VG Münster entscheidet gegen Rundfunkgebühren für PCs
Montag, 6. Oktober 2008, von Adrian Schneider
Das Verwaltungsgericht Münster hat entschieden, dass für einen Computer nicht zwangsläufig Rundfunkgebühren anfallen und gab damit der Klage eines Studenten gegen den WDR statt (Az. 7 K 1473/07).
Weiter bei DWDL.
„Während man herkömmlichen Fernseh- oder Radiogeräten schon beim Besitz davon ausgehen könne, dass sie zum Empfang bereitgehalten werden, weil eine andere Verwendung in der Regel ausgeschlossen sei, verhalte es sich bei Computern, Handys oder ähnlichen neuen Empfangsgeräten anders. Da diese auch für viele andere Zwecke bereitgehalten werden könnten, könne aus dem bloßen Besitz nicht automatisch auf ein Bereithalten zum Rundfunkempfang geschlossen werden, so das Verwaltungsgericht.“
Weiter bei DWDL.
Net Neutrality: Was will die EG?
Montag, 6. Oktober 2008, von Simon Möller
Viviane Reding
Wie die EU-Kommission zur Frage der Netzneutralität steht, ist zum einen deswegen relevant, weil die Kommission bereits jetzt teilweise für die Regulierung der Telekommunikationsmärkte verantwortlich ist. Zum anderen, weil Redings „Generaldirektion für Informationsgesellschaft und Medien“ auch für eine gesetzliche Regelung des Themas zuständig wäre.
Geschrieben von Simon Möller
in Internet & Telekommunikation
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Wochenrückblick: Google, Gysi, Gefängnisstrafe
Sonntag, 5. Oktober 2008, von Thomas Mike Peters
+++ Kein Google Street View in Norddeutschland
+++ Börsenverein fordert Buchpreisbindung auch für E-Books
+++ BGH: Keine Geräteabgabe für Computer nach altem Recht
+++ Stasi-Vorwurf: ZDF unterliegt Gysi erneut vor Gericht
+++ Produktionsfirma von Ulrich Wickert unterliegt im Streit um Sendezeit bei RTL
+++ Verwirrender Titelschutzstreit um den Seewolf geht in die nächste Runde
+++ KEF regelt Finanzausgleich neu und erreicht Lösung für RBB-Krise
+++ Ehemaliger HR-Sportchef Jürgen Emig zu Gefängnisstrafe verurteilt
+++ Börsenverein fordert Buchpreisbindung auch für E-Books
+++ BGH: Keine Geräteabgabe für Computer nach altem Recht
+++ Stasi-Vorwurf: ZDF unterliegt Gysi erneut vor Gericht
+++ Produktionsfirma von Ulrich Wickert unterliegt im Streit um Sendezeit bei RTL
+++ Verwirrender Titelschutzstreit um den Seewolf geht in die nächste Runde
+++ KEF regelt Finanzausgleich neu und erreicht Lösung für RBB-Krise
+++ Ehemaliger HR-Sportchef Jürgen Emig zu Gefängnisstrafe verurteilt
Urheberrecht-News sind wieder da
Sonntag, 5. Oktober 2008, von Simon Möller
Mehr als drei Monate ist es nun her, dass die „News“ des Institutes für Urheber- und Medienrecht in die Sommerpause gegangen sind. Seit dem ersten Oktober sind sie nun wieder da - und genauso lesenswert wie vorher.
Zu den IUM-News.
Zu den IUM-News.
Skype zensiert „Demokratie“
Samstag, 4. Oktober 2008, von Adrian Schneider
Die chinesische Version der Chat- und Telefonie-Software Skype soll private Chats zensiert haben. Wie tagesschau.de berichtet soll ein Partnerunternehmen in China Nachrichten nach Begriffen wie „Demokratie“ und „Tibet“ überprüft und ggf. einzelne Accounts gesperrt haben.
Skype selbst gibt an, von den Vorgängen der chinesischen Partner nichts gewusst zu haben.
Zum Bericht bei tagesschau.de.
„Die kanadischen Forscher hatten nachgewiesen, dass die TOM-Skype-Software Chat-Mitteilungen nach Wörtern wie "Demokratie", "Tibet", "Kommunistische Partei" oder "Falun Gong" filtert und dann jeweils sperrt. Die Forscher waren in der Lage, zensierte Nachrichten sowie Millionen persönlicher Daten wie Benutzernamen, IP-Adressen, Telefonnummern und die nötigen Entschlüsselungscodes von acht öffentlich zugänglichen Servern herunterzuladen.“
Skype selbst gibt an, von den Vorgängen der chinesischen Partner nichts gewusst zu haben.
Zum Bericht bei tagesschau.de.
Geschrieben von Adrian Schneider
in Datenschutz & Datenfreiheit
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08:59
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VG Karlsruhe untersagt Apothekenautomaten
Freitag, 3. Oktober 2008, von Jean-Paul Feidt
Die Abgabe von Arzneimitteln über einen computergesteuerten Apothekenautomaten in der Mannheimer Innenstadt ist nicht zulässig, so das VG Karlsruhe in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil (11 K 4331/07). Begründet wurde die Entscheidung mit einem Verstoß gegen das Arzneimittelrecht. Zuvor hatte bereits das Regierungspräsidium Karlsruhe die Augabe von verschreibungspflichtigen sowie nicht verschreibungs-, aber apothekenpflichtigen Arzneimitteln an diesem Automaten untersagt.
Geschrieben von Jean-Paul Feidt
in Wirtschaft & Wettbewerb
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09:04
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BGH: Keine Geräteabgabe für Computer
Freitag, 3. Oktober 2008, von Adrian Schneider
Der Bundesgerichtshof hat gestern entschieden, dass für Computer keine Geräteabgabe nach § 54a Abs. 1 Satz 1 UrhG a.F. abzuführen ist. Klägerin war die Verwertungsgesellschaft VG Wort, die feststellen lassen wollte, dass ein Computerhändler zur Zahlung der Geräteabgabe für seine Computer verpflichtet ist. Ein PC allein sei jedoch nicht geeignet, fotomechanische Vervielfältigungen wie mit einem herkömmlichen Fotokopiergerät herzustellen, so der BGH. Allein einzelne Peripherie-Geräte könnten unter die Geräteabgabe fallen:
Zur Pressemeldung des BGH.
Telemedicus zur Entscheidung über die Geräteabgabe für Multifunktionsgeräte.
„Soweit ein PC im Zusammenspiel mit einem Scanner als Eingabegeräte und einem Drucker als Ausgabegerät verwendet wird, ist er zwar geeignet, Druckwerke zu vervielfältigen. Innerhalb einer solchen, aus Scanner, PC und Drucker gebildeten Funktionseinheit, ist jedoch – wie der BGH gleichfalls bereits entschieden hat [...] – nur der Scanner im Sinne des § 54a Abs. 1 UrhG a.F. zur Vornahme von Vervielfältigungen bestimmt und damit vergütungspflichtig. Eine entsprechende Anwendung des § 54a Abs. 1 UrhG a.F. auf PCs kommt [...] nicht in Betracht.“
Zur Pressemeldung des BGH.
Telemedicus zur Entscheidung über die Geräteabgabe für Multifunktionsgeräte.
Geschrieben von Adrian Schneider
in Urheber- & Markenrecht
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08:53
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Preisbindung für E-Books: Schlafende Hunde wecken?
Donnerstag, 2. Oktober 2008, von Christiane Müller
Auch E-Books unterliegen der Buchpreisbindung – das behauptet zumindest der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in einer aktuellen Stellungnahme. Die Buchpreisbindung ist in Deutschland im Buchpreisbindungsgesetz festgeschrieben. Danach müssen die Verlage für jedes Buch einen Preis festsetzen, die Buchhändler sind verpflichtet, diesen einzuhalten. Gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 3 BuchPrG sind…
Bücher im Sinne dieses Gesetzes […] auch Produkte, die Bücher, Musiknoten oder kartographische Produkte reproduzieren oder substituieren und bei Würdigung der Gesamtumstände als überwiegend verlags- oder buchhandelstypisch anzusehen sind […].
Geschrieben von Christiane Müller
in Wirtschaft & Wettbewerb
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09:19
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Drittsendelizenzen: Wickert scheitert mit Klage
Mittwoch, 1. Oktober 2008, von Jean-Paul Feidt
Das Verwaltungsgericht Hannover hat einen gegen die Vergabe der RTL-Drittsendelizenzen gerichteten Eilantrag abgelehnt: Anfang des Jahres hatte sich der ehemalige Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert mit seiner Produktionsfirma UWP darum beworben, bei RTL die sog. „Fensterprogramme“ besetzen zu dürfen. Die entsprechenden Lizenzen wurden jedoch den bisherigen Rechteinhabern zugeteilt. Wickert und UWP hatten daraufhin schwere Vorwürfe erhoben, u.a. war von einer „eklatanten Ungleichbehandlung“ sowie dem Verdacht einer „rechtswidrigen Monopolisierung“ der Lizenzen die Rede.
Städte wehren sich gegen Google Street View
Montag, 29. September 2008, von Adrian Schneider
Einige deutsche Städte wollen sich gegen die Aufnahmen ihrer Straßen durch „Google Street View“ wehren. Mit speziellen Fahrzeugen ist Google derzeit in Deutschland unterwegs, um ganze Straßenzüge mit Kameras zu erfassen und diese in den Service Google Maps zu integrieren. Wie die Lübecker Nachrichten berichten, sollen nun erste Städte in Norddeutschland konkrete Pläne haben, Google dieses Vorgehen zu verbieten.
Geschrieben von Adrian Schneider
in Datenschutz & Datenfreiheit
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