinsichtlich der Rechtsauffassungen weiterentwickelt? Die technischen Kenntnisse sind ja nur das eine - das andere ist zu wissen, wie man sich im Internet verhalten sollte...
Viele Grüße,
Anja
Wenn man daran denkt dass das World Wide Web erst 1993 erfunden wurde und dies vll. 1996 wirklich attraktiv geworden ist würde ich sagen Leute vor 1990 sind schon wirklich nur mehr als Rand Digital Natives zu kategorisieren. Leute die das Internet wirklich praktisch in die Wiege gelegt bekamen sind die ab 1990. Das sind Leute die sich ins Internet reindenken können wie sonst fast niemand. Und diese Generation wird erst in den nächsten Jahren in die Wirtschaft einsteigen. Und die jetzige Rechtliche Lage der "Alten" erben.
Bin natürlich etwas eingenommen da ich aus dieser Generation entstamme.
Bin natürlich etwas eingenommen da ich aus dieser Generation entstamme.
digital native ... meiner Erfahrung nach, nutzen die meisten Jugendlichen zwar social networks, Foren, Wiki, google und messenger, aber wissen in der Regel nicht, wie die Technik im Einzelnen funktioniert - im Gegensatz zu den inzwischen mehr als 10 Jahre älteren, die zwar nicht ganz so natürlich an den PC heran geführt wurden, aber aufgrund des noch nicht so großen und ausgereiften Angebots gezwungen waren, Kenntnisse zu erwerben.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass die lieben, kleinen digital natives gerade noch wissen, wo der Rechner anzuschalten ist und wie man google bedient.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass die lieben, kleinen digital natives gerade noch wissen, wo der Rechner anzuschalten ist und wie man google bedient.
@anq
Gerade der Umstand, dass ein Großteil der Komplexität vor dem Standardnutzer versteckt wird, führt dazu die Angebote von einer breiten Masse selbstverständlich genutzt werden.
Heute weis auch keiner wie ein Fernseher, Radio oder Auto funktioniert, weil es auch einfach für die Nutzung nicht notwendig ist.
Man sollte nativ nicht mir allwissend / gut informiert verwechseln. Viel mehr ist es so das das "Internet-Mem" bereits in den Köpfen vorhanden ist. Das sieht man sehr gut daran, das sie nicht sagen kann woher sie das Wissen hat sondern mit "das weis man halt" antwortet. Ähnliches würde Heute Jeder über das Bedienen einer Fernbedienung sagen.
Gerade der Umstand, dass ein Großteil der Komplexität vor dem Standardnutzer versteckt wird, führt dazu die Angebote von einer breiten Masse selbstverständlich genutzt werden.
Heute weis auch keiner wie ein Fernseher, Radio oder Auto funktioniert, weil es auch einfach für die Nutzung nicht notwendig ist.
Man sollte nativ nicht mir allwissend / gut informiert verwechseln. Viel mehr ist es so das das "Internet-Mem" bereits in den Köpfen vorhanden ist. Das sieht man sehr gut daran, das sie nicht sagen kann woher sie das Wissen hat sondern mit "das weis man halt" antwortet. Ähnliches würde Heute Jeder über das Bedienen einer Fernbedienung sagen.
Ist die Antwort auf Frage 2 nicht 1:1 aus einer Folge der Serie "South-Park" abgeschrieben?
Ist zwar ein netter Insider-Witz aber eigentlich sollte man sich ja seriös mit dem Thema auseinandersetzen.
Ist zwar ein netter Insider-Witz aber eigentlich sollte man sich ja seriös mit dem Thema auseinandersetzen.
Die Digitale Spaltung besteht den Kommentaren hier nach auch zwischen Jugendlichen und den 20-30 Jährigen...
Genau das kommt hoch, was ihr doch alle an den CDU Wähler kritisiert.
"Die Jungen sind doch noch gar nicht erfahren. Sie nutzen es nur und wissen nicht worum es geht." Blablabla. Ihr habt es genausowenig begriffen wie die Bildlesenden Rentner. Aber trotzdem
Genau das kommt hoch, was ihr doch alle an den CDU Wähler kritisiert.
"Die Jungen sind doch noch gar nicht erfahren. Sie nutzen es nur und wissen nicht worum es geht." Blablabla. Ihr habt es genausowenig begriffen wie die Bildlesenden Rentner. Aber trotzdem
Die junge Dame als digital Native zu bezeichnen, naja sie nutzt internetseiten, social networks und Internetdienste die jeder unter 25 Jährige nutzt.
Die nutzungsmöglichkeiten des internets wird Sie mit sicherheit nicht voll ausschöpfen, bzw. ich bezeifel doch ganz stark das sie überhaupt eine ahnung davon hat was man alles mit und durch das internet machen kann.
Jeder der das Internet etwas besser kennt, wie sie, weiss das man im internet so ziemlich alles findet was man an digitalen inhalten sucht, und das es weit illegalere inhalte oder aktionen gibt als musik zu downloaden oder filme über streaming sites oder link sammlungen wie kino.to zu sehen, ich denke wer sich dort erwischen lässt macht es weil es "alle" machen und sich die armen teufel nicht über die rechtlichen rahmenbedingungen informiert haben oder wie man diese in irgendeiner form umgeht und sich im internet anonymisiert, wer wirklcih ahnung von der materie hat bekommt im internet wirklich alles über software samt serien nummern oder cracks, musik, filme, hacker software und ähnliches, nur sollte dabei auch jeder wissen das es diese dienste nie umsonst gibt und man sich damit meist in irgendeiner form einen nachteil einhandelt wen man unvorsichtig oder uninformiert ist.
ergo das thema ist in irgendeiner art und weise ziemlich witzlos, verbieten kan man im internet nichts speeren ist auch schwer, und meistens sind junge leute über sicherheit im internet besser informiert wie ältere.
letzendlich muss man auch sagen wer seine persönlichen daten bereitwillig für alle zugänglich ins internet stellt sollte sich nicht beschweren wenn sie dann irgendwann irgendwo landen wo sie nicht landen sollten, so blauäugig kann man doch nicht sein.
achja meine IP-Adresse wurde zu diesem Komentar nicht gespeichert, da ich weiss wie man sich im internet anonymisiert :-p
gruß
Die nutzungsmöglichkeiten des internets wird Sie mit sicherheit nicht voll ausschöpfen, bzw. ich bezeifel doch ganz stark das sie überhaupt eine ahnung davon hat was man alles mit und durch das internet machen kann.
Jeder der das Internet etwas besser kennt, wie sie, weiss das man im internet so ziemlich alles findet was man an digitalen inhalten sucht, und das es weit illegalere inhalte oder aktionen gibt als musik zu downloaden oder filme über streaming sites oder link sammlungen wie kino.to zu sehen, ich denke wer sich dort erwischen lässt macht es weil es "alle" machen und sich die armen teufel nicht über die rechtlichen rahmenbedingungen informiert haben oder wie man diese in irgendeiner form umgeht und sich im internet anonymisiert, wer wirklcih ahnung von der materie hat bekommt im internet wirklich alles über software samt serien nummern oder cracks, musik, filme, hacker software und ähnliches, nur sollte dabei auch jeder wissen das es diese dienste nie umsonst gibt und man sich damit meist in irgendeiner form einen nachteil einhandelt wen man unvorsichtig oder uninformiert ist.
ergo das thema ist in irgendeiner art und weise ziemlich witzlos, verbieten kan man im internet nichts speeren ist auch schwer, und meistens sind junge leute über sicherheit im internet besser informiert wie ältere.
letzendlich muss man auch sagen wer seine persönlichen daten bereitwillig für alle zugänglich ins internet stellt sollte sich nicht beschweren wenn sie dann irgendwann irgendwo landen wo sie nicht landen sollten, so blauäugig kann man doch nicht sein.
achja meine IP-Adresse wurde zu diesem Komentar nicht gespeichert, da ich weiss wie man sich im internet anonymisiert :-p
gruß
@#13:
Dass der Begriff "digital native" keine feste Definition hat, haben wir ja jetzt schon mehrfach festgestellt. Entscheidend ist für mich dabei nicht der Erfahrungshorizont, sondern das Alter.
Ich bin mit 14 Jahren gerade das erste Mal mit dem Internet in Berührung gekommen und bin entsprechend auch ganz anders damit umgegangen. Das Internet war ja für den breiten Markt ja in Deutschland auch relativ neu und die Angebote ganz andere. Nun haben wir eine Generation, für die das Internet etwas völlig Normales ist und die damit aufwächst.
Das ist es auch, was ich an dem Interview interessant finde und was sich auch mit meinen Erfahrungen deckt: Der Umgang mit dem Internet ist viel intuitiver geworden und neue Nutzer müssen sich gar nicht mehr mit der Technik im Detail beschäftigen. Man muss das Internet nicht verstehen, um es zu nutzen.
Deshalb ist der Umgang sowohl mit den Risiken, als auch mit dem Potential des Internets eher spielerisch und viel mehr von einem normalen Erfahrungsschatz aus der "realen Welt", als von spezieller Medienkompetenz geprägt. In einigen Bereichen ist das sicherlich goldrichtig, in anderen muss hingegen Aufklärungsarbeit betrieben werden.
Und ich denke, wir sollten uns bei der Diskussion auch mehr auf diese Aussagen konzentrieren, als ständig an dem Begriff "Digital Native" hängen zu bleiben.
Dass der Begriff "digital native" keine feste Definition hat, haben wir ja jetzt schon mehrfach festgestellt. Entscheidend ist für mich dabei nicht der Erfahrungshorizont, sondern das Alter.
Ich bin mit 14 Jahren gerade das erste Mal mit dem Internet in Berührung gekommen und bin entsprechend auch ganz anders damit umgegangen. Das Internet war ja für den breiten Markt ja in Deutschland auch relativ neu und die Angebote ganz andere. Nun haben wir eine Generation, für die das Internet etwas völlig Normales ist und die damit aufwächst.
Das ist es auch, was ich an dem Interview interessant finde und was sich auch mit meinen Erfahrungen deckt: Der Umgang mit dem Internet ist viel intuitiver geworden und neue Nutzer müssen sich gar nicht mehr mit der Technik im Detail beschäftigen. Man muss das Internet nicht verstehen, um es zu nutzen.
Deshalb ist der Umgang sowohl mit den Risiken, als auch mit dem Potential des Internets eher spielerisch und viel mehr von einem normalen Erfahrungsschatz aus der "realen Welt", als von spezieller Medienkompetenz geprägt. In einigen Bereichen ist das sicherlich goldrichtig, in anderen muss hingegen Aufklärungsarbeit betrieben werden.
Und ich denke, wir sollten uns bei der Diskussion auch mehr auf diese Aussagen konzentrieren, als ständig an dem Begriff "Digital Native" hängen zu bleiben.







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Aufgenommen: 06.11.2009, 10:10h